07.03.2005
Grossherzogin Sophie von Baden 1802-1865
Das Portrait von Grossherzogin Sophie von Baden (Sophie Wasa), Tochter des enthronten Königs Gustavs IV. Wasa von Schweden und Friederike von Baden, ist eines der frühesten Bildnisse von Franz Xaver Winterhalter aus Menzenschwand.
Sie heiratete am 25. September 1819 ihren Stiefgrossonkel Leopold. Das
Paar hatte zwölf Kinder, von denen zwei im Säuglingsalter starben. Die
älteste Tochter Alexandrina, heirate den Herzog von Sachen-Coburg,
Schwager der Königin Viktoria von England und eine der jüngeren den
Grossfürsten Michael von Russland.
Der älteste Sohn Ludwig (geb. 1824) wurde im Jünglingsalter von einer
Geisteskrankheit befallen, die sich immer mehr verschlimmerte, sodass
er mehrere Jahre im Schlösschen im Erbprinzengarten von der Aussenwelt
abgetrennt leben musste. Er starb am 22. Janauar 1858.
Somit wurde sein Bruder Friedrich (geb. 1826) nach dem Tod des Vaters
1852 zunächst Prinzregent und noch zu Lebenszeiten des Bruders 1856 zum
Grossherzog proklamiert. Er heiratete 1856 Luise von Pressen, die
Tochter König Wilhelms, des späteren Kaisers Wilhelm I. Erstarb
hochbetagt 1907.
Der dritte Sohn Wilhelm, verheiratet mit einer Enkeltochter Eugènes de
Beauharnais, Herzog von Leuchtenberg, ist der Stammvater der heutigen
markgräflichen Linie.
Leopold und Sophie unterhielten in den ersten Jahren nach ihrer
Hochzeit gute Beziehungen zur Grosshergin Stephanie in Mannheim. 1828
verschlechterte sich jedoch das Verhältnis, und erst viele Jahre später
kamen sich die beiden Frauen näher, obgleich Stephanies älteste Tochter
1830 den einzigen Bruder Sophies geheiratet hatte.