Abkühlung in rheinland-pfälzischen Gewässern jetzt im Internet. Seit einigen Wochen zeigt sich der diesjährige Sommer von seiner
sonnigsten Seite und treibt die "Daheimgebliebenen" zur Abkühlung an
heimische Gestade. In Rheinland-Pfalz laden rund 80 offizielle Badeseen
zum Schwimmen, Plantschen und Sonnenbaden ein. Allein oder mit der
Familie bringt der Aufenthalt in und am Wasser Spaß und Erholung für
Groß und Klein.
Einen Überblick über die hiesigen Badegewässer findet sich nun im
Internet unter www.wasser.rlp.de Stichwort "Aktuelles". Neben einer
kurzen Beschreibung von Lage und Beschaffenheit stehen auch Infos zur
"Ausstattung", wie dem Vorhandensein von Duschen, Spielplätzen oder
Gastronomie zur Verfügung.
Damit das Badevergnügen auch ungetrübt bleibt, werden die Badegewässer
jeden Sommer auf ihre Wasserqualität regelmäßig untersucht. Grundlage
hierzu ist die europäischBadegewässer-Richtlinie, die europaweit
saubere Badegewässer gewährleisten soll. Dabei muss jedes Badegewässer
streng definierten Qualitätsanforderungen genügen. Im Abstand von rund
zwei Wochen untersucht deshalb das Landesamt für Umwelt,
Wasserwirtschaft und Gewerbeaufsicht (LUWG) chemische und physikalische
Parameter der Wasserqualität. Parallel dazu nehmen sich die
Gesundheitsämter der Landkreise und kreisfreien Städte der
mikrobiologischen Beschaffenheit an.
"Baden in Naturgewässern ist ein ganz besonderes Vergnügen"
Umweltstaatssekretär Hendrik Hering. Dass die Gewässerqualität keinen
Schaden nimmt, dazu kann jeder Einzelne etwas beitragen. "Jedes
Gewässer ist als Lebens- und Brutraum von Pflanzen und Tieren ein
sensibles Ökosystem, das auf Verschmutzung und Übernutzung empfindlich
reagiert. Negative Folgen wirken sich dabei nicht nur auf Flora und
Fauna in den Seen aus, sondern auch auf die Gesundheit der Badegäste",
machte Hering deutlich. Deshalb sollten Bade- und Nutzzonen beachtet,
Schutzzonen für Flora und Fauna gemieden, Abfälle nicht in der Natur
entsorgt, Sonnenmilch vor dem Baden entfernt und auf die Fütterung von
Wasservögeln und Fischen ver-zichtet werden.
All das sind Beiträge zu einem sorgsamen Umgang mit Gewässern. "Denn
die Badegewässer stehen nicht nur für unsere Freizeitaktivitäten zur
Verfügung, sondern sie sind empfindliche Ökosysteme und Lebensraum für
Pflanzen und Tiere, deren Bedürfnis nach Sauberkeit, Ruhe und Schutz
wir im Sinne einer nachhaltigen Nutzung respektieren und schützen
müssen," so der Staatssekretär.