Der weiße Winter macht in Baden-Württemberg zumindest vorerst eine Pause - statt Skifahren und Rodeln ist derzeit fast überall im Südwesten eher Wandern angesagt. Abgesehen vom Liftverbund Feldberg im Südschwarzwald, der am Sonntag 18 laufende Lifte meldete, standen sie im Land sonst fast überall. «Derzeit ist kein Liftbetrieb möglich», hieß es größtenteils bedauernd auf den Internetseiten oder den automatischen Telefonansagen der Liftbesitzer. Zumindest im Schwarzwald, wo noch größere Schneeflächen glänzten, wurden die Wanderer dafür mit strahlendem Sonnenschein verwöhnt. «Es ist wunderschön hier oben», sagte eine Sprecherin des Berghotels Mummelsee bei Seebach (Ortenaukreis). Der See war am Sonntag noch gefroren, durfte aber nicht mehr betreten werden. Traurig sah es dagegen an den Skihängen aus: «Aufgrund des Tauwetters sind unsere Lifte nicht mehr in Betrieb», hieß es etwa am Skilift Donnstetten in Römerstein (Kreis Reutlingen).
Am meisten Schnee gab es nach Angaben des Deutschen Wetterdienstes noch am Feldberg, wo 49 Zentimeter gemessen wurden. In Freudenstadt oder in Meßstetten (Zollernalbkreis) lag demnach nur noch jeweils ein Zentimeter der weißen Pracht. «Auch in den nächsten Tagen wird sich das nicht wesentlich ändern», sagte Meteorologe Max Miller in Stuttgart. Wenn es ab Dienstag oder in der zweiten Wochenhälfte wieder schneit, dürfte dies seiner Einschätzung nach nur Lagen oberhalb von 1.000 Metern zugute kommen.