Der Penis besteht aus drei Schwellkörpern, den beiden nebeneinanderliegendenCorpora cavernosa und dem Corpus spongiosum mit der Harnröhre (Urethra). Die Corpora cavernosa sind von einer derben Hülle, der Tunica albuginea umgeben, die ihrerseits von der Fascia penis umhüllt werden. Die Corpora cavernosa enthalten das erektile, schwammartige Gewebe. Ein Bälkchensystem, das aus glatter Muskulatur, Bindegewebe und Nerven aufgebaut ist begrenzt die Kavernen. Das wichtigste blutversorgende Gefäß ist die Arteria profunda penis. Diese entspringt aus der Arteria penis und wird ihrerseits über die Arteria pudenda interna und der Arteria iliaca interna aus der großen Beckenarteria Arteria iliaca communis versorgt.
Penis
Der Penis Der venöse Abfluß aus dem Penis erfolgt über die sichtbaren oberflächlichen Venen, die tiefen dorsalen Venen und die tiefen Venen, welche die Corpora entleeren. Im erschlafften Zustand ist der arterielle Blutzufluß zu den Schwellkörpern durch die kontrahierten Arterien auf ein Minimum gedrosselt. Die Kavernen sind durch die Kontraktion der Muskulatur in den Bälkchen kleinvolumig und die Venen der Cavernen entleeren sich frei über die Venae emissariae in die drei beschriebenen ableitenden Venensysteme.
Vermittelt über neuronale Botenstoffe (Neurotransmitter), die auf Nervenimpulse aus dem Rückenmark hin ausgeschüttet werden, kommt es bei der Erektion zu einer Erschlaffung der glatten Muskulatur der Bälkchen und der kleinen Arterien in den Schwellkörpern (Helixarterien).
Die Sinusoide dehnen sich mit zunehmender Blutfüllung innerhalb der derben Tunica albuginea aus und komprimieren dort sowohl die abführenden Venae emissariae als auch die kleinen Venen zwischen den Sinusoiden.
Das Volumen der Schwellkörper steigt auf das drei bis vierfache an. Die Erschlaffung der glatten Muskulatur wird über den Botenstoff Stickstoffmonoxid (NO) vermittelt. Dieser wird bei sexueller Stimulation freigesetzt und stimuliert in der glatten Muskelzelle die Bildung eines zweiten Botenstoffes (second messenger). NO aktiviert das Enzym Guanylatzyklase welches Guanosintriphospaht (GTP) zu zyklischem Guanosinmonophosphat (cGMP) umwandelt. Dieses bewirkt über einen noch nicht bekannten Mechanismus die Erschlaffung der glatten Muskulatur.
Das cGMP seinerseits wird im Schwellkörper durch das Enzym Phosphodiesterase Typ 5 zu Guanosinmonophosphat abgebaut. Nach Phosphorylierung wird daraus wieder GTP aufgebaut, womit der Kreislauf geschlossen ist.
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