16. Februar 2007 bis 27. Mai 2007
BERNARD PLOSSU
Retrospektive 1958-2006
Bernard Plossu ist ein fotografierender Reisender. Der Rhythmus seiner
Fotografien gleicht dem der Schritte eines Wanderers: schnell und
forsch wenn sich die Ereignisse, die sich dem aufmerksamen Blick des
Fotografen bieten, überschlagen; langsam und überlegt, wenn Gefühle
der Besonnenheit bedürfen. Plossus Fotografien sind die Werke eines
geduldigen, wohlwollenden, begeisterten und diskreten Beobachters.
Das Museum für Moderne und Zeitgenössische Kunst zeigt eine
Retrospektive des Künstlers mit etwa einhundert Fotografien. Sie
reichen von Plossus fotografischen Anfängen im Jahr 1958 über in
Indien, Mexiko, Niger und anderswo entstandene Werke bis hin zu
seiner letzten Arbeit, die das Ergebnis eines Streifzugs durch die
Straßburger Museen ist. Daneben zeugt eine umfangreiche Auswahl von
Veröffentlichungen (seit 1972 erschienen etwa 60 Monografien des
Künstlers), Dokumenten, Fotos und Zeitschriften von Bernard Plossus
künstlerischem Werdegang.
16. Februar 2007 bis 27. Mai 2007
CESAR DOMELA
Cesar Domela (Amsterdam, 1900 – Paris, 1992) ist einer der Pioniere
der internationalen Künstler-Avantgarde zwischen den beiden
Weltkriegen. Nach den Grundsätzen des Neoplastizismus von Mondrian
und Van Doesburg, deren Bekanntschaft er 1942 machte, schuf er
zunächst streng abstrakte Kompositionen. In der Folge entfernte er sich
von den Lehren der Gruppe und fand in seinen „Relief-Bildern“, mit
denen sein Werk auch heute noch identifiziert wird, zu einer eigenen
künstlerischen Sprache.Anliegen der Retrospektive ist es, Cesar
Domelas Auseinandersetzung mit der Fotomontage und der
Werbegrafik zu veranschaulichen. Diese Werke sind erstmals in ihrer
Gesamtheit zu sehen.
16. Februar 2007 bis 27. Mai 2007
INTERNATIONAL
Frank Nitsche wurde 1964 in Görlitz (ehemalige DDR) geboren. Die
Grundlage seiner Arbeiten bildet eine Magazin-Datenbank, deren Bilder
der Maler ordnet und zu einer Art Raster zusammenstellt. Auf den
ersten Blick erscheinen seine futuristisch anmutenden geometrischen
Abstraktionen zweidimensional und eben. Der aufmerksame Beobachter
entdeckt jedoch bald eine Vielzahl von Hinweisen auf die Arbeit des
Malers: Farbnasen, Flecke, pappige Kleckse. Die Linien, Konturen und
Achsen verbinden sich zu komplexen Perspektiven und rufen eine
merkwürdige Illusion von Tiefe hervor, in der sich ein von grell bis
Pastell reichendes Farbspiel entfaltet. Die Ausstellung setzt den Akzent
auf die jüngeren Arbeiten des Künstlers, dessen Werk zwischen
abstrakter und figurativer Malerei angesiedelt ist.
11. Mai 2007 bis 9. September 2007
DER SCHIMÄRENHAFTE HORIZONT,
ED RUSCHA – JEAN-MARC BUSTAMANTE
Jeder Horizont ist eine Schimäre, eine unerreichbare, virtuelle Grenze
am Rande des Sichtbaren, immer wieder verschoben, immer wieder
neu gezogen. Der Horizont suggeriert einen radikalen Bruch zwischen
Blick und Körper, er lässt den Menschen träumen und macht ihm
letztlich seine unwiderrufliche Verhaftung bewusst.
Dieses Motiv steht im Mittelpunkt der Ausstellung der Werke von Ed
Ruscha (geb. 1937 in Omaha, Nebraska; lebt in Los Angeles) und Jean-
Marc Bustamante (geb. 1952 in Toulouse, Frankreich; lebt in Paris). Sie
konfrontiert von 1960 bis heute entstandene Gemälde, Fotografien,
Zeichnungen, Skulpturen und Bücher miteinander, zeigt Parallelen und
Korrespondenzen zwischen den Werken auf und respektiert gleichzeitig
die Einzigartigkeit des schöpferischen Ansatzes der beiden Künstler.
Das Ergebnis ist eine zweistimmige Meditation über das Thema der
zeitgenössischen Landschaft und deren Weiterentwicklung, die
Bustamante und Ruscha im Ausloten der horizontalen Dimension
suchen („I'm a victim of the horizontal line and the landscape, which is
almost one and the same to me“, erklärte Ruscha 1988).
L'Horizon chimérique (Der schimärenhafte Horizont) ist der Titel eines
1920 posthum veröffentlichten Gedichtbandes des französischen
Lyrikers Jean de La Ville de Mirmont (1886-1914). 1922 vertonte
Gabriel Fauré vier dieser Gedichte unter dem gleichen Titel. Die von
Jean-Pierre Criqui konzipierte Ausstellung wird vom 10. Mai bis 9.
September 2007 im Straßburger Museum für Moderne und
Zeitgenössische Kunst und 2008 in der Londoner Whitechapel zu sehen
sein.
Musée d’Art moderne et contemporain
1, place Hans Jean Arp - F-67000 Strasbourg
Tél : (33) 03 88 23 31 31 - Fax : (33) 03 88 23 31
Les Musées de Strasbourg
Direktion : Fabrice Hergott
2, place du Château 67000 Strasbourg
Jahreskarte, gültig für sämtliche Museen der Stadt:
Einzelpersonen : 20€- Ermäßigt : 16 €
Die Jahreskarte gibt Anrecht auf eine Preisermäßigung für die Veranstaltungen im Auditorium des MAMCS.
Eintrittskarte für sämtliche Museen, Gültigkeitsdauer : 3 Tage 8 € (Keine Ermäßigung)
Eintrittskarte für sämtliche Museen, Gültigkeitsdauer : 1 Tag ;
Einzelpersonen : 6€ - Ermäßigt : 3 €
www.musees-strasbourg.org
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