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07.01.2007
Antioxidantien in Gemüsen erhalten . . . auf das "Wie" beim Kochen kommt's an
Gemüse sollte man besser nicht in der Mikrowelle erhitzen,
will man die schützenden Antioxidantien erhalten. Beim Dämpfen und
Dünsten bleiben sie weitgehend erhalten.
In den letzten Jahren zeigte sich, dass Antioxidantien in Obst und
Gemüsen viele gesundheitsfördernde und -schützende Eigenschaften haben.
Antioxidantien tragen dazu bei, dass schädliche freie Radikale
verringert werden und beugen Krankheiten vor.
Die Art und Weise der Kochprozesse kann den Gehalt an Antioxidantien in
Gemüsen beeinflussen. Das stellte ein spanisches Forscherteam am
Beispiel von Brokkoli fest. Viele der in Gemüsen enthaltenen
Antioxidantien sind wasserlöslich, daher wird ein Teil beim Erhitzen
ins Kochwasser abgegeben, das meist weggeschüttet wird.
Man sollte die Menge des Kochwassers so gering wie möglich halten. Will
man Gemüse einfrieren, wird es vorher blanchiert. Für kurze Zeit wird
es in kochendes Wasser gegeben und mit Eiswasser abgeschreckt. Das
Gemüse erhält eine kräftige Farbe, bleibt bissfest und länger haltbar,
es verliert aber einen Teil der Antioxidantien.
Am schädlichsten wirkte sich das Erhitzen von Brokkoli in der
Mikrowelle aus. Die antioxidativen Flavonoide gingen nahezu völlig (zu
97 Prozent) verloren, auch andere Antioxidantien wurden weitgehend (bis
zu 87 Prozent) zerstört. Bei normalen Kochprozessen gingen immerhin
noch zwei Drittel der Flavonoide verloren. Die geringsten Verluste an
Antioxidantien wurden beim Dämpfen erzielt, wenn sich auch einzelne
Substanzen etwa um die Hälfte (47 Prozent) verringerten. Wer sich
gesund ernähren will, sollte bei Gemüsen auf die Mikrowelle verzichten
und lieber zu schonenden Garweisen greifen. Dämpfen oder Dünsten in
wenig Wasser sind
empfehlenswert und erhalten die schützenden Antioxidantien am besten.
Stefanie Oppermann, Brokkoli verliert in der Mikrowelle 85
Prozent seiner Antioxidantien. In: bild der wissenschaft online
www.wissenschaft.de vom 17.10.2003. Originalquelle: F. Vallejo, FA
Thomás-Barberán, C Garcia-Viguera, Phenolic compound contents in edible
parts of broccoli inflorescences after domestic cooking. In: Journal of
the Science of Food and Agriculture Vol. 83, Issue 14, 1511-15126.
Quelle: ddp/bdw
www.wissenschaft.de
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