02.07.2006
Baden-Württemberg startet Programm zur Kinderbetreuung von Wissenschaftlerinnen und Wissenschaftlern
Minister Frankenberg: Vereinbarkeit von Elternschaft und akademischer Karriere erleichtern.
Experimente im Forschungslabor richten sich nicht nach
Kindergartenöffnungszeiten, daher muss die Betreuung der Kinder von
Wissenschaftlerinnen und Wissenschaftlern verlässlich, flexibel und
möglichst arbeitsplatznah gewährleistet sein. Das Land startet im
Rahmen des Kinderlandes Baden-Württemberg das Programm ‚Kinderbetreuung
für das wissenschaftliche Personal an den Hochschulen
Baden-Württembergs’, um die Vereinbarkeit von Elternschaft und
akademischer Karriere zu erleichtern.
Dies erklärte Wissenschaftsminister Professor Dr. Peter Frankenberg
anlässlich der offiziellen Ausschreibung des vom Ministerrat
beschlossenen Programms am 30. Juni in Stuttgart.
Mit dem Programm sollten wissenschaftliche Karrieren, besonders von
Frauen, unterstützt werden, betonte der Minister, denn „wir können es
uns nicht leisten, im Arbeitsmarkt und in der Wissenschaft auf die
hervorragend ausgebildeten Frauen zu verzichten. Wir können es uns
jedoch genauso wenig leisten, dass diese Frauen aus beruflichen Gründen
keine Kinder bekommen. Ich wäre froh, wenn dieses Programm dazu
beiträgt, die Zahl der Eltern unter den Akademikerinnen zu erhöhen.
Zudem stellen die Betreuungsmöglichkeiten einen wichtigen
Standortfaktor im Hochschulbereich dar.“
Gefördert werden mit jährlich 1,5 Millionen Euro innovative
Kinderbetreuungskonzepte, vorrangig für unter dreijährige Kinder, deren
Mutter oder Vater an einer Hochschule oder Berufsakademie des Landes im
wissenschaftlichen Bereich beschäftigt ist. Dabei kann die Hochschule
eigene Betreuungsmöglichkeiten schaffen oder sich am Angebot einer
externen Einrichtung beteiligen.
Der Umfang der Unterstützung beträgt ein Drittel der notwendigen
Betriebskosten, ein Drittel soll die Hochschule tragen und ein weiteres
Drittel soll durch Elternbeiträge finanziert werden. Für die
Erstausstattung können einmalig bis zu 1.000 Euro pro Betreuungsplatz
zusätzlich gewährt werden. Das Programm soll zunächst für fünf Jahre
laufen, nach einer Evaluation wird über eine Fortführung entschieden.
Bewerbungen sind an das Ministerium für Wissenschaft, Forschung und
Kunst Baden-Württemberg, Königstraße 46, 70173 Stuttgart zu schicken.
Die Bewerbungsfrist endet am 1. Dezember 2006.
Quelle: Ministerium für Wissenschaft, Forschung und Kunst
Kinderbetreuung für das wissenschaftliche Hochschulpersonal
Abgabetermin: 01.12.2006