Im Gefolge der »Materialkultur« der Konstruktivisten und des »Polymaterialismus« der Futuristen hat sich bereits in den 1920er-Jahren eine Bild- und Malerei-Konzeption entwickelt, die auf Ölfarbe und Leinwand verzichtete. In den 1950er-Jahren setzte dann in Italien die künstlerische Auflösung und Zerstörung des Tafelbildes ein. Man ging dazu über, eine Trennung von Tafel und Bild vorzunehmen, eine Entwicklung, die für die Kunstgeschichte weit reichende Folgen hatte. Nicht nur der Abbildung der gegenständlichen Welt verweigerte man sich, sondern auch den Mitteln der Malerei: Öl und Leinwand. Die italienischen Avantgardekünstler durchschlitzten und durchlöcherten die Leinwand. Man wölbte sie in den Raum, presste, schichtete oder dehnte sie aus. Auf diesen Arbeiten gibt es keine Bilder mehr, sondern nur die Leinwand selbst. Von Farbe und Bild vollzog man den Schritt hin zu Materialtafeln. Dieser Rückzug auf das Material war nicht nur ein radikaler und früher »Nullpunkt« der Malerei, sondern auch der Beginn der Materialkunst, die den Weg frei machte, die Leinwand mit kunstfremden Materialien und Gegenständen zu besetzen, wie es in der Folge der Nouveau Réalisme und die Pop-Art in den 1960er-Jahren taten.
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[Ausstellungseröffnung im ZKM_Foyer | Fr, 04.04.2008 | 18 Uhr]
[Eine Ausstellung im ZKM | Museum für Neue Kunst | 05.04.2008–24.08.2008]
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÷ Sets by Both ::
Der New Yorker Multimedia-Künstler Phill Niblock arbeitet seit den 1960er-Jahren mit Musik, Film, Fotografie, Video und Computern. Als Zeitgenosse von John Cage und La Monte Young zählt er zu den führenden Vertretern der amerikanischen Minimal Art und hat bereits mit Musikern aus dem Avant-Rock-Bereich wie Jim O’Rourke, Lee Ranaldo (Sonic Youth) oder Susan Stenger (Band Of Susans) gearbeitet. Seine Musik besteht aus dichten, statischen und zumeist sehr lauten Klangflächen (»drones«) von langer Dauer.
Den Abend gestaltet Niblock gemeinsam mit dem Saxophonisten Thomas Ankersmit.
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[Konzert im ZKM_Kubus | Mi 30.04.2008 | 20 Uhr | Eintritt € 10/7]
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»High Times, Hard Times. New York Painting 1967–1975« ::
In den späten 1960er-Jahren zählte die New Yorker Kunstwelt zu den aufregendsten Orten. Neue Medien wie Performance oder Videokunst wurden entdeckt und die Skulptur entwickelte sich rasant in unterschiedlichste Richtungen. »High Times, Hard Times« vergegenwärtigt die Lebhaftigkeit und Bedeutung dieser Epoche.
Die Ausstellung versammelt etwa 50 Arbeiten von 40 im New York der damaligen Zeit lebenden und arbeitenden Künstlern. In fünf verschiedenen Themenblöcken wird die Entwicklung der Malerei von 1967 bis 1975 aufgezeigt. Damit ist es möglich, ein Panorama dieser Jahre großer Transformation, die Experimente mit der Oberfläche, dem Bildträger, dem Raum, mit Installation, Video und Performance einschließt, zu entfalten. Das ganze Spektrum der Möglichkeiten des Mediums Malerei sowie der freiheitliche Geist dieser Zeit kommen in den gezeigten Arbeiten zum Ausdruck.
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[Eine Ausstellung im ZKM | Museum für Neue Kunst | bis 01.06.2008]
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÷ ZKM-Führungen | Museumspädagogisches Angebot ::
Das gesamte Angebot in den Bereichen Museumskommunikation und Museumspädagogik für Führungen, Workshops und Fortbildungen sowie Infos zur Anmeldung finden Sie hier <http://on1.zkm.de/zkm/fuehrungen>.
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÷ Rom – Die ewige Stadt im Wandel ::
Das internationale wissenschaftliche Symposium »Rom – die Ewige Stadt im Wandel« findet innerhalb der 19. Europäischen Kulturtage Karlsruhe statt. Es wird veranstaltet vom ZAK | Zentrum für Angewandte Kulturwissenschaft und Studium Generale der Universität Karlsruhe (TH) in Zusammenarbeit mit dem ZKM | Zentrum für Kunst und Medientechnologie Karlsruhe und dem Badischen Staatstheater.
Mit dieser Veranstaltung leistet das ZAK bereits zum 10. Mal einen Beitrag zu den Europäischen Kulturtagen in der Fächerstadt. Ebenfalls im April 2008 richten sich alle Augen auf Rom und die politischen Veränderungen, die sich durch die italienischen Parlamentswahlen ergeben werden. Welche politische und kulturelle Rolle spielt heute die italienische Hauptstadt, die im Laufe der europäischen Geschichte Macht und Einfluss besaß? Italienische und deutsche Vertreter aus Politik, Wissenschaft, Kultur und Medien werden in diesem Symposium aktuelle Fragestellungen zu Italien aufgreifen und der breiten Öffentlichkeit nahe bringen.
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[Symposium im ZKM_Medientheater und Badischen Staatstheater | Fr–So, 18–20.04.2008 | Eintritt frei | Simultanübersetzung Italienisch–Deutsch]
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÷ Waves by Poets/ Wellen durch Dichter/ Ondes d'après poètes/ Ondas por poetas ::
Das von Pedro Bittencourt initiierte Projekt »Waves by Poets / Wellen durch Dichter« ist eine Zusammenstellung aus Kammermusik, Elektronik, Poesie und Video. Thema der begleitenden Gedichte ist das Meer. Als Übergänge zwischen den Musikstücken des Abends werden sie in der Originalversion (französisch, deutsch, spanisch und portugiesisch) vorgetragen und mit Videos untermalt. Einige der dazu gezeigten Videos sind unmittelbarer Bestandteil der Kompositionen, die vom Ensemble »Abstraï« interpretiert werden. Die Kompositionen entstanden eigens für dieses Projekt und werden an diesem Abend uraufgeführt.
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[Konzert im ZKM_Kubus | Fr, 25.04.2008 | 20 Uhr | Eintritt € 8/5]
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÷ Harfenworkshop mit Fredérique Cambreling ::
Die französische Harfenistin Fredérique Cambreling vom »ensemble intercontemporain« (Paris) erläutert moderne Spielweisen und Kompositionstechniken auf der Harfe anhand von Werken Berios, Holligers, Jarrells, Schafers, Fedeles und Donatonis. Sie wird am 04. Juli im ZKM_Kubus das ihr gewidmete Harfenkonzert von Wolfgang Rihm als Uraufführung der erweiterten Fassung präsentieren.
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[Workshop im ZKM_Vortragssaal | Mo, 28.04.2008 | 10–14 Uhr | Eintritt frei]