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02.05.2007
6. Internationales Bluegrass Festival - 2008 - Bühl
03.05.2008



Bürgerhaus Neuer Markt in Zusammenarbeit mit dem Verein "Kleinkunst im Schütte-Keller".


The Claire Lynch Band (USA)

Claire Lynch, Gesang, Gitarre/ Jim Hurst, Gesang, Gitarre/ David Harvey, Gesang, Mandoline/ Missy Raines, Bass

Bereits 1997 wurde Claire Lynch von der IBMA zur besten Bluegrass Sängerin gewählt. Im Jahre 2000 zog sie sich ins Privatleben zurück, nur um 2005 mit dem Aufbau einer neuen Band zu beginnen. Ein neues Album mit dem Titel „New Day“ erschien 2006. Ein Song daraus, „Train Long Gone“, wurde 2006 von der IBMA zum besten Song und Claire Lynch als beste Sängerin des Jahres nominiert, ihr Gitarrist, Jim Hurst, erfreute sich einer Nominierung als bester Gitarrist und die legendäre Missy Raines erhielt den Award als beste Bassistin.

Claire Lynch repräsentiert neben Alison Krauss, Rhonda Vincent und Valerie Smith, die moderne Bluegrass Music unter weiblicher Inspiration und Führung.


The Wilders (USA)

Betse Ellis, Gesang, Fiddle/ Ike Sheldon, Gesang, Gitarre/ Phil Wade, Gesang, Dobro, Banjo, Mandoline/ Nate Gawron, Gesang, Bass

The Wilders, eine energiegeladene Old Time Band aus Kansas City/Missouri, kommt zum ersten Mal nach Mitteleuropa und interpretiert nicht nur die alten Stringband- und Fiddle-Tunes, sondern erinnert auch an die herrlichen Songs von Roy Acuff, Hank Williams, Lefty Frizzell und der Carter Family. Auch Eigenkompositionen gehören zum Repertoire dieser Gruppe, die die Country Music dort abholt, wo sie ab Mitte der 40er Jahre zum Steigbügelhalter des Rock‚n’ Roll wurde. Die Bühnenshow ist unglaublich.


Turquoise (F)

Natalie Shelar, Gesang, Bass/ Jeanmarie Peschiutta, Gesang, Gitarre/ Christian Seguret, Gesang, Mandoline/ Jean-Marc Delon, Gesang, Banjo/ Joost van Es, Gesang, Fiddle

Nachdem die Gruppe „Turquoise“ bereits 2004 beim 2. Internationalen Bühler Bluegrass Festival stürmisch gefeiert wurde, konnte sie nun ein weiteres Mal verpflichtet werden und tritt bereits am Vormittag ab 10.30 Uhr mit einer kleinen Open-Air-Kostprobe in der Bühler Innenstadt auf.

Die Band kommt aus Vichy/Frankreich und ist eine glückliche Verbindung von 5 Musikern aus 4 Nationen. Natalie kommt aus den USA, aus Tucson/Arizona, Jeanmarie stammt aus Italien, Christian und Jean-Marc sind Franzosen und Joost kommt aus den Niederlanden. Die Gruppe präsentiert nicht nur moderne Bluegrass Music vom Feinsten, sondern versteht sich auch auf den akustischen Swing. Die Bühnenshow ist Extraklasse.


Sacred Sounds of Grass (D)

(Europas Bluegrass-Gospel Band No.1)
Thilo Hain, Gesang, Banjo/ Sam Hain, Gesang, Mandoline/ Alfred Bonk, Gesang, Bass/ Heiko Ahrend, Gesang, Gitarre

1979 gegründet, gilt die Gruppe „Sacred Sounds Of Grass“ als eine der ältesten, wenn nicht gar als die älteste Bluegrass Band Deutschlands. Zunächst spezialisiert auf Gospelsongs, hat diese Formation auch längst weltliches Tongut im Repertoire. Mit ihrem klassischen Bluegrass Sound wird die Gruppe auch als die authentischste Bluegrassband außerhalb der USA apostrophiert. In den USA wurde Sacred Sounds Of Grass auf 3 Tourneen frenetisch gefeiert und Thilo Hain wurde gar in Wien 1998 bei den „World Music Events“ als bester Banjospieler Europas ausgezeichnet.


