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22.07.2005
Die Familie Hugel - Wegbereiter des elsässischen Weinbaus
Der Name “HUGEL” wird im Elsaß im 15. Jahrhundert urkundlich belegt.
Etwa zwei Jahrhunderte später (1637) wird ein Hans Ulrich HUGEL
im von den Wirren des Dreissigjährigen Krieges heimgesuchten Riquewihr
ansässig. 1639 erhält er das Bürgerrecht und führt alsbald den Vorsitz
über die einflussreiche Zunft der Rebleute.
Winzer in Riquewihr von Vater zu Sohn seit 1639
Sein gleichnamiger Sohn lässt 1672 ein recht stattliches Haus in der
Seilergasse errichten und seine Initialen H.U.H. sowie das
Familienwappen in den Türsturz einmeisseln: einen “Dreiberg” der eben
drei Hügel versinnbildlicht.
Während des 18. und 19. Jahrhunderts sind die einanderfolgenden Hugels als tüchtige und rechtschaffene Weinbauern, insbesondere durch die gute Pflege ihrer Weinberge bekannt geworden.
1902 verlässt Frédéric Emile HUGEL (1869-1950) das alte
Familienanwesen, um sich in der Ortsmitte Riquewihrs anzusiedeln, eben
dort, wo heute noch das Herz des Familienbetriebs schlägt. Einer unter
den ganz Grossen.
Schon vor mehr als zweitausend Jahren wurde im Elsaß Wein angebaut,
aber besonders florierte der Weinbau während des ganzen Mittelalters.
Die Nähe zum Rhein, der damals die wichtigste Handelsstrasse Europas
war, erlaubte es, die Elsässer Weine nach den Niederlanden, den
Skandinavischen Ländern und nach England auszuführen, allerorten wo sie
besonders geschätzt waren.
Bis zum Anfang des 17. Jahrhunderts blieb das Elsaß das grösste
Weinland des Heiligen Römischen Reichs Deutscher Nation und wohl auch
das am meisten geschätzte.
Der verheerende Dreissigjährige Krieg (1618- 1648), die Französische
Revolution von 1789, die Napoleonischen Kriege und der Krieg von
1870/71 bewirkten einen langsamen Niedergang des elsässischen Reblands.
Hinzu kam, dass der Weinstock um die Jahrhundertwende von Schädlingen
und Pilzerkrankungen heimgesucht wurde, so dass der Ertrag ganzer
Weinlesen vernichtet wurde. Die Lage schien hoffnungslos.
Erst nach 1918 setzten sich einige weitblickende Weinbauern zusammen - unter Ihnen war Frédéric Emile HUGEL
(1869-1950) um den Weg zur Qualität zurückzufinden. Sie wurden schwer
bekämpft. Ihr Erfolg ist der Hinweis, daß sie auf dem richtigen Weg
waren.
Sein Sohn Jean (1898-1980) trat in seine Fusstapfen. Dank seiner
Zähigkeit und seinem Engagement für optimale Leistungen, verlieh er dem
Familienbetrieb die Ausstrahlung, die ihm heute eigen ist und bewies
somit, dass der Elsässer Wein seinen Platz in der Riege der
Spitzenweissweine weltweit behaupten darf.
Dessen drei Söhne Georges, Jean und André bleiben peinlich genau dieser
Zielsetzung ergeben und teilen sich die Verantwortung für die
Weiterführung des Betriebs.
Ihnen ist zu verdanken, dass nach regem Kampf die Gesetzgebung nunmehr
den elsässischen Weinen die amtlichen Bezeichnungen “Vendanges
Tardives” und “Sélection de Grains Nobles” zuerkannt hat.
Die aufrückende Generation, - in direkter Abstammung, die zwölfte seit
1639 - ist sich der grossen von ihren Vorfahren ererbten Prinzipien
bewusst. Eine erhabene Aufgabe erwartet Jean-Philippe, Marc und
Etienne, ja eine Herausforderung, der Sie die Stirn zu bieten gewillt
sind: nämlich aus dem Elsässerwein den grössten Weisswein des 21.
Jahrhunderts zu schaffen.
Die goldene Regel der Hugel
“Der Wein ist bereits in der Traube”. Sobald das Lesegut im Hause Hugel
im Herzen Riquewihrs eintrifft, werden die Trauben nach ganz strikten
Qualitäts-Kriterien “klassifiziert”.
Die Pressen werden durch Schwerkraft und keineswegs durch
Umpumpen gefüllt. Lediglich Most der ersten Pressungen verdienen es,
später das berühmte gelbe Etikett tragen zu dürfen.
Auf die
Besonderheiten jeder Traubensorte und des jeweiligen
Qualitäts-Standards wird streng geachtet. Weine, die nicht den hohen
Ansprüchen genügen, werden ausgesondert und im Faß weiterverkauft.
Bewährte, alte Methoden und ultra-moderne Technik
Fast alle Hugel-Keller sind unter guterhaltenen Gebäuden des 16.
Jahrhunderts gelegen. Man findet hier über hundert Jahre alte
Eichenfässer, darunter auch die berühmte “St.Caterine” von 1715, die in
das Guiness-Buch der Rekorde Eingang gefunden hat.
Soviel Tradition
schließt jedoch Fortschritt nicht aus. Temperatur-kontrollierte Gärung
und moderne Abfüll- und Verpackungstechnik finden sich gleichermaßen.
Jeder Wein wird jeweils durch ein Familienmitglied in jedem
Entwicklungsstadium überwacht. Nach der Füllung haben die Weine im
Durchschnitt mindestens 2 Jahre auf der Flasche zu reifen, um dann nach
einer letzten Kontrolle etikettiert und zum Versand gebracht zu werden.
Ein Marken-lmage mit internationaler Renommee
Als mittleres Familien-Unternehmen erfreut sich das Haus Hugel
internationaler Anerkennung. Die Hugel-Weine sind in so gut wie jedem
guten französischen Restaurant zu finden, allerdings wird ein Anteil
von fast 80% in mehr als hundert Länder exportiert. Die Hugel sind als
Mitglied in die “Primum Familiae Vini” aufgenommen worden. Diese
Vereinigung besteht aus 12 weinerzeugenden Familienbetriebe aus der
ganzen Welt.
www.hugel.com
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