Das Gerät – ein Bruker BioSpec MR-Tomograph – ist ein State of the Art Kleintiertomograph, und eines der ersten in Deutschland installierten Geräte. Ein großer Vorteil des BioSpec ist das hohe Magnetfeld von 9,4 Tesla, das ein sehr viel höheres „Signal zu Rausch-Verhältnis“ (SNR) sowie eine exzellente zeitliche und räumliche Auflösung erlaubt. Vor allem die Magnetresonanzspektroskopie und anatomische Aufnahmen mit höchster Auflösung, aber auch die funktionelle Kernspintomographie (fMRI) profitieren davon. Durch die Verwendung von Kryo-(1H- und -13C)-Spulen kann eine weitere Signalverbesserung bis zum doppelten SNR erreicht werden - mit konventionellen Spulen würde dieses Ergebnis eine Felderhöhung auf ca. 18 Tesla erfordern. Eine weitere Besonderheit des BioSpec ist, dass bei der Aufstellung keine Hochfeld-Kabine zur Abschirmung notwendig ist, da das Gerät ein sehr geringes Streufeld besitz (Ultra Shield Refrigerated).
Mit der Installation des Tierscanners wurde eine neue, wichtige Methode der translationalen Forschung am ZI etabliert, die eine Übertragung der Forschungsergebnisse vom Tier zum Mensch und vom Mensch zurück zum Tier mit dem Vorteil der nicht-invasiven wiederholbaren Untersuchung verbindet. Dazu werden die Tiere für die schmerzfreie Untersuchung in Narkose versetzt. Die optimale Verknüpfung von präklinischer mit klinischer Forschung, kann aufgrund der Interdisziplinarität der Forschungsabteilungen am ZI ideal genutzt werden. Das Gerät wird aber auch den Forschungskooperationspartnern des ZI, wie die Medizinische Fakultät Mannheim und der Universität Heidelberg zur Verfügung stehen.
Innerhalb der Suchtforschung sind Projekte geplant, die sich insbesondere mit der Verbesserung von Therapieverfahren und der Rückfallprophylaxe bei Alkoholismus beschäftigen werden. Die Suchtforschung erhält mit den technischen Möglichkeiten des neuen 9,4 Tesla Tierscanners und dem am ZI bereits vorhandenen 3 Tesla Magnet-Resonanz-Tomographen in Verbindung mit dem translationalen Forschungsansatz eine europaweit einzigartige Forschungsposition.