Zusammen mit Art Garfunkel hat Paul Simon Musikgeschichte geschrieben: Der Ausnahmemusiker hat als einer von ganz wenigen Künstlern zuerst in einer Formation Welterfolge gefeiert und war danach beinahe ebenso erfolgreich auf Solopfaden. Im Jahr 2001 wurde Paul Simon auch solo in die Rock’n’Roll Hall of Fame aufgenommen, in der er mit dem Duo längst vertreten war. Mit „Sounds of Silence“ gelang ihm gemeinsam mit Garfunkel 1965 der internationale Durchbruch.
Nachdem sich Simon und Garfunkel getrennt hatten, war Paul Simon – der auch für das Duo schon fast alle Songs komponiert hatte – u.a. mit „Still Crazy after All These Years“ oder dem von seiner Liebe zur Weltmusik geprägten Album „Graceland“ außergewöhnlich erfolgreich.
An Preisen wurde Paul Simon alles zuteil, was die Welt zu bieten hat: Oscar, Golden Globe, 12 Grammys – das amerikanische Time Magazin hat ihn 2006 gar zu den 100 wichtigsten lebenden Persönlichkeiten der Welt gewählt. 2007 erhielt er den erstmals von der Library of Congress, der amerikanischen Nationalbibliothek, vergebenen Gershwin-Preis – deren Direktor schrieb: „Nur wenige Songwriter hatten einen größeren Einfluss oder leisteten einen größeren Beitrag zur Liedkultur als Paul Simon“, und hebt besonders „die Tiefe, stilistische Spannweite und wahre Schönheit seiner Musik sowie seine Fähigkeit, eine Brücke zwischen den Völkern und den Kulturen zu schaffen“ hervor.