"Eine Villa italienischer Art, nur für die schöne Jahreszeit bestimmt
und in des Königreichs mildestem Teil" - diesen Wunsch verwirklichte
sich Ludwig I. mit der Villa Ludwigshöhe bei Edenkoben: eine an antike
Vorbilder erinnernde klassizistische Villa mit Dekorationen im
"pompejanischen Stil" in einer Landschaft, die mit ihren Weinbergen und
Eßkastanienhainen an Italien erinnert.
Die Villa wurde von 1846 bis 1852 nach den Plänen des Architekten
Friedrich Wilhelm von Gärtner errichtet. Der Architekt starb ein Jahr
nach Beginn der Arbeiten, König Ludwig I. mußte abdanken, und so zogen
sich die Bauarbeiten bis 1851 hin. Aus seiner Privatschatulle
finanziert, besaß der König nun seinen Prachtbau.
1843 entschloss sich Ludwig I.
zum Bau der Villa. 1845 erwarb er die benötigten Grundstücke zu Füßen
der Rietburg von der Gemeinde Edenkoben sowie der Gemeinde Rhodt.
Der Bau des Schlösschens nach italienischem Vorbild wurde 1846 mit der
Grundsteinlegung begonnen und nach Plänen des Architekten Friedrich
Wilhelm von Gärtner bis 1852 vollendet.
Die relativ lange Bauzeit erklärt sich dadurch, dass 1847 der Architekt
verstarb - weshalb Leo von Klenze die weitere Bauleitung übernahm - und
zudem 1848 die Abdankung des Königs erfolgte.
Zum Gebäudeensemble gehörten auch ein Cavaliersbau sowie ein Marstall.
Die pompeijanischen Wandmalereien in verschiedenen Räumen der Villa
sind bis heute erhalten. Auch die Mosaikfußböden nach römischen
Vorbildern sind noch vorhanden.
Ludwig I. weilte nur alle zwei Jahre in den Sommermonaten Juli und
August auf der Villa, um dort seinen Geburtstag zu feiern. Sein letzter
Besuch der Villa datiert von 1866.
Aus dem Besitz des Wittelsbacher Ausgleichsfonds erwarb das Land Rheinland-Pfalz 1975
dieses einzigartige Ensemble und gliederte es der Verwaltung der
staatlichen Schlösser (heute: Burgen, Schlösser, Altertümer
Rheinland-Pfalz) ein.
In den Räumen der Villa Ludwigshöhe ist heute auch das Landesmuseum
Mainz mit der Max-Slevogt-Galerie präsent. Neben Liebermann und Corinth
zählt Slevogt zu den großen deutschen Impressionisten.
Öffnungszeiten:
April - September 10.00 Uhr - 18.00 Uhr
Oktober - März 10.00 Uhr - 17.00 Uhr
Letzter Einlaß jeweils 20 Minuten vor Schließung
Geschlossen: Jeden Montag, sowie im Monat Dezember.
Wenn Montag Feiertag ist, Dienstag geschlossen
Die Max-Slevogt-Galerie und Wechselausstellungen
können ohne eine Führung besichtigt werden.
Monatlich finden im Schloß Konzertveranstaltungen statt.
Info: Büro für Tourismus
06323 / 959-222
Gruppenführung Anmeldung
unter Tel. und Fax. 0261/9742440 oder 0180/5881360