
Wie man erfolgreich trojanische Pferde züchtet, haben erst kürzlich chinesische Computerspezialisten bewiesen. Den Hackern aus dem Land des Lächelns gelang es die geheimen E-mails der Bundeskanzlerin mitzulesen und sogar zu kopieren. Auch andere Computer der Bundesregierung waren von der Reiterattacke betroffen. Wie unser Chinakorrespondent Peng Pfui in Erfahrung bringen konnte kennen die Chinesen jetzt die Beförderungspraxis bei der Bundeswehr ebenso genau, wie die frivolen mails auf den PC´s des auswärtigen Amtes.
Bundesinnenminister Wolfgang Schäuble soll einem Herzkasper nahe gewesen sein, als er feststellte musste, auch sein Computer hatte Besuch aus China. Wie die kleinen Huftiere unbemerkt durch die Telefonleitung kommen konnten und wochenlang auf den Festplatten in Schäubles Ministerium ebenso unbemerkt weiden konnten, daran rätseln der Minister und seine Pferdeexperten immer noch. Auch die hauseigenen Reitlehrer und Jockeys sind ratlos.
Wolfgang Schäuble war schon als Kind ein Pferdenarr, berichtet ein Schulkamerad des Bundesinnenministers. „Sogar zur Schule hat er sein Schaukelpferd mitgebracht, aber er ließ mich nie darauf reiten, auch wenn Wolfgang immer bei mir abschreiben durfte", so Heinz K. Schäubles Banknachbar gegenüber dem Magazin „Zappenduster". Wie Heinz K. weiter zu berichten weis, soll Wolfgang Schäuble auch für den griechischen Helden Odysseus, den Vater des trojanischen Pferdes, geschwärmt haben und öfters gesagt haben: „Wenn ich groß bin werde ich Pferdezüchter, genau wie Odysseus".
Derweil schäumt Wolfgang Schäuble vor Wut. Alle seine Versuche ein eigenes trojanisches Pferd, das sich von elektronischen Daten ernährt zu zeugen, sind bisher fehlgeschlagen. Zuletzt scheiterte sogar der Versuch, Langzeitarbeitslosen in langwierigen Umschulungskursen das computergerechte Wiehern beizubringen. Jens D. berichtet: „Als 30köpfiges Hengstrudel wurden wir von der Arge Berlin Neukölln ins Bundesinnenministerium gesandt. Dort wurden wir mit Heu, Hafer und gemahlenem Elektronikschrott vollgestopft. Den meisten von uns musste schon am ersten Tag im Krankenhaus der Magen ausgepumpt werden. Icke verkotzte bloß einen langen Flur und das Arbeitszimmer eines Staatssekretärs. Aber am zweiten Tag der Umschulung futterte icke diensteifrig die Zimmerpflanzen eines hohen Beamten kahl und wurde wegen Vandalismus vor die Tür gesetzt".
Auch der Bundesverband für Eigentumsübertragung (BfEÜ) hat Minister Schäuble seine Hilfe für den geplanten Datenklau verweigert. Die hier organisierten Trick und Gewohnheitsdiebe lehnten es entschieden ab, bei ihren Streifzügen lediglich Festplatten mitgehen zu lassen und wertvollen Schmuck und Pelze liegen zu lassen. Sie forderten von Schäuble die Legalisierung sämtlicher Eigentumsübertragungen, was dieser jedoch aus Respekt vor dem Knüppel von Bundesjustizministerin Brigitte Zypries (SPD), zähneknirschend ablehnen musste.
Jetzt hat Bundesinnenminister Schäuble die Mähne endgültig voll. Damit die Sicherheit Deutschlands auch in Zukunft gewährt werden kann, hat der Innenminister den Startschuss zur „Operation Odysseus" abgefeuert. Hunderte von Spurensicherer aus allen Kriminaldienststellen der Republik sollen nach den Ruinen von Troja ausgesandt werden, um dort nach DNA Spuren des sagenumwobenen trojanischen Pferdes zu suchen. „Werden wir fündig, so klonen wir das trojanische Pferd und seinen Vater Odysseus gleich mit", soll Minister Schäuble einem Mitarbeiter bei einer Flasche schweren, griechischen Rotweins anvertraut haben.
Sollte auch dieser Versuch, einen Trojaner ohne Achillesferse zu züchten misslingen, soll der rührige Minister für unser aller innere Sicherheit bereits einen sogenannten Plan B in der Schublade haben. Experten rechnen damit, sollten sämtliche Pläne für den gesetzlich geregelten Datenklau misslingen, dass noch in dieser Legislaturperiode, der Besitz und der Betrieb sämtlicher Computer und Laptops bundesweit unter Strafe gestellt werden könnte. Auch an die Einführung eines PC-Waffenscheins für politisch Zuverlässige ist bereits gedacht. „Diesen PC-Waffenschein wird es allerdings nicht ohne vorhergehenden, positiv abgelegten, Idiotentest geben", war von einem hochrangigen Sicherheitsexperten aus Schäubles Pferdestall zu hören.
Quelle: linke zeitung

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