04.03.-01.04.2007
Die Fastenzeit, als Vorbereitungszeit auf das Osterfest, war für Christinnen und Christen schon immer ein besonderer Anlass, über den eigenen Lebensstil nachzudenken und bewusster zu leben. Ein bewährtes Mittel dazu war und ist das Fasten. Fasten ist dabei mehr als der bloße Verzicht auf Essen, Alkohol oder Zigaretten. Fasten bezieht den ganzen Menschen ein, mit Geist, Leib und Seele. Durch den bewussten Verzicht auf liebgewordene Dinge und Verhaltensweisen können (vielleicht ungewollte) Gewohnheiten neu in den Blick genommen und überprüft werden. Das kann zum Umdenken führen und zur Entscheidung, künftig anders zu leben.
Fasten kann so die Entdeckung neuer Lebensqualitäten bedeuten. Viele Menschen machen diese Erfahrung beim sogenannten Heilfasten oder bei Fastenwochen. Fasten kann man auch bei der Benutzung des Autos. Der tägliche Umgang mit dem PKW gehört heute für sehr viele zum (nicht mehr hinterfragten) Alltag. Wir benutzen das Auto, weil wir es so gewohnt sind. Und dabei wissen wir doch auch um die negativen Folgen, etwa in der Schädigung der Schöpfung. Die Fastenzeit kann also Anlass sein, den Gebrauch des Autos zu überprüfen, nach Alternativen zu suchen und diese auch auszuprobieren. Klar: Autofasten kann (und soll) man natürlich das ganze Jahr über.
Warum AUTOFASTEN?
Vom Verkehr geht eine starke Gefährdung des Klimas und der Umwelt aus, in erster Linie vom Pkw- und Lkw-Verkehr und dann auch vom besonders stark wachsenden Flugverkehr (geschätzte Zunahme bis 2020: 108 %). Von 1990 bis 2004 stiegen die Emissionen aus dem Verkehr der Industriestaaten um 23,9 %. Jeder verbrauchte Liter Benzin fügt der Erdatmosphäre 2,3 kg des klimaschädlichen Treibhausgases Kohlendioxid hinzu. Weltweit ist die Zunahme des Autoverkehrs dramatisch, schließlich werden derzeit große Gesellschaften, wie etwa die Chinas, systematisch motorisiert. Der wachsende Autoverkehr führt zur Zunahme des Treibhauseffektes, genau das Gegenteil dessen was von den Welt-Klima-Konferenzen gefordert wird. Und: Der Autoverkehr verbraucht riesige Flächen. So benötigt ein normales Autobahnkreuz die Fläche einer kleinen Stadt. Autoverkehr erzeugt Lärm, der krank macht. Dazu produziert der Autoverkehr jährlich Tausende Unfalltote und Zigtausende Schwerverletzte. Zeit also, nach Alternativen Ausschau zu halten. Denn die gibt es längst. Und sie sind nicht nur umweltfreundlicher, sondern machen auch Spaß. Denn die Benutzung von Bus, Bahn oder Fahrrad ermöglichen Begegnung und Kommunikation - jenseits des Rundum-Auto-Blechpanzers. Das jedenfalls ist die Erfahrung vieler Autofasterinnen und Autofaster aus den letzten Jahren.
Heilsam in Bewegung kommen.
AUTOFASTEN ist auch eine prima Gelegenheit, mal wieder in Bewegung zu kommen, und zwar heilsam für sich selbst und für die Umwelt. Zunächst einmal lernen Sie Ihre Gewohnheiten (die ja oft träge machen) besser kennen. Darüber hinaus leisten Sie durch das Ausprobieren von Alternativen zum Autofahren einen Beitrag zur Schonung der Umwelt. Sie nehmen damit - aus christlicher Sicht - Ihre Verantwortung gegenüber Gott und seiner Schöpfung wahr. So kann die (Auto)Fastenzeit für Sie vielleicht zu einer ganz neuen Erfahrung werden. Das Motto "Heilsam in Bewegung kommen" soll den lebensfördernden Aspekt betonen. Nicht Askese um der Askese willen, Lustfeindlichkeit oder Selbstbestrafung sind Motiv oder Ziel. Vielmehr soll das Ausprobieren von Alternativen Spaß machen, die Möglichkeit zur Begegnung mit anderen Menschen eröffnen und durch mehr Bewegung zum körperlichen Wohlbefinden beitragen.
Wie funktioniert AUTOFASTEN?
Sie sind eingeladen, (ganz besonders in der jeweiligen Aktionszeit) möglichst auf's Auto zu verzichten. Da gibt es viele Möglichkeiten. Vom zeitweisen Verzicht (etwa in der Freizeit) über die völlige Vermeidung von Autofahrten bis zur besseren Organisation der notwendigen Fahrten oder einem bewussten energiesparenden Fahrstil reicht die Palette. Um trotzdem mobil zu bleiben (oder vielleicht besser: mobil zu werden!), gibt's ebenso viele Möglichkeiten, vom Öffentlichen Personen-Nahverkehr über Fahrgemeinschaften und Car-Sharing bis zum Fahrradfahren oder zu Fuß gehen. Nach den vier Wochen und entsprechenden Erfahrungen sind Sie sicher so fit um entscheiden zu können, ob und in welchen Punkten Sie ihre Umgangsweise mit dem Auto verändern wollen und können.
AUTOFASTEN: ein Gewinn für viele.
Als kleines "Bonbon" zum Autofasten, stiften die beteiligten Verkehrsverbünde und Verkehrsunternehmen 800 Tickets oder Bonusscheine für stark verbilligte Zeitfahrkarten (mindestens zwei Wochen) für ihr jeweiliges Tarifgebiet.
Beteiligt sind derzeit:
Saarland
- saar VV: Der Saarländische Verkehrsverbund
- cambio Stadtauto Saarbrücken
- Fahrrad-Service-Station Saarlouis des Diakonischen Werkes,
Rheinland-Pfalz
- Rhein-Nahe Nahverkehrsverbund (RNN)
- Verkehrsverbund Rhein-Neckar (VRN)
- Verkehrsverbund Region Trier (VRT)
- book'n'drive CarSharing Mainz
- stadtmobil Rhein-Neckar
- teilAuto Koblenz
- Bürgerservice Zweiradwerkstatt (Trier)
- Fahrrad-Werkstatt der Lebenshilfe Worms
Darmstadt
Luxemburg
- Chemins de Fer Luxembourgeois
- Ville de Luxembourg
- TICE
- RGTR
Bei den Fahrradverleihern und -betrieben gilt das Ticket für einen Check der Fahrsicherheit (Fahrrad fit für den Frühling?). Die Car-Sharing Unternehmen gewähren deutlich verbilligte Kennenlern-Angebote. Die Tickets werden unter allen verlost, die bei AUTOFASTEN mitmachen, im Einzugsgebiet der beteiligten Verkehrsbetriebe wohnen und sich rechtzeitig bis zum 26. Februar 2007 anmelden.
Sie können sich direkt online anmelden!
Verzicht auf's Auto ist möglich.
Sie sind herzlich zum Ausprobieren eingeladen.
Telefon: 0651.8105333 (werktags von 9 bis 16 Uhr)Telefax: 0651.8105434
Post: Aktion AUTOFASTEN
Auf der Jüngt 1, 54292 Trier
www.autofasten.de
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