Auf Einladung von DIAK-Radio, dem Patientenradio des Diakonissenkrankenhauses Karlsruhe-Rüppurr, stellt Journalist und Buchautor
sein neuestes Buch „Ich war ein weißer Farmer in Afrika“ vor. Der Abend
wird moderiert von Dr. Wolfgang Wegner und u.a. live im DIAK-Radio, dem
Klinikrundfunk des Krankenhauses, in die Zimmer der Patienten übertragen.
RAF-Terroristen-Prozesse beobachtet und darüber berichtet hatte, musste
Deutschland verlassen, weil er als mutmaßliches Opfer der RAF unter einem
enormen Druck stand. Er ging als Reiseveranstalter und Farmer nach Afrika,
um dort ein neues Leben zu beginnen.
„Bereits seit meinem dreizehnten Lebensjahr träumte ich von Afrika“, erzählt Stuberger, „und seither hat mich Afrika auch nie mehr losgelassen.“
Aufgrund der Bedrohung durch die RAF nutzte Stuberger „die Ungunst der Stunde“ und wanderte nach Namibia aus.
„Ich wollte dort mein restliches Leben verbringen,“ so Stuberger,
„doch die Erfahrungen mit den Weißen, die ja die Nachfahren der deutschen
Kolonisten sind, waren enttäuschend.“
Er, dem ein respektvoller und vorurteilsfreier Umgang mit allen Menschen wichtig war, machte sich unter den Farmern bald zum Außenseiter, als er damit begann, die Lebens- und Arbeitsbedingungen der schwarzen Angestellten zu verbessern.
Misstrauen und Intrigen von Seiten der anderen weißen Farmer ließen
Stuberger nach fünf Jahren in Namibia aufgeben. Er kehrte nach Deutschland
zurück. Dennoch zog er das Fazit: „Namibia ist für mich das schönste Land
der Erde.“