Alle Tickets auf www.eventim.de
0_0_120x60 Logo







Werbung, Bannerwerbung
Tips, Tipps
Firmeneintrag
Newsletter
Impressum
Artikelsuche:
Adressensuche:
Archiv, Archive
Ausflugtipps, Ausflugsziele
Ausstellungen
Auto, Verkehr
Bauen, Wohnen
Buch, Bücher
Burg, Burgen, Schloss, Schlösser
Erotik
Essen, Trinken
Events, Veranstaltungen
iFamile, Kind, Kinder
Gastronomie, Restaurants, Hotel, Hotels
Geld, Beruf, Jobs
Handwerk
High-Tech, Technik
Kirche, Kirchen, Kloster, Klöster
Kust, Kultur
Lifestyle, Wellness
Medien, Bildung
Medizin, Gesundheit
Messe, Messen
Museum, Museen
Musik, Tanz
Personen, Persönlichkeiten
Politik, Nachrichten
Rat, Info
Recht, Justiz
Reise, Reisen
Rezept, Rezepte
Sage, Sagen, Legende, Legenden
Shopping, Einkaufen
Sport, Fitness
TV, Kino, Film
Weisheiten
Wetter, Meteorologie
Wissen
Witze, Witziges
Workshops, Kurs, Kurse

01.07.2005
Gedenkbuch für die Karlsruher Juden



1933 lebten 3.358 Juden in Karlsruhe. Über 1.000 fanden  zwischen 1933 und 1945 den Tod. Sie sollten nach dem Willen  der Nationalsozialisten namenlos vergessen werden. An sie  erinnert das Gedenkbuch.

Es basiert auf einer Gedenkliste, die 1988 im Zusammenhang mit dem Besuch der ehemaligen Karlsruher Juden im Auftrag der Stadt erstellt wurde. In ihr sind die Namen und Lebensdaten der Ermordeten aufgeführt. Auf dieser Grundlage legte das Stadtarchiv eine Datenbank an, die  Recherchen nach Namen, Adressen, Berufen, besuchten Schulen  und Deportationsorten der Betroffenen ermöglicht.
 
Betreut durch das Stadtarchiv Karlsruhe, nähern sich Bürgerinnen und Bürger der Stadt dem Lebenslauf eines der ermordeten Menschen, indem sie Spuren seines Lebens suchen und schließlich seine Biographie verfassen.

Diese individuelle Hinwendung zu dem Leben der Opfer ist zugleich Bestandteil der öffentlichen Gedenkkultur der Stadt: Jede fertig gestellte Biographie wird mit dem Namen der Verfasserin und des Verfassers dem Gedenkbuch eingefügt, das als Datenbank und auch als materielles Buch vorliegt. Dadurch werden die auf dem Grabstein eingravierten Namen mit einer jeweils individuellen Geschichte verbunden.

Pressebericht der StadtZeitung vom 29. Oktober 2004:

Geschichte: Gedenkbuch für Karlsruher Juden hat neue Kapitel

Würde der Opfer bewahren

(trö) Israel und Liba Zimmermann lebten seit 1907 in der Durlacher Straße in der Karlsruher Altstadt. Dort hatte das junge Ehepaar nach der Flucht vor Pogromen im russischen Teil Polens  eine neue Heimat gefunden. Im "Dörfle", in dem damals viele Juden lebten, kamen dann zwischen 1910 und 1920 die Kinder David, Erna, Moses, Jonas und Ida zur Welt. Der Familie gelang der gesellschaftliche Aufstieg. Israel  Zimmermann, der als Schneider anfing, wurde im Adressbuch von 1922 als Handelsmann geführt.

In diesem Jahr kaufte er auch das Gebäude Markgrafenstraße 3. Im Erdgeschoss betrieb die Familie ihr Geschäft, im Obergeschoss wohnte sie. 1930 stellten die Zimmermanns, die  offiziell noch als Polen geführt wurden, den Antrag auf die deutsche Staatsbürgerschaft. Bescheid: abschlägig.

Ausgewandert oder ermordet

Dem Schicksal der Familie Zimmermann hat Monika Dach nachgespürt. Sie erfuhr 2002 über einen Mittelsmann vom damals 92-jährigen David Zimmermann, der 1934  durch die Auswanderung nach Palästina dem Holocaust entkommen war, von der Geschichte der anderen. Davids Schwestern Erna und Ida konnten ebenfalls durch Auswanderung und Flucht ihr Leben  retten. Auf die Eltern und die Söhne Jonas und Moses hingegen wartete nach Verschleppung und langem Leidensweg der Tod in den Vernichtungslagern des Ostens.

Israel Zimmermann starb im KZ Buchenwald, Moses wurde von den Nazis in Majdanek ermordet, Liba vermutlich in Riga. Von Jonas verliert sich seit 1939 jede Spur. Sein Todesdatum wurde später  amtlich auf den 8. Mai 1945 festgelegt.

