29.12.2005 Acrylamid - Fortschritte bei Acrylamid in Lebensmitteln
Einzelnen Herstellern von Knäckebrot ist es gelungen,
Die Konzentration des mutmaßlichen Krebsgiftes Acrylamid in ihren
Produkten drastisch zu senken. Auch eine Reihe von Knabberartikeln ist
nur noch vergleichsweise niedrig damit belastet.
Allerdings gibt es immer noch enorme Unterschiede zwischen den
Produkten. Während die niedrigsten Werte bei wenig mehr als 100
Mikrogramm pro Kilo liegen, enthält das am höchsten belastete
Knäckebrot über 2000 Mikrogramm - und damit weit mehr als die
meisten Pommes Frites oder Chips.
Die Behörden lassen die Verbraucher im Unklaren, wie hoch die Belastung in einzelnen Produkten ist.
Bundesbehörden berufen sich dabei auf ein Verfassungsgerichtsurteil,
das die Nennung von Produktnamen angeblich verbietet.
Acrylamid entsteht, wenn Lebensmittel, die Eiweiss und Stärke
enthalten, stark erhitzt werden.
Der Kölner Prof. Dr. med. Edgar
Schömig hält Acrylamid für weit gefährlicher, als alle anderen
Chemikalien, die man bisher in Lebensmitteln gefunden hat.
Er rechnet bundesweit mit bis zu 10000 zusätzlichen Krebsfällen pro Jahr.