7. Juni, 15 Uhr
Einweihung des neuen Plenterwald-Pfades
Führung ab dem Parkplatz Am Zollernblick
Auf einem Rundweg von 2,9 Kilometern wird die Besonderheit des Plenterwaldes innerhalb des Freudenstädter Stadtwaldes gezeigt. Am Eröffnungstag wird eine forstkundliche Führung von Mitarbeitern des Forstamtes stattfinden – Dauer ca. 1,5 Stunden. Später leiten Wegweiser und die neue Plenterwald-Pfad Broschüre den Besucher durch den Wald. Auf
11 Stationsschildern wird verdeutlicht was genau ein Plenterwald ist und worin er sich von anderen Wäldern unterscheidet - mit leicht verständlichen Beispielen und Bildern. Groß und Klein kann sich an Baumriesen und vielschichtigem Jungwuchs erfreuen sowie einen Einblick in die Kunst des Waldbaus bekommen. Genau wie der Waldgeschichtspfad und der Naturerlebnispfad ist der neue Plenterwald-Pfad auf Dauer angelegt.
14. Juni – 14. September
Ausstellung „O schöner grüner Wald“
Täglich von 10-18 Uhr im Stadthaus
Die über drei Etagen angelegte Ausstellung befasst sich mit dem „Wald vor der Haustür“. Vielschichtig wie der Wald selbst sind die Themen, die den Betrachter auf einen „Waldspaziergang“ durch das Stadthaus führen. Mit allen Sinnen, sachlicher Information und zahlreiche Waldeindrücken möchte die Ausstellung dazu beitragen, dass der Blick für diesen einmaligen Lebensraum geschärft wird. Der Wald ist nichts Selbstverständliches sondern ein Kulturgut, für das alle gemeinsam Verantwortung tragen – so die zentrale Botschaft der Ausstellungsmacher. Die Ausstellung wird geplant und durchgeführt vom Stadt- und Kreisarchiv Freudenstadt in Zusammenarbeit mit dem Kreisforstamt, der Frauengeschichtswerkstatt, dem Naturschutzzentrum Ruhestein, der Heinrich-Schickhardt-Schule Freudenstadt und dem Heimat- und Museumsverein für Stadt und Kreis Freudenstadt.
19. – 21. Juni
Fachtagung „Pro Silva“
Europas Förster treffen sich in Freudenstadt um über naturgemäße Forstwirtschaft in Zeiten des Klimawandels zu diskutieren und um den vorbildlich bewirtschafteten Stadtwald zu besichtigen. Weitere Informationen:www.prosilvaeurope.org
29. Juli – 23. August
Freudenstädter Sommertheater „Das kalte Herz“ von Wilhelm Hauff
Dienstag – Samstag 20.30 Uhr, Bewirtung ab 18.30 Uhr mit einem kleinen Kunsthandwerkermarkt
Mit festem Schuhwerk und wetterfester Bekleidung werden die Zuschauer auf eine sinnliche Reise in den Schwarzwald vor 200 Jahren mitgenommen, bei der sich Märchen und Gegenwart berühren. Der Theaterspaziergang findet auf dem Kienberg beim Friedrichsturm statt: Peter Munk, ein unzufriedener Köhler, wünscht sich vom Glasweiblein Geld und die ertragreichste Glashütte im Schwarzwald. Da ihm aber der nötige Intellekt fehlt, steht er bald vor dem Ruin. Um sich zu retten, lässt er sich mit dem Holländer Michel ein und verkauft ihm sein lebendiges Herz gegen ein steinernes. Dadurch wird er zwar wieder reich, verliert jedoch alle menschlichen Gefühle…
Weitere Informationen: HYPERLINK "http://www.sommertheater.info" www.sommertheater.info
28. September
Stadtwald-Fest – Nähe Panorama-Bad
10.30 – 18 Uhr
Der besondere „Tag der offenen Tür“ im Wald zeigt die ganze Vielfalt des Freudenstädter Stadtwaldes. Holz- und Waldprofis sowie Vereine und andere Institutionen zeigen LIVE das „Erlebnis Wald“ mit seinen interessanten und natürlichen Aspekten. Es gibt Vorführungen und einen Erkundungsrundgang. Zapfenpflücker und Schindelmacher, Bogenschießen oder Kletterwand, Kinderquiz oder Brennholzaufbereitung, mit dem Kalkungshubschrauber über den Stadtwald fliegen – das sind nur einige der zahlreichen Programmangebote. Für das „leibliche Wohl“ ist im geräumigen Festzelt gesorgt.
Zusatzinfos:
Wie kam Freudenstadt zum Stadtwald, wie entstand die Plenterwaldbewirtschaftung?
Angefangen hat alles im Jahr 1833. Die Stadt Freudenstadt bekam vom Königreich Württemberg ein 2.200 Hektar (ha) großes Waldgebiet. Dieser Waldablösevertrag war die Grundlage für die enge Bindung der Freudenstädter zu ihrem Wald, der jahrzehntelang als reiner Rohstofflieferant genutzt wurde.
Das änderte sich, nachdem der damalige Stadtschultheiß Alfred Hartranft das Ziel setzte, aus Freudenstadt eine bekannte Kurstadt zu machen. Durch die Anbindung an den Schienenverkehr mit der Gäubahn wurde Freudenstadt 1878 an Stuttgart angeschlossen – die ersten „Luftschnapper“ kamen. Neue Hotels wurden gebaut, das Kurviertel entstand und florierte.
Zeitgleich machte sich der damalige Forstinspektor Heinrich Holland Gedanken zu der forstlichen Weiterentwicklung des Freudenstädter Waldes. Er lehnte den weit verbreiteten Kahlschlag ab und favorisierte die Plenterwaldbewirtschaftung – damals sehr verpönt.
Das Ziel aus Freudenstadt eine Kurstadt zu machen und dazu die stadtnahen Wälder einzubeziehen, veranlasste 1908 den Gemeinderat festzulegen, dass der Stadtwald nicht nur als Rohstofflieferant sondern auch als schöner „Parkwald“ für die Kurgäste genutzt werden sollte. Ein neuer Forstplan entstand, die Plenterwaldbewirtschaftung war das Ziel: In einem Plenterwald stehen Bäume aller Altersstufen in einer bunten Mischung zusammen, wie bei einer Großfamilie. Das ergibt ein lebendiges und ästhetisch ansprechendes Waldbild.
Mit dieser langfristigen und naturgemäßen Strategie distanzierte sich Freudenstadt von dem bisherigen Kahlschlag. Damit war Freudenstadt seiner Zeit voraus. Heute ist die Plenterwaldbewirtschaftung für Forstleute und Waldbesitzer zeitnah und zukunftsorientiert.
Bildunterschrift:
Dieses Gesamtprogramm mit unterschiedlichen Veranstaltungen zum diesjährigen Waldjubiläum liegt bei der Tourist-Information und im Freudenstädter Rathaus aus.
www.freudenstadtwald.de
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