Ein Barockschloss ohne Park wäre nur ein Fragment eines Ganzen...
Das beherzigte auch die Markgräfin Sibylla Augusta von Baden-Baden, als
sie in ihrer Sommerresidenz Favorite einen fürstlichen barocken
Lustgarten und ein Fasaneriewäldchen sowie für einsame Stunden tiefer
Religiosität eine Eremitage errichten ließ.
Die ehemaligen Orangerien zeugen vom Reichtum an exotischen Pflanzen,
die hier untergebracht waren. Ende des 18. Jahrhunderts vollzieht sich,
dem neuentdeckten Naturempfinden entsprechend, auch in Favorite der
Wandel vom Barockgarten zum englischen Landschaftsgarten mit weiten
Rasenflächen, Baumgruppen und Teichen, dessen Umsetzung der Karlsruher
Hofgärtner Schweyckert 1791 vollzog.
Obwohl der Favoriter Schlosspark nicht zu den größten historischen
Gartenanlagen des 18. und 19. Jahrhunderts zählt, ist dieses nahezu 300
Jahre alte Kulturdenkmal ein Kleinod fürstlicher Gartenkunst.
Beide Gartenstile, heute noch sichtbar, werden im Rundgang deutlich.
Deren Entwicklungsgeschichte mit vielen Details, aber auch gärtnerische
Aspekte sind Thema der Sonderführung. Lassen Sie sich ein auf einen
Spaziergang voller Überraschungen!