08.02.2008
Schwetzingen auf dem Weg zum Weltkulturerbe - Alles über das Aufnahmeverfahren jetzt online
Schloss Schwetzingen, der Schlossgarten und Teile der Stadt
Schwetzingen sollen als Ensemble in die Welterbeliste der UNESCO
aufgenommen werden. Das Aufnahmeverfahren ist jedoch ein langwieriger
Prozess und erfordert bereits im Vorfeld der Antragstellung konkrete
Schritte, um den Erhalt des kulturellen Erbes im Sinne der
UNESCO-Welterbekonvention sicherzustellen.
Was sich aktuell bei diesem komplizierten Verfahren ereignet, welche
Schritte getan werden, was es an Neuigkeiten gibt, das erfährt man auf
dieser Homepage. Seit kurzem ist zum Beispiel der so genannte
„Managementplan“ abrufbar. Aufgabe dieses Planes, der jetzt als erster
Meilenstein fertig gestellt wurde, ist es, die zukünftige Erhaltung von
Schloss und Garten sicher zu stellen.
Schwetzingen hat allen Grund, sich gute Chancen im UNESCO-Verfahren
auszurechnen. Das Schloss und der Schlossgarten mit seinen zahlreichen
Bauten und Skulpturen sind Zeugnisse des 18. Jahrhunderts in ganz
einzigartiger Erhaltung. Sie stellen ein rares Beispiel für eine
Sommerresidenz dieser Zeit dar. Unter Kurfürst Carl Theodor gab es hier
eine ganz ungewöhnliche kulturelle Blütezeit von europäischer Wirkung:
Voltaire und ein siebenjähriges Wunderkind namens Wolfgang Amadeus
Mozart erstaunten die Hofgesellschaft. Bis heute kann man etwas von
dieser Glanzzeit spätbarocker Hofkultur spüren in der Altstadt, im
Schloss, im prachtvollen Rahmen der Zirkelbauten und natürlich im
berühmten Schlossgarten.
Und weil der kulturgeschichtliche Wert dieser Gesamtanlage weit über
nationale Interessen hinausgeht, steht Schwetzingen bereits seit 1998
auf der so genannten Tentativ-Liste. In dieser von der deutschen
Kultusministerkonferenz verabschiedeten Liste sind diejenigen Denkmäler
aufgeführt, für welche in den kommenden Jahren Anträge auf Aufnahme in
die Welterbeliste der UNESCO gestellt werden sollen. Für Schloss
Schwetzingen wird der Antrag 2007 gestellt werden. Doch allein die
Antragstellung ist ein langwieriger Prozess. Denn schon im Vorfeld des
UNESCO-Antrags sind konkrete Maßnahmen notwendig, um den Erhalt, die
Pflege und die Vermittlung des gemeinsamen kulturellen Erbes im Sinne
der UNESCO-Welterbekonvention zu gewährleisten. Dazu gehört auch der
Managementplan, der die zukünftige Erhaltung von Schloss und Garten
sicherstellt. Aufgestellt wurde er von den Beteiligten: dem Land
Baden-Württemberg, vertreten durch das Landesamt für Denkmalpflege,
durch den Landesbetrieb Vermöge n und Bau und der Stadt Schwetzingen.
Und da auch die Information der Bevölkerung über den Prozess ein Teil
des Ganzen ist, lassen sich alle Schritte des Verfahrens im Internet
verfolgen.
Der Managementplan kann als PDF-Dokument unter www.welterbeantrag-schwetzingen.de herunter geladen werden.