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29.05.2007
Im Null-Heizkosten-Haus der LUWOGE sind Heizkosten passé - Ludwigshafen / Pfingstweide



Ein Haus aus den 70er Jahren, das seine Heizkosten selbst erwirtschaftet? In nur sechs Monaten Bauzeit hat die LUWOGE einen bewohnten Altbau im Ludwigshafener Stadtteil Pfingstweide in ein Null-Heizkosten-Haus verwandelt. Am 29. Mai 2007, hat das Wohnungsunternehmen der BASF das Mehrfamilienhaus gemeinsam mit Margit Conrad, Umweltministerin Rheinland-Pfalz, Ernst Merkel, Bau- und Umweltdezernent der Stadt Ludwigshafen, Ernst Schwanhold, Leiter Kompetenzzentrum Umwelt, Sicherheit und Energie bei der BASF, sowie Hans-Carsten Hansen, Leiter Kompetenzzentrum Human Resources bei der BASF, eingeweiht.



„Ludwigshafen hat sich zu einer hervorragenden Adresse für das Energiesparen in Gebäuden entwickelt. Angefangen beim 3-Liter-Haus im Brunckviertel, das bei seiner Fertigstellung im April 2001 deutschlandweites Interesse gefunden hat, bis zu dem heute vorgestellten Gebäude, das neue Maßstäbe setzt. Energie und Kosteneinsparung gehen hier Hand in Hand. Solche Projekte brauchen wir. Diese demonstrieren, dass auch für Eigentümer eine umfassende Sanierung eine wirtschaftliche Alternative darstellt. Das Null-Heizkosten-Haus ist ein überzeugender Beitrag zu unserer Mitmach-Kampagne ,UnserEner. Macht mit! - Unsere beste Energie ist gesparte Energie', die gerade zur Umsetzung solcher und ähnlicher Projekte anregen will – im Interesse von Klima- und Ressourcenschutz“, so Umweltministerin Conrad. 


Das Null-Heizkosten-Haus ist ein anschauliches Beispiel dafür, dass Investitionen in die energetische Modernisierung höchst rentabel sind. Der Clou beim Null-Heizkosten-Haus: Das Haus erwirtschaftet die anfallenden Kosten für die wohltemperierten Wohnungen selbst. Neopor®-Dämmplatten der BASF eignen sich dabei optimal, um eine gute Dämmung und eine größt-mögliche Wirtschaftlichkeit zu erzielen. Zusammen mit dreifach verglasten Fenstern und einer kontrollierten Be- und Entlüftungsanlage mit Wärmerückgewinnung können der Heizenergiebedarf und die CO2-Emissionen um rund 80% reduziert werden. Für den Restwärmebedarf entstehen keine Kosten: Solarkollektoren auf dem Dach und an der Hausfassade gewinnen die Energie für Strom und Warmwasser. „Jetzt wohnen wir in einem Haus, das nicht nur wie neu ist und eine tolle Technik hat, sondern wir leisten ohne Aufwand einen aktiven Beitrag zum Umweltschutz“, freut sich Anja Ackermann, Mieterin im Null-Heizkosten-Haus. 


„Mit Projekten wie diesen zeigt die BASF, dass die chemische Industrie mit innovativen Lösungen maßgeblich zum Klimaschutz beiträgt. Würden sämtliche Altbauten Deutschlands mit diesen modernen Dämmstoffen und weiteren energiesparenden Komponenten saniert, könnten neben erheblichen Heizkosten über 80 Millionen Tonnen CO2 eingespart werden. Das entspricht der Hälfte des jährlichen CO2-Ausstoßes der deutschen Kraftfahrzeugflotte“, so Schwanhold. 


„Das Null-Heizkosten-Haus zeigt beispielhaft, wie wirtschaftliche, ökologische und vor allem soziale Verantwortung zusammengehen können. Das ist Nachhaltigkeit, in der man leben kann“, so Hansen. Die Bewohner der 16 Wohneinheiten profitieren in vielfacher Weise: Durch die sinkenden Heizkosten zahlen sie künftig eine Warmmiete, die sie von Energiepreisen unabhängig macht. Mit dem Wärmeschutz steigen Behaglichkeit und Wohngesundheit – beispielsweise durch einen verbesserten Schallschutz. Heizkörper sind im ganzen Haus keine zu finden, die „Staubfänger“ werden nicht mehr benötigt. Auch bei extremen Witterungsbedingungen haben es die Bewohner mollig warm. Dann nämlich können Sie eine neue Spitzentechnologie einsetzen, die in Deutschland zum ersten Mal in einem Wohngebäude zum Einsatz kommt: Eine ins Fensterglas integrierte Heizung erwärmt die Wohnung durch Wärmestrahlen. Ein behagliches Raumklima wird schneller und mit weniger Energieaufwand erreicht als bei herkömmlichen Heizungen. Zusätzlichen Komfort haben die Bewohner ebenfalls erhalten: Acht Quadratmeter große, vorgestellte Balkone. Die bisherigen Loggien wurden verglast, dadurch ist zusätzliche Wohnfläche entstanden. Die Bäder wurden komplett erneuert. „Das Ergebnis ist super“, so Ackermann zufrieden zum modernisierten Haus. Ermöglicht hat dies die LUWOGE consult, ein Beratungsunternehmen für energieeffizientes Bauen und Wohnen und Tochterunternehmen der LUWOGE.


Das Pilotprojekt erfolgte im Rahmen eines Gesamtkonzeptes für das Wohngebiet Pfingstweide. Die LUWOGE berücksichtigt veränderte Nachfragebedingungen auf dem Wohnungsmarkt, technischen Fortschritt bei der Gebäudemodernisierung und den demographischen Wandel. 


Sie will deshalb den LUWOGE-Bestand im Stadtteil Pfingstweide aufwerten, das soziale und kulturelle Umfeld fördern und den Bestand an die Nachfrage anpassen. Um dies zu erreichen, setzt die LUWOGE in den kommenden Jahren auf eine Bandbreite von sozialen, wirtschaftlichen und ökologischen Maßnahmen. Zusammengefügt zu einem Gesamtkonzept werden diese dazu beitragen, aus dem Wohngebiet der 70er Jahre einen Stadtteil für modernes und attraktives Wohnen zu machen. 









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