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29.03.2008
15. CineLatino und CineEspañol - 2008 - Tübingen, Stuttgart, Heidelberg, Frankfurt, Freiburg
16.-30.04.2008



CineLatino hat sich in seinem vierzehnjährigen Bestehen zum wichtigsten Forum für lateinamerikanische Filmkultur in Deutschland entwickelt und findet als einziges Festival fast zeitgleich in fünf deutschen Städten statt. Das Festival ist ein großer Publikumserfolg, was jährlich wachsende Zuschauerzahlen verdeutlichen: Im letzten Jahr kamen mehr als 15.000 Besucher.
In Tübingen und Stuttgart zeigt CineEspañol die europäische Brücke zum lateinamerikanischen Film: das vielfältige spanische Filmschaffen mit experimentier-freudigen Dokumentarfilmen und sozialen, aber auch skurrilen Spielfilmen. Eine umfangreichen Kurzfilmschau präsentiert die Preisträger des bedeutendsten Kurzfilmfestes in Spanien „Alcine“ und die frühen Kurzen von Javier Fesser. Der Eröffnungsfilm „7 vírgenes“ von Nachwuchsregisseur Alberto Rodríguez zeigt großartige, in San Sebastián prämierte Schauspielkunst.

Samba, Fußball und Filme: Brasilien ist ein Land der großen Widersprüche und zählt neben Argentinien und Mexiko zu den wichtigsten und innovativsten Kinoländern Lateinamerikas. Der Länderschwerpunkt zeigt mit Spiel- und Dokumentarfilmen ein breites Spektrum der Realitäten dieses riesigen Landes: die harten Auswirkung der gesellschaftlichen Veränderungen bis hin zu den ursprünglichen Traditionen. Was „City of God“, der Publikumserfolg des CineLatino 2003, nicht erzählte, zeigt „Quase dois irmãos“ von Lúcia Murat. Ein Drama über zwei Freunde unterschiedlicher sozialer Herkunft, das nicht nur die Gewalt themasiert, sondern ihre Ursachen sucht, ausgezeichnet mit dem Publikums- und beste Regie-Preis beim argentinischen Festival Mar del Plata. Einem wichtigen Vertreter des unabhängigen brasilianischen Filmschaffens gilt die Werkschau: Paulo Sacramento, kompromissloser Regisseur, Produzent und Cutter wird mit drei Filmen vorgestellt: Mit “O prisioneiro da grade de ferro“ gelingt es ihm, einen tiefgründigen Blick auf die brasilianische Lebenswelt hinter Gittern zu werfen, bei dem die Sträflinge selbst ihren Alltag drehten. „Quanto vale ou é por quilo“ und „Amarelo Mango“ ergänzen den Überblick über sein Werk.

Ergänzend findet die Studium Generale Vorlesungsreihe der Universität Tübingen zum Thema „Brasilien – Deutschland: Literarische und wissenschaftliche Beiträge zum gegenseitigen Bild“ statt mit Vorträgen über wechselseitige Spiegelungen in Literatur, Biologie, Geographie und Politik.

Der Schwerpunkt Migration thematisiert mit vier Filmen die verschiedenen Aspekte diese Massenphänomens: von der Schwierigkeit der Immigration in die USA, gelungener Integration am Beispiel mehrerer Generationen bis hin zum Wunsch nach Rückkehr. In Zusammenarbeit mit mehreren Deutsch-Amerikanischen Instituten.

Weitere filmische Highlights: Der umstrittenste Film des Festivals kommt aus Mexiko. „Batalla en el cielo“ von Carlos Reygadas, der bereits mit „Japón“ einen wegweisenden Film drehte. Aus Argentinien kommt „El viento“ von Eduardo Mignogna, der 64 Jahre lang mit der Idee für diesen Film über Identität, Schuld und Gerechtigkeit schwanger ging. Hevorragende Dokumentarfilme wie „Estamira“ von Marcos Prado, in Marseille ausgezeichnet und „El cielo gira“ von Mercedes Álvarez runden das Programm ab.

Als Gäste werden der Altmeister des kubanischen Kinos, Huberto Solás, erwartet, der seinen neuen Film „Barrio Cuba“ über Menschen in Havanna vorstellen wird. Aus Venezuela kommt die seit 1977 aktive Filmemacherin Solveig Hoogesteijn und Paulo Sacramento wird seine Werkschau persönlich vorstellen. Georgina Garcia Riedel wird zum Schwerpunkt Migration ihren Film „How the Garcia Girls spent their summer“ präsentieren.

Das Festival wird von der Arbeitsgemeinschaft CineLatino (bestehend aus den Filmtagen Tübingen und der Deutsch-Brasilianischen Kulturgesellschaft) in Zusammenarbeit mit dem Aktionszentrum Arme Welt Tübingen, dem Club Voltaire Tübingen, dem Dachverband der Lateinamerikanischen Vereine Stuttgart, dem Medienforum Heidelberg e.V., dem deutschen Filmmuseum in Frankfurt am Main und dem Kommunalen Kino in Freiburg veranstaltet.



CINELATINO, Filmtage Tübingen e.V.
Hintere Grabenstr. 20
D-72070 Tübingen

Tel.: +49-7071-56 96 0/61/57/58
Fax: +49-7071-56 96-96


www.filmtage-tuebingen.de/latino


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