Jetzt 52 Beiträge in Gedenkbuch

Die von Monika Dach nachgezeichnete Geschichte der Familie Zimmermann ist eines der 21 neuen Kapitel im Gedenkbuch für die Karlsruher Juden. Mit den jetzt veröffentlichten  Forschungsergebnissen beschreibt das Buch in 52 Beiträgen die Lebensgeschichten von 120 ehemaligen Karlsruhern. Nachzulesen sind diese an Bildschirmen im Stadtarchiv, im Stadtmuseum und in der  Rotunde der Stadtbibliothek im Neuen Ständehaus.

Die Biografien sollen dazu beitragen, "die Individualität und die Würde der Opfer zu bewahren", betonte Bürgermeister Ullrich Eidenmüller, als er mit Solange Rosenberg, der  Vorsitzenden der Jüdischen Gemeinde, und den Autoren die neuen Kapitel vorstellte.

Das Projekt hat das Ziel, die Lebensgeschichte zu jedem der 1.004 Namen von Holocaust-Opfern auf dem Gedenkstein auf dem Hauptfriedhof zu schreiben. Und will damit, so Eidenmüller, "ein in  der Bundesrepublik einmaliges Panorama der Mitglieder einer jüdischen Großstadtgemeinde vor ihrer Vernichtung" entstehen lassen.

Karlsruher aller Altersklassen schreiben Biografien

Eine weitere Besonderheit liegt darin, dass die Beiträge nicht von Historikern stammen, sondern von Karlsruhern aller Altersklassen. Schüler wie Rentner übernehmen die Patenschaft  über einen oder mehrere Lebensläufe, recherchieren und schreiben diese unter fachlicher Betreuung durch das Stadtarchiv. Bisher entstanden 73 Patenschaften. Ansprechpartner für  Interessierte: Stadthistoriker Dr. Manfred Koch, Telefonnummer 133-42 21, und Projektbetreuer Jürgen Schuhladen-Krämer (133-42 77).

Einsichtnahme

Das Gedenkbuch kann im Stadtmuseum und in der Erinnerungsstätte Ständehaus  eingesehen werden. Hier liegt auch das gedruckte Gedenkbuch  mit den Einlegblättern der fertig gestellten Biographien. Nach Terminabsprache ist im Stadtarchiv ebenfalls eine Einsicht in die Datenbank und zudem eine Beratung möglich.





Stadtarchiv Karlsruhe


Startseite - Archiv - Top-Tipps - Wir über uns - Artikel veröffentlichen - Werbung - Newsletter - Hotels - Tickets - Routenplaner - Adressen-Suche - Suchhilfe Artikel - Suchhilfe Adressen - Aktuelle Artikel - Impressum



Die 20 aktuellsten Artikel bei click2day:




Vitaculture - Ermässigungen im Elsass

Römische Badruinen - Baden-Baden Museum antiker Badkultur

Burg Landeck Fest 2008 - Klingenmünster / Pfalz

Glückliche Menschen leben länger - Landespsychologentag in Stuttgart

Wenn das Deo die Haut reizt

Formel für die optimale Absatzhöhe

Ihr Coach - Hans-Peter Merkel

Der Blumenladen in Speyer

8. Afrika-Fest - Juni 2008 - Freudenstadt

Villa Visconti in Bietigheim-Bissingen

Aromaöle und ihre Verwendung

Hafenkulturfest - Juni 2008 - Karlsruhe

Fest der Innenhöfe und Museumsnächte - Juni 2008 - Freiburg

20. Vogtsburger Kunst- und Kunsthandwerkstage - Vogtsburg

Skulpturenpark - Wörth

Schlemmer-Brunch - Beim Schupi - d'Badisch Bühn

Beim Schupi - Die "Groove" live aus dem Wohnzimmer

Sommerkino im Biergarten - Beim Schupi - Karlsruhe

Die Jagd nach dem Zylinder - Pfundtners Bauerntheater - Beim Schupi - Karlsruhe



Ausstellungen
Buchvorstellungen
Burg + Schloss
Denkmäler
Events
Festivals
Geschichte - Adel
Geschichte
Kino-Programm
Künstler
Messen
Museen
Sagen + Legenden
Orte
Personen
Theater
TV + Kino
Top-Tipps
Veranstalter
Webcams

VHS Wissembourg
Grenzüberschreitende Kurse und Exkursionen

Radio SWR2 Forum
Radio SWR2 Eckpunkt
Radio SWR2 Wissen
SWR Hörspiele

Werbemöglichkeiten:
BASIC (kostenlos)
BASIC XL
PROFI
PREMIUM
PREMIUM PLUS

pdf-Formular
Firmen-Eintrag
Bannerwerbung

Newsletter bestellen