12.04.2006
Die Reihe der Silbergrauen Führer - Neue Führer zu Kloster und Schloss Bebenhausen und neue Sonderführungsthemen
Die Reihe der Silbergrauen Führer der Staatlichen Schlösser und Gärten
Baden-Württemberg wird weiter ausgebaut: Mit dem neuen Führer zu
Kloster und Schloss Bebenhausen wird ein zentrales Kulturdenkmal des
Landes vorgestellt. Hohes inhaltliches Niveau bei guter Lesbarkeit,
sorgfältige Gestaltung und hochwertige Bebilderung zu einem günstigen
Preis – das sind die Markenzeichen der Silbergrauen Führer.
Mit ihrer Systematik, Vollständigkeit und Qualität steht die Reihe in
ihrem Genre einzigartig dar und wirbt so für die Vielfalt und den hohen
Rang der baden-württembergischen Kulturdenkmäler. Die Silbergrauen
Führer erscheinen in der bewährten Zusammenarbeit zwischen den
Staatlichen Schlössern und Gärten Baden-Württemberg, dem Deutschen
Kunstverlag München und dem Staatsanzeiger-Verlag Stuttgart.
Mathias Köhler, Rainer Y, Carla Fandrey: Kloster und Schloss Bebenhausen
Der Silbergraue Führer begleitet die Besucher durch eine der
eindrucksvollsten mittelalterlichen Klosteranlagen in
Südwestdeutschland. Er präsentiert die Geschichte und Gegenwart des
idyllisch gelegenen Klosters, das heute auch ein prächtig
eingerichtetes Schlossmuseum beherbergt.
Mathias Köhler stellt die Geschichte des Klosters vor. Sie reicht von
der Gründung am Ende des 12. Jahrhunderts über das Leben der Mönche in
ihrer Abtei. Sie endet mit der Aufhebung und Einrichtung als
Klosterschule im Zuge der Reformation. Der Besucher erhält außerdem
interessante Informationen über die kunsthistorisch bedeutenden
Bauwerke der Klausur und des Wirtschaftshofes.
Im 19. und 20. Jahrhundert erlangte Bebenhausen als Jagdschloss der
württem-bergischen Könige große Bedeutung. Rainer Y beschreibt den
Umbau des Abts- und Gästehauses, die Restaurierung der Klosteranlage
sowie die Einrichtung des Schlosses durch die Landesherren.
Mit einem Rundgang durch die Repräsentations- und Wohnräume – seit 1986
als Museum eröffnet – beschließt Carla Fandrey den Besuch dieser
bedeutenden Klosteranlage.
Zwei ausklappbare Pläne auf der Innenseite des Umschlags zeigen den
Grundriss der Gesamtanlage sowie des Klosters und des Schlosses im
Detail. Historisch Interessierten wird eine Zeittafel zur Geschichte
des Klosters an die Hand gegeben. Ein Glossar erklärt kunsthistorische
Fachbegriffe. Das Literaturverzeichnis lädt zum Weiterlesen ein.
Die Autoren
Die Autoren Dr. Mathias Köhler, Dr. Rainer Y, Dr. Carla Fandrey sind
für ihr Thema bestens ausgewiesen. Mathias Köhler veröffentlichte
mehrere wissenschaftliche Publikationen zum Kloster Bebenhausen, unter
anderem seine Dissertation zur Bau- und Kunstgeschichte des
Klausurbereichs. Rainer Y ist als Kurator in der Abteilung Kunst- und
Kulturgeschichte des Württembergischen Landesmuseums tätig. Carla
Fandrey ist die für das Kloster Bebenhausen zuständige Konservatorin
der Staatlichen Schlösser und Gärten Baden-Württemberg.
2005, 72 Seiten mit 8-seitigem Umschlag, 79 Farbabbildungen, 3
s/w-Abbildungen sowie zwei Übersichtsplänen, 12,5 x 23,5 cm,
Klappenbroschur, ISBN 3-422-03113-8, € 5,-.
