20.03.2006
Satelliten sollen Radtouristen am Bodensee lotsen
Der Bodensee-Tourismus baut ein Satelliten-Navigationssystem für
Radfahrer auf. GPS-Empfänger sollen Radler von der Saison 2007 an auf
ausgewählten Touren durch die Region lotsen, kündigte die
Internationale Bodensee Tourismus GmbH am Montag in Konstanz an.
Geplant ist, dass Routen sowie Informationen zu Sehenswürdigkeiten aus
dem Internet auf mobile Navigationsgeräte geladen werden. Dabei können
Radler eigene Empfänger nutzen oder sich kostenlos Geräte ausleihen.
Das Projekt kostet rund 137.000 Euro. Baden-Württemberg und die
Europäische Union tragen je 50.000 Euro. Den Rest bringen die
Touristiker und die Schweiz auf. Bislang nutzen vor allem Autofahrer
das Satelliten-gestützte System GPS (Global Positioning System) zur
Orientierung. Die Bodensee-Touristiker müssen die entsprechenden
Programme nun um Rad- und Schleichwege ergänzen.
Im Schwarzwald ist bereits seit drei Jahren ein Navigationssystem für Fahrradtouristen im Einsatz.
Quelle: dpa/lsw
Das Global Positioning System (GPS) ist ein satellitengestütztes
Navigationssystem des US-Verteidigungsministerium zur weltweiten
Positionsbestimmung.
Das GPS-Satellitensystem löst das alte Satellitennavigationssystem
Transit der United States Navy ab, ebenso die Vela-Satelliten zur
Ortung von Atombombenexplosionen.
Die offizielle Bezeichnung ist „Navigational Satellite Timing and
Ranging - Global Positioning System“ (NAVSTAR-GPS). NAVSTAR wird
manchmal auch als Abkürzung für „Navigation System using Timing and
Ranging“ genutzt. Im allgemeinen Sprachgebrauch wird das System häufig
nur noch als GPS bezeichnet. GPS wurde am 17. Juli 1995 offiziell in
Betrieb genommen.