Roland Heinrich & The Jimmie Rodgers Experience (D)

Roland Heinrich, Gesang, Gitarre, Mundharmonika/ Rudie Blazer, Hawaiian Steel Guitar, Lap-Steel, Gitarre, Mandoline/ Nout Grupstra, Fiddle, Mandoline, Banjo, Singing Saw, Akkordeon/ Oldrik Scholz, Ukulele, Bass/ Markus Krieger, Tuba

Die Welt der Country Music gedenkt im Jahre 2007 des 110. Geburtstags von Jimmie Rodgers, des Vaters der Country Music und des ersten erfolgreichen weißen Bluessängers. Gestorben ist er bereits 1933 im Alter von erst 35 Jahren. Aus diesem Anlass und aufgrund der selbstgestellten Verpflichtung beim 5. Festival am 5.5. mit einer 5. Band aufzuwarten, präsentiert sich in Bühl der in Deutschland reinkarnierte Jimmie Rodgers in der Person von Roland Heinrich zusammen mit Musikern, die ganz im Geiste von Rodgers die Musik der späten 20er und frühen 30er Jahre praktizieren. Roland Heinrich, der über 2 alte LPs zur Musik von Jimmie Rodgers fand, übersetzte die Songs von „America’s Blue Yodeler“ ins Deutsche oder besser, in eine deutsche „Umgangssprache“, wie sie in Großstadtkneipen gepflegt wird, setzte dem Ganzen den näselnden Tonfall von Rodgers auf und trifft damit den Zuhörer mitten ins Herz: ...Ich heul’ in mein Bier, heul’ in mein Bier. Ich sitz’ jeden Abend hier, willst Du ein paar Nüsse? Komm, setz’ Dich zu mir. Bestell Dir nen Drink und treib mir die Trübsal aus...!

Roland Heinrich & The Jimmie Rodgers Experience, ein musikalisches Erlebnis der besonderen Art.



Bürgerhaus Neuer Markt
Europaplatz
77815 Bühl

Tel (07223) 9316-16
Fax (07223) 9316-18
info.bnm@buehl.de

in Zusammenarbeit mit dem Verein "Kleinkunst im Schütte-Keller e.V."

Was ist Bluegrass? - Geschichte des Bluegrass


Die „Bluegrass Music“ kommt ursprünglich aus dem Südosten der USA. Auf der Basis der alten Fiddle Tunes und der Stringband Musik, sprich der traditionellen Musik des ländlichen Südens der USA mit ihren starken anglo-keltischen Wurzeln, hat sich ab Ende der 30er Jahre des 20. Jahrhunderts ein Stil der Country Music entwickelt, der ab Mitte der 40er Jahre als „Bluegrass“ in die Geschichte der ländlichen Musik Amerikas eingehen sollte.

Der Sänger und Mandolinenvirtuose Bill Monroe aus dem US-Bundesstaat Kentucky, dem sogenannten „Bluegrass State“, hat ab Ende der 30er Jahre mit seiner Band heftig experimentiert und eine ungeheuere Sturm- und Drangphase durchgemacht. Zunächst hat er die Musik „demokratisiert“. War früher die Fiddle fast ausschliesslich das Melodieinstrument, so wurden bei Bill Monroe die Instrumente gleichwertig behandelt. Jeder Musiker, ob Fiddler, Gitarrist, Mandolinenspieler oder Banjozupfer, alle mussten solistische Fähigkeiten mitbringen und mussten vor allem in der Lage sein, jazzmässig zu improvisieren. Dies vor allem macht neben den Songtexten den hohen intellektuellen Anspruch der Bluegrass Music aus, die übrigens ihren Namen mit Hilfe der amerikanischen Radio Disc Jockeys bekam. Die nannten nämlich die Musik von Bill Monroe & His Bluegrass Boys einfach kurz und bündig „Bluegrass Music“.

Wichtiges Merkmal dieser Bluegrass Music: Sie wird „unplugged“ gespielt, das heißt rein akustisch produziert. Das Banjo wird dabei im sogenannten „3-Finger-Picking-Stil“ gezupft, was eine sehr rasante, synkopierte Spielweise erlaubt. Die klassische Besetzung einer Bluegrass Band ist auch heute noch: Fiddle, Gitarre, Banjo, Mandoline und Kontrabass, wobei längst auch die Dobro-Gitarre (Resonatorgitarre gespielt im hawaiischen Stil mit Steelbar und Fingerpicks) große Bedeutung gewonnen hat.

Ab Ende der 40er Jahre breitete sich die Bluegrass Music in den USA, vor allem im Südosten, sehr rasch aus, sie wurde immer populärer und neue Bands schossen wie Pilze aus dem Boden. Auch an der Westküste etablierte sich eine lebendige Bluegrassszene und als Bluegrass Bands auch beim Newport Folk Festival und sogar in der New Yorker Carnegie Hall frenetisch gefeiert wurden, da war das Eis gebrochen. Man überschritt die Landesgrenzen und längst existiert auch in Japan und in Europa, vor allem in Holland, Italien, Frankreich, Deutschland und der Schweiz eine lebendige Bluegrassszene, die auch von den Amerikanern anerkannt wird.

Walter Fuchs

www.bluegrass-buehl.de


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