Weitere Informationen und Prospekte in Bebenhausen (am Büchertisch des
Staatsanzeiger-Verlags) oder zentral über den Buch- und Prospektservice
der Staatlichen Schlösser und Gärten
Telefon: 0711 / 6 66 01-44
Telefax: 071 / 6 66 01-34
prospektservice@staatsanzeiger.de
www.staatsanzeiger-verlag.de
Fromm, gelehrig und royal – im Kloster und Schloss Bebenhausen lockt man 2006 mit drei neuen Sonderführungsthemen
Drei neue Sonderführungen werden 2006 in Bebenhausen angeboten. Sie
handeln vom Anfang und Ende der württembergischen Monarchie und von der
Zeit vor der Erhebung zum Königreich, als in der Klosteranlage eine von
vier höheren Klosterschulen des Landes eingerichtet war.
Charlotte (1864-1946), der letzten Königin von Württemberg,
spürt Franziska Blum nach, eine Kennerin ihrer Biografie. Nach der
Abdankung König Wilhelms II. lebte die ehemalige Königin bis zu ihrem
Tod in Bebenhausen. Ihr Mann, Wilhelm II. (*1848), starb dort bereits
1921. Charlotte war eine in vielerlei Hinsicht moderne Frau, sehr
selbstbewusst, überaus sportlich, naturliebend und sozial engagiert.
Dennoch taten sich die Württemberger mit ihrer Königin schwer: Ihr
fehlten eigene Kinder und die charmante Ausstrahlung ihrer Vorgängerin
Marie von Waldeck-Pyrmont (1857-1882), der ersten Frau König Wilhelms.
Anlässlich ihres 60. Todes-tages werden Einblicke in Charlottes
Privatgemächer gewährt.
Die Jagd gehörte zum Aristokratenleben und besonders Könige liebten es,
mit dem Wildreichtum ihrer Gehege und Forsten zu renommieren. Friedrich I., Württembergs erster König,
war da keine Ausnahme, vielmehr geradezu berüchtigt für seine
Waidmannslust! Mit der Jagdleidenschaft der Monarchen beschäftigt sich
Holger Starzmanns Sonderführung Jagd und Herrschaft. Bebenhausen und
die württembergischen Könige. Er berichtet auch von der Bedeutung
Bebenhausens als Ort der Erholung und hochkarätiger politischer
Gespräche, unter anderem mit dem Kaiser. Während König Friedrich noch
im Abtshaus logierte, ließ sein Enkel, König Karl, das heutige Schloss
einrichten. Hier lebten dessen Neffe Wilhelm II. und Charlotte, das
letzte Königspaar, bis zu ihrem Tod.
Bevor die württembergischen Könige Bebenhausen
für sich entdeckten, dienten die Klostergebäude 200 Jahre lang als
Lehranstalt. Hier war eine der vier höheren Klosterschulen
eingerichtet, die Württembergs Pfarrernachwuchs auf das
Theologiestudium vorbereiteten. Schüler und Professoren waren 1556
eingezogen, nachdem die Bebenhausener Zisterziensermönche ihr Kloster
im Zuge der Reformation hatten aufgeben müssen. Das ist der Rahmen für
Ariane Kiel-Freytags Klosterrundgang Bebenhausen nach der Reformation.
Die evangelische Klosterschule 1556-1807. Anschaulich und
geschichtenreich führt die Referentin durch den Tagesablauf und den
Fächerkanon der einstigen Schulzöglinge, weiß um ihre Vergehen und um
deren Ahndung: Latein, Hebräisch, Griechisch und Konsorten weckten
schon damals mehr Frust als Lust – und manche Renitenz.
Charlotte, die letzte Königin von Württemberg 20. Mai – 15.30 Uhr, 16.
Juli – 15.30 Uhr, 23. September – 15.30 Uhr, 8. Oktober – 15.30 Uhr
Jagd und Herrschaft. Bebenhausen und die württembergischen Könige 9.
April – 15.30 Uhr, 15. Juni – 10.30 Uhr, 9. September – 15.30 Uhr, 5.
November – 15.30 Uhr, 25. November – 15.30 Uhr
Bebenhausen nach der Reformation. Die Evangelische Klosterschule 23.
Juli – 13.30 Uhr, 6. August – 15.30 Uhr, 3. September – 15.30 Uhr, 7.
Oktober – 10.30 Uhr, 15. Oktober – 14.30 Uhr
Mehr über Bebenhausen und seine Geschichte erfahren Sie unter:
www.schloesser-magazin.de
Dort finden Sie auch Pressefotos zum Download (Link: Presse, Pressefotos, Ort: Kloster und Schloss Bebenhausen)
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