12.02.2006 4. Internationaler Brennertag in Friedrichshafen 2006 - Obstbrände aus Baden-Württemberg stehen für Individualität und höchste Qualität
12.02.2006
"Durch die Verwertung von Wirtschaftsobst aus dem Markenobstbau tragen
Sie als Kleinbrenner zur Einkommenssicherung und zur Wertschöpfung im
ländlichen Raum maßgeblich bei", sagte der baden-württembergische
Minister für Ernährung und Ländlichen Raum, Peter Hauk MdL, am Sonntag
(12. Februar) beim 4. Internationalen Brennertag auf der Messe
"Fruchtwelt Bodensee" in Friedrichshafen (Bodenseekreis).
"Das Brennereiwesen in Baden-Württemberg ist ein Stück
Kulturgeschichte, das über Jahrhunderte gewachsen ist. Wir verfügen mit
unseren 170.000 Hektar und 11,4 Millionen Bäumen über die
umfangreichsten Streuostbestände in Deutschland", betonte der Minister.
"Sie schützen durch ihre Arbeit die Natur und leisten darüber hinaus
einen großen Beitrag zur Erhaltung unserer so abwechslungsreichen
Landschaft. Mit der Obstverwertung von ökologisch wertvollen Flächen
erfüllen Sie, auch aus agrar- und umweltpolitischer Sicht, wichtige
Aufgaben im Natur- und Landschaftsschutz", unterstrich Hauk.
"Daher ist das Ziel der Landespolitik, die wirtschaftlichen
Rahmenbedingungen für den Streuobstbau und heimische Erzeugnisse so zu
gestalten, dass die Klein- und Obstbrenner im Wettbewerb weiterhin so
gut bestehen können, wie dies bereits der Fall ist", betonte Minister
Hauk.
"Um dieses Ziel zu erreichen, setzen wir Maßnahmen und Förderprogramme
punktgenau ein. Allein im Jahr 2004 haben wir mit dem Marktentlastungs-
und Kulturlandschaftsausgleich (MEKA) knapp 30.000 Hektar
Streuobstflächen mit drei Millionen Euro gefördert", erläuterte Hauk.
"Auch im Bereich der Vermarktungspolitik haben wir durch massive
Interventionen bei der EU, eine Ausnahmeregelung erreicht, die das
Branntweinmonopol bis zum 31. Dezember 2010 sichert und die Chance auf
ein Fortbestehen darüber hinaus nicht ausschließt", so der Minister.
"Neben den gesetzlichen Rahmenbedingungen sind aber auch die Qualität
der Produkte und die Fachkenntnisse im Bereich der Herstellung ein
wichtiges Gut. Dieses zu nutzen und zu erhalten, ist die Chance für
unsere edlen Destillate auf dem Markt zu bestehen und dafür müssen wir
uns gemeinsam einsetzen", betonte Hauk. "Der Spirituosenmarkt als
Absatzzweig wird zukünftig noch an Bedeutung gewinnen und deshalb ist
Marktorientierung gefordert. Bei der Vermarktung sind die
Verbraucherwünsche ein wichtiger Maßstab und regionale Bezüge und die
Herkunft der Produkte haben hier eine hohe Priorität. Hier haben die
Obst- und Kleinbrenner ihre Chance auf die Kundenwünsche einzugehen und
durch innovative Ideen und die Entwicklung marktfähiger
Unternehmenskonzepte den Absatz zu steigern", erklärte Minister Hauk.
Quelle: Ministerium für Ernährung und Ländlichen Raum