Die Geschichte des Städtischen Klinikums Karlsruhe reicht bis ins 18. Jahrhundert zurück. Als „Bürgerspital am Lidellplatz“ 1788 gegründet, wird es 1859 per Erlass in „Städtische Krankenanstalten Karlsruhe“ umbenannt. Der kontinuierliche Patientenzuwachs macht eine stetige Erweiterung unerlässlich.
Im Juli 1907 wird der Neubau im Hardtwaldgelände westlich der Grenadierkaserne eröffnet. Aus der Zusammenarbeit des städtischen Architekten Ernst Heinrich und ärztlichen Direktors Hofrat Prof. Dr. Bernhard von Beck sowie des Stadtbaurats Wilhelm Strieder entstand die neue Krankenhausanlage nach dem Motto: Praktisch für den Betrieb, schön für das Auge und nicht zu belastend für die Finanzlage der Stadt. Die Einweihung findet im Juli 1907 statt, die Verlegung der Patienten vom alten Spital folgt vier Wochen später. Die Privatpatienten werden in Droschken, die Übrigen mittels Sonderwagen der Straßenbahn verlegt. Die Patienten der ersten und zweiten Klasse finden in Ein- und Zweibettzimmern, die Patienten der dritten Klasse in Krankenzimmern mit 16 – 18 Betten ihren Platz.
Ebenfalls im Jahre 1907 wurde der erste Röntgenapparat in der chirurgischen Abteilung in Betrieb genommen. Im Februar 1934 erfolgt die Einweihung des neu erbauten OP-Traktes, der 1944 wieder durch Bomben zerstört wird. Von August 1945 bis Januar 1946 dienen die Krankenanstalten der U.S. Army als Militärkrankenhaus.
Nachdem im Keller des Krankenhauses, in Folge der Besatzung, zwei alte amerikanische Heidbrink-Narkosegeräte entdeckt werden, wird 1949 die erste Intubationsnarkose durchgeführt. 1964 eröffnet im Klinikum eine Intensivpflegestation, zu diesem Zeitpunkt einmalig in Baden-Württemberg. Die erste Wiederbelebung mit Elektroschock und Herzmassage sowie die erste Herzkatheteruntersuchung werden in diesem Jahr dort durchgeführt. 1967 wird den Patientinnen und Patienten eine der größten urologischen Kliniken der Region zur Verfügung gestellt. Im Gebäude der ehemaligen Landesfrauenklinik bietet seit 1987 die psychiatrische Klinik betroffenen Menschen fachkundige Hilfe durch Therapie an.
Auf der Grundlage des Gemeinderatsbeschlusses vom 15. März 1994, wird das Städtische Klinikum am 28. Juli 1994 als gemeinnützige Gesellschaft mit beschränkter Haftung in das Handelsregister eingetragen. Alleinige Gesellschafterin ist die Stadt Karlsruhe. Ein weiterer Neubau folgt 1997. In ihm stehen den Patienten unter anderem das Zentralinstitut für Bildgebende Diagnostik und die Zentrale Notaufnahme mit dem Hubschrauberlandeplatz zur Verfügung. Durch die Zusammenführung dieser Abteilungen in nur einem Gebäude kann den Patienten, gerade auch in Notfällen, eine besonders zeitnahe und qualitativ hochwertige Behandlung angeboten werden. Für die optimale Therapie bei Patienten mit chronischen Schmerzen wird eine Schmerzambulanz eingerichtet. 2003 wird das neue Gebäude für die moderne Frauen- und Kinderklinik fertig gestellt und bezogen.
Der weitere Grundstein für ein modernes Gesundheitszentrum, für das Städtische Klinikum Karlsruhe, ist gelegt.
Mit seinen 21 Fachkliniken und fünf angeschlossenen Instituten bietet das Klinikum als ‚Haus der Maximalversorgung’ Patientinnen und Patienten aus dem Stadt- und Landkreis Karlsruhe, den Regionen Mittlerer Oberrhein und Nordschwarzwald individuelle stationäre, vor- und nachstationäre, tagesklinische und ambulante Versorgungsleistungen sowie Servicedienste an. Alle Kliniken und Institute verfügen über eine Chefarzt- oder Institutsambulanz, in denen Patientinnen und Patienten privat oder auf Überweisung behandelt werden. Die Versorgung von Notfällen ist rund um die Uhr sicher gestellt.
Stationär finden im Städtischen Klinikum jährlich über 60.000 Menschen medizinische Behandlung und pflegerische Betreuung auf hohem Niveau. Dafür sorgen die rund 4.000 Ärzte, Pflegekräfte, Techniker, Arbeiter, medizinisch- technische und Verwaltungsangestellte des Städtischen Klinikums. Die Verweildauer der Patienten beträgt derzeit im Durchschnitt knapp acht Tage.
Die Geschäftsführung sieht es als zentrale Aufgabe an, das Klinikum in allen Bereichen zu einem modernen Dienstleistungsunternehmen umzuwandeln. Auf der Basis eines umfassenden Qualitätsmanagements soll das leistungsfähige Zentrum ein Netzwerk von medizinischen Dienstleistungen in der Region sein. Sich den Herausforderungen aktueller Gesundheitsfragen stellen sowie den medizinischen und pflegerischen Dienstleistungsgedanken für die Patienten noch weiter in den Vordergrund stellen – darum geht es im Jubiläumsjahr 2007.
Veranstaltungen für das Jahr 2007
www.klinikum-karlsruhe.com
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