Maßlose Chefetagen - Manager-Millionen ohne Risiko. Gefährliche Pillencocktails - Wechslwirkungen bei Medikamenten. Dubiose Finanzgeschäfte im Internet - Anleger werden abgezockt. Gieriger Staat - Bürger zahlen für Straßenbau. Die NVA und der Prager Frühling - Truppeneinsatz in letzter Minute verhindert.
Maßlose Chefetagen - Manager-Millionen ohne Risiko
http://frontal21.zdf.de/ZDFde/inhalt/16/0,1872,7242768,00.html
Die Entwicklung der Vorstandsgehälter hat sich abgekoppelt von der Entwicklung der Gehälter der
Mitarbeiter. Zu diesem Ergebnis kommt die neueste Studie des Berliner Wirtschaftsprofessors Joachim
Schwalbach. Der Leiter des Instituts für Management an der Berliner Humboldt-Universität untersucht
seit Jahren die Entwicklung der Vorstandsvergütungen in deutschen Unternehmen.
Manager und ihre Gehälter stehen immer wieder in der öffentlichen Kritik. Dabei halte der
Aufwärtstrend der vergangenen fünf Jahre an und habe einen neuen Höchststand erreicht, erklärt
Professor Joachim Schwalbach, Leiter des Instituts für Management an der Berliner
Humboldt-Universität, gegenüber dem ZDF-Magazin Frontal21. Die Vorstände der DAX-30-Unternehmen
verdienten im Jahr 2002 im Durchschnitt noch das 28-fache ihrer Belegschaften. Im Jahr 2007 stieg
die Vergütung auf das 52-fache an.
Diskutieren Sie dazu im Chat ab 21.45 Uhr mit dem Headhunter Wolfgang Bersch und
Wirtschaftsprofessor Joachim Schwalbach von der Berliner Humboldt Universität!
In den Chat gelangen Sie ab 21.45 Uhr über folgenden Link:
http://www.zdf.de/ZDFforum/ZDFde/inhalt/21/0,1872,5255669,00/
Gefährliche Pillencocktails - Wechslwirkungen bei Medikamenten
http://frontal21.zdf.de/ZDFde/inhalt/12/0,1872,7242316,00.html
Mindestens 50.000 Menschen sterben nach Angaben des klinischen Pharmakologen Jürgen Frölich jedes
Jahr an Neben- und Wechselwirkungen von Medikamenten. Vor allem ältere Patienten sind davon
betroffen. Denn sie leiden besonders häufig an mehreren Krankheiten und sollen verschiedene
Medikamente gleichzeitig einnehmen.
Frölich kritisiert, dass bislang viel zu wenig untersucht werde, welche Wechselwirkungen bei
Patienten auftreten. Außerdem würden vorhandene Erkenntnisse über Neben- und Wechselwirkungen nicht
so praxisgerecht ausgewertet, dass Ärzte damit arbeiten könnten. Frölich hat deshalb Ergebnisse
einer norwegischen Studie auf deutsche Verhältnisse übertragen. Gegenüber Frontal21 stellt er fest:
"Wir setzen in vielen Fällen Medikamente ein, über die wir mangelhaft informiert sind."
Wechselwirkungen seien nicht bekannt, ebenso wenig notwendige Anpassungen der Dosierung.
Diskutieren Sie dazu im Chat ab 21.45 Uhr mit Professor Jürgen Frölich, Leiter des Instituts für
Klinische Pharmakologie der Medizinischen Hochschule Hannover.
In den Chat gelangen Sie ab 21.45 Uhr über folgenden Link:
http://www.zdf.de/ZDFforum/ZDFde/inhalt/21/0,1872,5255669,00/
Dubiose Finanzgeschäfte im Internet - Anleger werden abgezockt
http://frontal21.zdf.de/ZDFde/inhalt/28/0,1872,7242780,00.html
Immer mehr Finanzgeschäfte werden im Internet abgewickelt. Jedoch tummeln sich auch hier zunehmend
Anlagebetrüger, die ihre Kunden um Millionen prellen. Gesetzgeber und Bankenaufsicht versagen beim
Schutz der Verbraucher, kritisieren Experten.
Sven Sch. ist abgetaucht. Mit dem Geld seiner Kunden ist er auf der Flucht vor seinen Gläubigern.
Zwischen 16 und 80 Millionen Euro soll er Anlegern schulden. Die Staatsanwaltschaft, die seit 2007
wegen des Verdachts des Betruges und Betriebes illegaler Bankgeschäfte gegen ihn ermittelt, konnte
bisher davon gerade mal zwei Millionen beschlagnahmen. "Wir gehen davon aus, das ist ja Grundlage
des Verdachts unserer Ermittlungen, dass die Gelder, nicht wie vertraglich vereinbart, angelegt
worden sind, sondern zu anderen, möglicherweise privaten Zwecken verbraucht worden sind", so
Staatsanwalt Rüdiger Hödl. "Die Ermittlungen gestalten sich, weil es alles über Internet abgelaufen
ist, natürlich zeitaufwendig und schwierig." Über die Internetseite Moneypay-Europe lockte Sven Sch.
seine Kunden an. Er gab sich als Experte auf dem sogenannten Forex-Markt, dem Handel mit Devisen,
aus und versprach hohe Renditen in kürzester Zeit. Ein riskantes Geschäft, bei dem neben viel
Erfahrung auch eine Menge Glück eine Rolle spielt, meint Opfer Peter Habelman, der selbst viel Geld
an den Anlagebetrüger verloren hat.
Gieriger Staat - Bürger zahlen für Straßenbau
http://frontal21.zdf.de/ZDFde/inhalt/31/0,1872,7241343,00.html
Die Ausbaubeiträge für die Sanierung von Straßen sind in deutschen Gemeinden zu einer bedeutenden
Einnahmequelle geworden. Die Kostenbeteiligungen wollen viele Bürger aber nicht mehr hinnehmen, denn
sie glauben mittlerweile, mit grotesken Gebührenbescheiden für Kosten herhalten zu müssen, mit denen
sie nichts zu tun haben.
In der im beschaulichen Thüringer Wald gelegenen Gemeinde Masserberg am Rennsteig bereitet derzeit
eine Brücke Kopfzerbrechen, die es nicht gibt und die auch keiner haben will. Manfred und Inge
Reichert wohnen im Ortsteil Fehrenbach in ihrem eigenen Haus. Das Grundstück wird an der Rückseite
vom Bach Biber begrenzt. Auf der anderen Seite der Biber verläuft der Brückenweg. Der wurde von der
Gemeinde saniert. Jetzt soll Familie Reichert dafür anteilig zahlen, obwohl der Weg vom Grundstück
aus überhaupt nicht zu erreichen ist. 3500 Euro soll der Reichert-Anteil an der Sanierung des Weges
nach Berechnungen des Amtes Masserberg kosten. Manfred Reichert weigert sich, auch nur einen Cent zu
zahlen, und legt Widerspruch ein. Doch die Gemeindeverwaltung beharrt auf ihre Forderung, da Familie
Reichert grundsätzlich die Möglichkeit hätte, eine Brücke über den nur zwei Meter breiten Bach zu
bauen und so einen Zugang zur sanierten Straße zu bekommen.