Seit 1985 gastieren immer zu Beginn der Sommerferien verschiedene Tourneetheater im Rahmen der Freilichttheater-Reihe in Maulbronn und unterhalten ihr Publikum im einmaligen Ambiente des Klosterhofes mit Satiren, Komödien, Dramen, Klassikern und Kinderstücken.
DER DIENER ZWEIER HERREN - Komödie von Carlo Goldoni
27. Juli 2008 - 20.30 Uhr
Es gastiert: Badische Landesbühen Bruchsal
Aus der schieren Not heraus tritt der arme Truffaldino gleich bei zwei Herren in den Dienst. Mit etwas Geschick müsste es doch einem gewieften Kerl wie ihm gelingen, die beiden Herrschaften zugleich zufrieden zu stellen. Die Tatsache, dass Signor Fe-derigo und Signor Florindo im gleichen Gasthof abgestiegen sind, müsste die Sache erheblich erleichtern - denkt Truffaldino. Doch die Aufgabe erweist sich als knifflig und fürs Essen bleibt keine Zeit. Ständig wird er mit mysteriösen Aufträgen hin und her geschickt. Natürlich darf der eine Herr von dem andern nichts erfahren, damit Truffaldinos Spiel nicht auffliegt. Mit immer verrückteren Notlügen versucht er, den Kopf aus der Schlinge zu ziehen. Doch auch Truffaldino weiß nicht alles: Sein erster "Herr" - ist eigentlich eine Frau mit Namen Beatrice. Sie reist unter dem Namen und in der Verkleidung ihres Bruders Federigo. Jenen Bruder aber hat ihr Geliebter Flo-rindo im Streit getötet, weswegen dieser jetzt auf der Flucht ist. Truffaldinos zweiter Herr ist niemand anderes als eben jener Florindo.
Carlo Goldonis DER DIENER ZWEIER HERREN steht für die italienische Commedia dell`Arte schlechthin. Voller Witz, Charme und Akrobatik ist sie nirgends besser auf-gehoben als im Sommertheater unter strahlend blauem Himmel.
MEIN FREUND WICKIE - Musical für die ganze Familie nach den Erzählungen von Rune
29. Juli 2008 - 18.00 Uhr
Es gastiert: Theater auf Tour, Frankfurt/Main
„Mein Freund Wickie“ ist die Geschichte eines ängstlichen und schwachen, aber un-geheuer pfiffigen Wikingerjungen, der
seinen Vater und dessen Gefährten auf deren Raubzügen um die Welt begleitet und die verschiedensten Abenteuer erlebt.
Wickie siegt nicht mit Schwert und Muskelkraft, sondern mit Verstand, er trickst mit Köpfchen die Wölfe aus, und auch der gefürchtete Gröhl unterliegt letztendlich Wi-ckies List.
Als groß und stark werden die Wikinger dargestellt, als raue Gesellen und tapfere Männer. Die Kinder begegnen so bekannten Figuren wie Wickies Vater Halvar, dem Schmied und Seher Orne oder Snorre, der als echter Wikinger durchaus Gefühl zeigt und Tränen vergießt.
Überwiegend musikalisch erfahren die Zuschauer von dem Leben der Wikinger, die in einem Dorf im hohen Norden leben und eines Tages beschließen, auf Raubzug zu gehen. Wickie soll zu Hause bleiben, bis er keine Angst mehr vor den Wölfen hat.
Auch die Frage, wie man Wölfe behandelt, klären die Wikinger musikalisch: „Haut´se, haut´se, immer auf die Schnauze!“, geben sie als Empfehlung weiter und spielen sich mit Liedern dieser Art in die Herzen der Zuschauer.
Selbstverständlich geht die Tour vorbei am Nordkapriff ohne Wickie schief und wie-der einmal muss er beweisen: „Klug und listig muss man sein, um zu überleben, nur so kann man diese Welt aus den Angeln heben!“
Auch gibt es eine lustige Szene, wenn Wickie den schwergewichtigen Gröhl nach einem Fressgelage mit einem Trick aus dessen Thron befreit. Spannend wird es während einer Schwertkampfszene zwischen den beiden Wächtern. Die Kinder ler-nen, „dass man keine Angst vor dem Schwarzen Mann haben muss, weil auch er nur ein Wicht ist“. Am Ende wird auch der vermeintlich böse Gröhl gutmütig, gibt nach, um den Ring zu erhalten und verspricht, niemals wieder Streit zu suchen.