ist ein von mir initiiertes künstlerisches und grenzübergreifendes Projekt.
Im Jahre 2000 erfolgte mein erster Aufruf zu diesem Projekt über das Netz. Äußerer Anlass waren die katastrophalen Schäden, die der Orkan Lothar 1999 angerichtet hatte. Im Anschluss an die erste Ausstellung entstand eine digitale Dokumentation, die weitere Einladungen nach sich zog.
Rathaus – Pavillon Pforzheim
Bundesumweltministerium Bonn
namu – Naturkundemuseum Bielefeld
St. Jakobikirche Hildesheim
Seit 7 Jahren arbeite ich mit wechselnden künstlerischen Besetzungen an diesem Projekt. Mit den bisherigen KünstlerInnen entwickelte sich in einem stetigen Austausch neue Ausstellungskonzeptionen, die auch den veränderten Räumlichkeiten Rechnung trugen. Im Jahr 2006 betrafen das unsere Präsentationen im namu, Bielefeld und in der St. Jakobikirche, Hildesheim .
Das Naturkundemuseum „Namu“ ist als Schnittstelle zwischen Kunst und Wissenschaft prädestiniert, unserer ästhetischen Recherche über Bäume, Wälder und deren Nutzen und Nutzung Raum zu geben. Es ist auch der Ort, auf die immense ökologische Bedeutung jeden Baumes als Mikrokosmos und der Wälder als weltumspannender Grüngürtel hinzuweisen.
Wie oben schon angesprochen, ist es uns wichtig, das Ausstellungskonzept im Einklang mit den räumlichen Gegebenheiten auszuloten. Den jeweiligen Konstellationen nachzuspüren und sie im Kontext unserer Arbeiten zu betrachten. Diesen Zielen stellen wir uns immer wieder auf das Neue.
Thematisch fühlten wir uns von Anfang an „verpflichtet“, Kunst und Ökologie zu verbinden. In unserer Bildsprache formulieren wir Aussagen zur Natur, besonders zum Baum, zu Wäldern und versuchen, den Betrachter in das Geschehen einzubeziehen und interaktiv zu beteiligen. Mit ganz unterschiedlichen Mitteln, wie digitalen Medien oder auch traditionellen Arbeitsweisen, geschieht die Umsetzung der individuellen Intentionen.
In der Beziehung des Menschen zur Natur und explizit zu dem Baum zeigt sich zunehmend eine Tendenz, über die natürlichen Ressourcen rücksichtslos zu verfügen.
Unsere Gesellschaft hat mittlerweile die grausame Möglichkeit entdeckt, Natürliches auf bisher unvorstellbare Weise zu manipulieren. Wir erleben seit Jahrzehnten eine Intensivierung der Züchtung, durch die das, was früher als Natur galt, fabrikmäßig organisiert wird und maschinell zu funktionieren hat.
Individuelles und Natürliches wird ersatzteilhaft und warenmäßig reproduziert. Dem wollen wir mit unseren Arbeiten entgegen steuern.
Hier sehen wir uns in der Verantwortung und hoffen, dass unsere Konzepte als Denkanstoß dazu beitragen, für den Umgang mit der Natur sensibel zu machen.
Wir glauben, dass wir durch unsere intensive gemeinsame Arbeit an einem Projekt die Menschen erreichen. Ganz sicher ist in den vorhergehenden Gruppenkonstellationen ein erstaunliches Gefüge aus unterschiedlichen künstlerischen Positionen zum Thema Ökologie und Kunst entstanden und gewachsen.
Dem ist nur noch hinzuzufügen, dass im Jahr 2008 die gesamte Ausstellung im Umweltbundesamt Berlin-Dessau angefragt ist und die Planung dazu anlaufen sollte.
Da ich die Ausstellung nicht nur initiiert habe, sondern auch fotografisch und per Video festgehalten, lag es auch an mir, eine digitale Mappe zu dem Projekt fortlaufend zu erstellen. So entstanden zu jeder baum.welt -Ausstellung neue Dokumentationen.
Da sich die bisherige Gruppe aufgelöst hat, ist es nun mein Bestreben mit neuen KünstlerInnen die Ausstellung im Umweltbundesamt zu planen und zu realisieren.
Am 27.4. 2007 gibt es um 14.00 Uhr einen Ortstermin mit der dortigen Kunstbeauftragten Frau Hölters -Freier.
Aussagekräftige Bewerbungen zu diesem Projekt sollten bis zum 18.03.2007 bei mir eingegangen sein!
Ab dem 25.3. 2007 werden die ausgewählten KünstlerInnen informiert.
Die Bewerberinnen sollten sich mit dem obigen Text identifizieren können, Teamgeist besitzen und Ausstellungserfahrung mitbringen.
Zuschriften per Post oder Mail-Anhang!
Brigitte Neufeldt
Lindenstr.1
75378 Monakam
Fon: +49-7052-5501
mobil: +49-01709419
brigitte_neufeldt@web.de
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