
Dieser Einladung folgen in jedem Jahr viele tausende begeisterte Besucher, die nicht nur aus der nahen Umgebung sondern aus dem gesamten Bndesgebiet anreisen. Wer sich schon immer interessiert hat, was auf pfälzer Feldern, in den Weingärten, Scheunen, Kellern und Ställen passiert, der kann hier alle Fragen stellen und sich von den kulinarischen Köstlichkeiten verführen lassen.
Fachkompetente Auskunft kann nicht nur bei Erzeugern eingeholt werden. Auch die Präsentationen von landwirtschaftlichen berufsständischen Institutionen, Verbänden und Vereinen bieten einen tiefen Einblick in die landwirtschaftlichen Arbeitsbedingungen in der Pfalz.
Die Pfalz gehört zu den frühesten Anbaugebieten in Deutschland, was durch die Landschaft, den Boden und das warme Klima begründet ist. Die Klimavoraussetzungen zusammen mit den unterschiedlichsten Bodenarten des Raumes - mal fruchtbare, kräftige Lehmböden aus Löß, mal nährstoffarme, aber leicht erwärmbare Buntsandsteinverwitterungsböden- machen die Vorder- und Südpfalz zu dem bevorzugten Wein-, Gemüse-, Kartoffel- und Obstanbaugebiet.
Wem läuft nicht das Wasser im Mund zusammen beim Gedanken an erntefrisches Obst und Gemüse, an Obstsäfte, Nüsse, Honig, Met, Ziegen- oder Pferdewurst, Leckeres vom Geflügel, Öle, Essig, Senf, Brot, Nudeln, Eier, Käse, Gelees und Kräuter – und das alles aus heimischer Produktion.
Man kann sich stärken mit Grumbeersupp mit Quetschekuche, Grumbeere mit weiße Käs’, Kürbispuffer, Pfälzer Saumagen, deftiger Bratwurst, Wild- und Geflügelpfannen, kräftigem Bauernschinken, Dampfnudeln mit Weinsoße, Flammkuchen, Schmalzbroten, Hausmacher Wurst, Handkäs’ oder Zwiebelkuchen. Dazu gönnt man sich ein Gläschen exzellenten Wein oder Sekt aus Pfälzer Kellern oder einen fruchtigen Brand aus sonnenverwöhntem Pfälzer Obst.
Zahlreiche Vorführungen traditionellen bäuerlichen Handwerks sind zu sehen. Dies reicht von Weißnähen, Spinnen, Klöppeln und Filzen über das Drechseln, Wagnern, Töpfern, Besen und Bürsten binden, Korbflechten bis hin zu Latwerge rühren und Schafe scheren. Die alte Kunst des Zigarrendrehens wird von Alma Gehrlein aus Hördt vorgeführt werden. Sie wird dieses uralte Handwerk erstmals in Speyer vorstellen.
Als besonderes Schmankerl werden in diesem Jahr wieder die „Historischen Handwerker“ aus Hennweiler mit dabei sein. In historische Gewänder gehüllt führen sie längst in Vergessenheit geratene Handwerkskunst vor. Die 60 bis 90 Jahre alten Handwerker töpfern und weben Leinen auf althergebrachte Art. Butter wird gestoßen und Getreide wird mit dem Dreschflegel im Vierertakt gedroschen.
Für Kinder gibt es einen Streichelzoo mit heimischen Tieren zum Kennenlernen, Anschauen und Anfassen. Dazu kommen Kutschfahrten und die Möglichkeit, selbst kreativ zu werden.