21.10.2005
Bundesweit einmalige Solarsiedlung in Freiburg fertig gestellt - Oktober 2005
Mehr als fünf Jahre nach dem Bau der ersten Häuser ist in Freiburg das
Bauprojekt «Solarsiedlung» fertig gestellt worden. Seit 1999 wurden 50
so genannte Plusenergiehäuser sowie ein 6.000 Quadratmeter großes
Dienstleistungszentrum mit Geschäften und Büros errichtet, teilten die
Organisatoren am Donnerstag in Freiburg mit. Die Gebäude produzieren
den Angaben zufolge mehr Energie, als die Bewohner verbrauchen. Das
Projekt sei bundesweit einmalig. Insgesamt seien 40 Millionen Euro
investiert worden.
Wirtschaftlich sei das Bauvorhaben ein Erfolg, sagte
der Freiburger Geschäftsführer und Architekt Rolf Disch. Es sei
gelungen, Ökologie und Ökonomie zu verbinden. Mehr als 80 Prozent der
Gebäude seien bereits vermietet. Verkauft würden sie über
Beteiligungsfonds. Die Energie werde unter anderem durch
Sonnenkollektoren sowie durch Techniken der passiven Wärmenutzung
gewonnen.
Angestoßen und finanziert wurde die Solarsiedlung durch Disch.
Mehrheitsgesellschafter sind die Unternehmer Marli Hoppe-Ritter und
Alfred T. Ritter aus Waldenbuch (Kreis Böblingen), Inhaber der
gleichnamigen Schokoladenfabrik.
Die baden-württembergische Umweltministerin Tanja Gönner (CDU) sagte,
die Fertigstellung der Freiburger Solarsiedlung sei ein wichtiger
Schritt beim Ausbau der erneuerbaren Energien. Das Projekt habe eine
über Freiburg hinausgehende Signalwirkung. Schon jetzt nehme der
Südwesten eine Spitzenstellung ein. Im bundesweiten Vergleich werde in
Baden-Württemberg nach Bayern die Sonnenenergie am meisten genutzt.