Zu Anfang des 2. Weltkrieges wurde die Plittersdorfer Schiffsbrücke
von den Franzosen zerstört. Während des Krieges gab es wieder eine
Fähre, die unter deutscher Leitung stand.
Sie wurde von zwei Booten zwischen dem Brückenkopf am rechten Ufer und
einer Schiffsbrücke am linken Ufer hin und her geschoben. Später wurde
die Fahrrinne von einer Gierfähre an einem Längsseil überquert, das im
Rhein verankert war. Es lief über mehrere sogenannte Buchtnachen, die
bei hohem Wasserstand durch Wellenschlag leicht umkippten und mühsam
wieder aufgerichtet werden mussten.
Nach dem 2. Weltkrieg überbrückte zeitweise eine französische
Pionierbrücke den Rhein bei Plittersdorf, die 1948 durch eine andere,
erbeutete Pionierbrücke zwischen Seltz und Plittersdorf ersetzt wurde
und auch heute noch in Betrieb ist.
Man baute aber nur ein Stück einer Schiffsbrücke, um den Schiffsverkehr nicht zu stark zu beeinträchtigen. Das Mittelstück der
Verbindung stellt eine Seilfähre her, die allein durch die Kraft des
fließenden Wassers bewegt wird. Sie hängt an einem Hochseil, das seit
1960 über zwei hohe Metallmasten quer über den Rhein gespannt ist.