Also bohrte man in drei Fässer Löcher, steckte mit Pulver gefüllte Büchsen hinein und füllte die Fässer anschließend mit Spänen. Bei Einbruch der Dunkelheit wurden die Pulverladungen gezündet.
Das war vor genau 500 Jahren und man kann durchaus sagen, dass dies die Geburtsstunde des Konstanzer Seenachtfestes war, denn fortan wurde das Seefeuerwerk in regelmäßigen Abständen wiederholt. Die Zahl der Zuschauer hat sich seitdem vervielfacht und das Feuerwerk hat sich zu einem gigantischen High Tech-Spektakel entwickelt, doch damals wie heute wird gegen 22 Uhr von einem Schiff aus gezündet, das in der Konstanzer Bucht vor Anker liegt.
Nachdem in den vergangenen drei Jahren chinesische, italienische und spanische Pyrotechniker für eine ordentliche Portion Exotik beim Konstanzer Seenachtfest gesorgt haben, wird das Musikfeuerwerk – eines der größten Seefeuerwerke Europas - auch dieses Jahr wieder außergewöhnlich: Deutsche und Argentinische Weltklasse-Pyrotechniker inszenieren gemeinsam eine Show, die unter die Haut geht.
Der besondere Reiz dieses furiosen Feuerwerks sind seine überraschenden Gegensätze: Auf der einen Seite die farbgewaltige Choreographie der deutschen Pyrotechniker, die voller technischer Raffinessen und unerwarteter Effekte steckt. Auf der anderen Seite die temperamentvolle Show der Argentinier, die den Himmel zu Tangomusik in ein gewaltiges Parkett verwandeln. Zu pulsierenden Rhythmen weben sie ihre Choreographie ins Firmament, bis es unterm Sternenzelt knistert. Der Takt der Musik wird dabei von zahlreichen eindrucksvollen Akustik-Effekten begleitet.
22.15 Uhr: Beginn des Deutsch-Argentinischen Musikfeuerwerks (deutsche Seite)