SWR2-Info:
Hörspiele vom 03.03.-09.03.2008
in SWR2 und SWR4
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Dienstag, 04.03.2008
23.03 Uhr, SWR2
ars acustica
Neue Radiokunst international (VXI)
Radiokunst bei Radio France
Eine Anthologie
von Andreas Hagelüken
Regie: Andreas Hagelüken
Produktion: SWR 2008
Länge: 57 Minuten
In den letzten Jahrzehnten hat sich im Zeichen der »ars acustica« eine
international weit verzweigte Szene entwickelt. Ihre Wurzeln sind im
deutschsprachigen Raum im Neuen Hörspiel, in den meisten europäischen
Ländern aber im Umfeld der zeitgenössischen elektroakustischen Musik
angesiedelt. Aufführungsort ist zumeist das Radio, aber auch Klang-
bzw. Lautsprecherinstallationen, der Club, die Lounge und das Internet
und - besonders im französischsprachigen Raum - das akusmatische
Konzert. Die Anthologie XVI in der Reihe »Neue Radiokunst
International« widmet sich einer Produktion des »Radio Nacional de
España« und stellt die Arbeit des »Ateliér de création radiophonique«
beim französischen Rundfunk vor.
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Donnerstag, 06.03.2008
21.03 Uhr, SWR2
Krimi
Himmelreich und Höllental
Kriminalhörspiel
von Christine Lehmann
Musik: Arndt Wirth
Regie: Günter Maurer
Produktion: SWR 2007
Länge: 48 Minuten
Kriminaloberrat Xaver Finkbeiner, ein wortkarger Südbadener, baut im
Stuttgarter LKA als Profiler eine neue Abteilung auf. Während sich im
Büro noch die Umzugskisten stapeln, besucht er in der alten Heimat,
dem Südschwarzwald, seinen Jugendfreund Goll. Bei einer Wanderung auf
dem malerischen Jägerpfad stellt sich heraus: Tierarzt Goll steckt in
einer schweren Krise. Seine 13-jährige Tochter ist sterbenskrank,
seine Ehe wackelt und einige Tage zuvor hat er hier oben eine Leiche
gefunden. Herbert Wanner, ein Fleischfabrikant, musste sterben, weil
er Pferdefleisch für Hirsch verkauft hat. Aber ist das wirklich ein
Motiv für einen mittelalterlich anmutenden Ritualmord? Erst als die
zweite Leiche im Kühlhaus liegt, wird Finkbeiner klar: In Himmelreich
im Höllental ist nichts, wie es scheint. Die Idylle ist tödlich. Und
beinahe auch für ihn, wäre da nicht seine Assistentin Nina Brändle,
eine raubeinige schwäbische Blondine, die nach einem schweren
Motorradunfall nicht mehr im Außendienst arbeiten darf. Aber wozu eine
Waffe, Krücken tun?s doch auch! Die geschwätzige Nina Brändle ist als
sympathische Nervensäge so etwas wie Finkbeiners unwillkommener
Schutzengel, den er aber schätzen lernt, als es ihm ernsthaft an den
Kragen geht.
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Freitag, 07.03.2008
22.03 Uhr, SWR2
Hörspiel-Studio
Orpheus? Psykotron
Nach einem Pop-Art-Comic
von Dino Buzzati
Hörspielbearbeitung, Regie
und Komposition: Felix Kubin
Produktion: BR 2006
Länge: 55 Minuten
Orpheus, Sohn eines Erfinders und einer Sängerin, wird von der
versprengten Jugend für seine exzentrischen Konzerte gefeiert. Sein
Instrument, das Psykotron, kann Gedankenströme unmittelbar in
elektronische Signale aus Musik, Geräuschen und Sprache verwandeln.
Zusammen mit seiner großen Liebe Eura führt Orpheus ein unbekümmertes
Dandy-Dasein, bis eines Tages die Stadt von einer unheimlichen
Krankheit heimgesucht wird, der auch Eura zum Opfer fällt. Betäubt
vom Schmerz beschließt Orpheus, sie aus der Welt der Toten
zurückzuholen. Dank seiner Musik und psykotronischen Fähigkeiten
schafft er es, die magnetische Schleuse des »Schwarzen Stroms« zum
Jenseits zu passieren. In der Unterwelt begegnet Orpheus einem
korrupten Verwaltungsstaat, den die Konstante der Ewigkeit zu trister
Stagnation, Gefühlsarmut und Langeweile verdammt hat. Felix Kubin
entwickelte seine Neufassung des antiken Orpheus-Mythos? in Anlehnung
an Dino Buzzatis ungewöhnlichen Pop-Art-Comic »Orphi und Eura«, mit
dem der italienische Autor und Zeichner 1968 ein überraschend
modernes Spätwerk geschaffen hatte. Auf der musikalischen Ebene
treffen elektrofuturistische Popsongs auf abstrakte
Klangschichtungen, die Felix Kubin zusammen mit dem zeitgenössischen
Kammerorchester »ensemble intégrales« entwickelt hat.
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Samstag, 15.03.2008
21.05 Uhr, SWR4 BW
MUNDARTHÖRSPIEL
Das Gasthaus im Elsass
Teil 1
nach dem gleichnamigen Roman von Georges Simenon
aus dem Französischen von Angela von Hagen
Bearbeitung: Renate Greinacher
Regie: Ulrich Lampen
Produktion: SWR Freiburg 2006
Länge: 46 Minuten
Im Elsass, zwischen Gerardmer und Munster, liegt der kleine
Luftkurort La Schlucht. Dort, zu Beginn der dreißiger Jahre, hat
Georges Simenon seinen Roman »Das Gasthaus im Elsass« angesiedelt. In
dem bescheidenen Gasthaus wohnt seit Monaten ein gewisser Monsieur
Serge. Ein Mann von fünfzig Jahren, ein Müßiggänger und
Grandseigneur, doch derzeit knapp bei Kasse. Seine Rechnung hat er
auflaufen lassen. Energisch drängen nun die Wirtsleute auf Bezahlung.
Just zur gleichen Zeit werden Gäste aus dem Grandhotel bestohlen. Der
Verdacht fällt auf Monsieur Serge. Überdies ähnelt er einem
international gesuchten Betrüger. Der Fall ist so kompliziert, dass
Kommissar Labbé aus Paris anreist und die Ermittlungen übernimmt.
1931, als der Roman »Das Gasthaus im Elsass« erschien, trat auch
Kommissar Maigret erstmals an die literarische Öffentlichkeit.
Kommissar Labbé wirkt dabei wie ein Vorläufer seines später so
berühmt gewordenen Kollegen: Beide sind ruhige, korpulente
Kleinbürger, scharfe Beobachter und ermitteln gleichwohl aus der
Intuition heraus.
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Sonntag, 09.03.2008
18.20 Uhr, SWR2
Hörspiel am Sonntag
Nachts, ein weißer Sound
Von Marianne Zückler
Regie: Thomas Leutzbach
Produktion: WDR 2006
Länge: 50 Minuten
Manchmal ist das Leben nicht fair. Das weiß jeder. Auch Norbert, Nina,
Nele und Malte. Die vier kennen sich zwar nicht, aber in einer Nacht
kreuzen sich plötzlich ihre nicht ganz fair verlaufenden Wege: Während
die kleine Nele sich auf ihr Rad schwingt, weil sie weder die Mutter
noch die Schulkameraden weiter ertragen kann, will sich Nina in der
Großstadt verlieren, um nicht mehr an den nächsten Tag denken zu
müssen ? Prüfungsangst. Und als Nele mit ein paar Fledermäusen in
einem Schuhkarton ein kaputtes Auto findet, das auf dem Acker steht,
begegnen sich in der Stadt Nina und Norbert, der traurige
Zeitungsverkäufer, der seine Freundin verloren hat. Malte, der im Auto
eingekeilt ist, weiß nicht genau, was passiert ist ? eigentlich wollte
er nur feiern, dass er seine Krankheit überwunden hat. Während er sein
Handy irgendwo in der Ferne klingeln hört, überlegt Nina, ob Sex ihr
helfen würde, denkt Norbert über eine Brücke nach und flieht Nele vor
dem unheimlichen Autowrack.
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Veranstaltungshinweis:
Samstag, 1. März 2008
4. Karlsruher Krimitage
Tatort Ohr! Pre-Listening der SWR-Pilotfolge des ARD Radio Tatorts
"Himmelreich und Höllental" / Eintritt frei
Ort: Karlsruhe, Polizeipräsidium, Beiertheimer Allee 16, 76137 Karl
Beginn: 20.00 Uhr
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Samstag, 3. Mai
Die Falle oder die Studenten sind nicht an allem schuld / Hörstück
für Sprecher, Geräusche und Musik von Peter O. Chotjewitz Regie:
Richard Hey (Produktion: SDR / SR / WDR 1968)
Hörspielvorführung im Rahmen der KunstNacht
Die KunstNacht, die 2008 je 1x pro Quartal stattfindet, ermöglicht
dem Besucher Kunsterlebnisse ganz besonderer Art. Dabei ist das
gesamte Museum bis 24 Uhr geöffnet und bietet ein abwechslungsreiches
kulturelles Programm.
Ort: Stuttgart, Staatsgalerie Stuttgart, Beginn: 22.30 Uhr