Niemand will dauerhafte Stagnation oder kann damit einen Zustand der
Zufriedenheit erreichen. Der Mut und der Wille zur Veränderung ist oft
die Grundlage für alle künftigen Erfolge. Ein flexibles Denken
ermöglicht es uns, die sich bietenden Chancen überhaupt zu erkennen und
schließlich auch zu ergreifen.
Indem wir uns, der eigenen Verantwortung bewusst, entscheiden, neue
Ziele zu suchen und einen Anfang zu machen, ist ein wichtiger Schritt
bereits gegangen. Nun gilt es jedoch, den eingeschlagenen Weg
kontinuierlich weiterzugehen und ein konsequentes Tempo
aufrechtzuerhalten. Dies ist mitunter mühselig – schnell gerät der
erste Elan ins Stocken. Hierbei gilt es, den einmal in Gang gesetzten
Prozess fortzusetzen und sich dabei nicht von Hindernissen oder
Schwierigkeiten aus der Bahn werfen zu lassen. Solche Gefahren werden
erheblich vermindert, wenn alle Zielsetzungen von einem dauerhaften
Selbst-Coaching begleitet werden.
Jeder Mensch ist in gewisser Weise ein Gefangener seiner Denkweise, die
nicht einfach gegeben ist, sondern im Laufe der Zeit angenommen, quasi
antrainiert wurde. Wir konditionieren uns selbst, indem wir für unsere
Entscheidungen auf frühere Erfahrungen oder Erinnerungen zurückgreifen
und lieber alte Gewohnheiten beibehalten. Nur wenige Menschen haben die
glückliche Gabe, wirklich offen für Neues und bereit für Veränderungen
zu sein. Wenn wir ehrlich sind, stellen wir bei uns selbst oft eine
störende Verschlossenheit, zumindest vorsichtige Zurückhaltung
gegenüber dem Unbekannten fest. Alternativen zu den herkömmlichen
Vorgehens- und Handlungsweisen werden somit häufig übersehen.
Alternatives Denken bedeutet die Möglichkeit, sich selbst für neue Wege
zu öffnen und starre Strukturen, die uns behindern, weitgehend über
Bord zu werfen. Denn durch diese eingefahrenen Strukturen begrenzen wir
unsere zur Verfügung stehenden Fähigkeiten und lenken sie in eine
bestimmte, bereits festgelegte Richtung. Damit wird es schwer, neue
Wege zu gehen – sie überhaupt zu finden – und das gesamte Repertoire
der eigenen Fähigkeiten zu nutzen.
Die Praxis des Alternativen Denkens im Selbst-Coaching
Wenn Sie sich bereits ganz bewusst dafür entschieden haben, neue
Zielsetzungen zu verfolgen, ist es Ihnen damit schon gelungen, das
fesselnde Netz alter Gewohnheiten abzuwerfen. Schließlich kann kein
Ziel erreicht werden, ohne einen klaren Anfangspunkt zu markieren. „Der
Anfang ist die Hälfte des Ganzen“, wusste schon der griechische
Philosoph Aristoteles. Damit Sie nun auch die zweite Hälfte sicher
zurücklegen, gilt es vor allem, nicht in alte Denkmuster – die sich
gerne in Zweifeln und allerlei Befürchtungen zeigen – zurückzufallen.
Selbst-Coaching heißt das Stichwort: Durch ein Selbst-Coaching sind Sie
in der Lage, auch größeren Anforderungen, die mit Ihren persönlichen
Zielsetzungen einhergehen, über längere Zeiträume gerecht zu werden.
Sie werden nicht vorzeitig an den Belastungen scheitern, Ihr
zielgerichtetes Handeln sogar weniger als Bürde, sondern eher als
Erfolg versprechende Aufgabe wahrnehmen, wenn Sie sich den
Rahmenbedingungen mit vollem Bewusstsein stellen. Ein konsequentes
Selbst-Coaching verhindert, dass Sie sich in Sackgassen manövrieren. Es
stärkt Ihre eigene Motivation, weil Sie sich von auftretenden
Schwierigkeiten nicht überraschen und überrumpeln lassen, sondern diese
bereits vorab einkalkulieren.
Mit dem Selbst-Coaching ordnen Sie das Gedankenchaos und treten diesem mit eigenen für Sie angemessenen Strukturen gegenüber.
Insbesondere das Alternative Denken ist Bestandteil eines gelungenen
Selbst-Coachings. Hierdurch finden Sie zu Ihrer eigenen inneren
Struktur und lernen Zweifel, die aus der Angst vor Veränderung
resultieren, von echten Bedenken zu unterscheiden. Störende Momente des
Selbstzweifels sind eine häufige Ursache dafür, einen eingeschlagenen
Weg abzubrechen, während ein kluges Abwägen dazu führt, notwendige
Kurskorrekturen vorzunehmen.
Der Prozess des Selbst-Coachings ist darauf angelegt, vorgeprägte
(Gedanken-) Muster fortwährend zu überprüfen und zu hinterfragen.
Ein solcher Bewusstwerdungsprozess ist ganz auf Fortschritt
ausgerichtet und wird dazu beitragen, das belastende Gewohnheitsdenken
ganz neu zu strukturieren. Hierbei werden einzelne Handlungen oder
ganze Handlungsketten reflektierend unter die Lupe genommen, wodurch
Sie sich Ihrer antreibenden Intention ebenso bewusst werden wie den
destruktiven Momenten. – Selbst-Coaching ist ein dauerhafter Prozess,
der zwar auch punktuell zur Problemlösung beiträgt, dabei jedoch immer
das Ganze im Auge behält.
Selbst-Coaching als kontinuierlicher Prozess
Viele langfristige Prozesse benötigen von Zeit zu Zeit neue Impulse,
damit sie nicht ins Stocken geraten. Der alternativ Denkende wird im
Rahmen des Selbst-Coachings schnell erkennen, wann ein etwaiger
Stillstand bevorsteht und kann einer möglichen Erstarrung mit
vorbeugenden Maßnahmen begegnen. Und das Selbst-Coaching selbst ist
bereits praktisches Alternatives Denken, weil es Selbstreflexionen und
den Wunsch zur Veränderung des Bestehenden bereits voraussetzt. Sie
wollen sich hiermit nicht mehr allein dem Diktat traditioneller
Denkschemata beugen. Wenn Sie nun spüren, dass Ihre Dynamik nachlässt,
dass Zweifel zunehmen und Kräfte verloren gehen, können Sie
vorübergehend auf ein Fremd-Coaching zurückgreifen. Wobei ein
qualifiziertes Fremd-Coaching letztendlich nichts anderes ist als ein
Anstoß für die Weiterführung des eigenen Coachings.
Ein professionelles Coaching ist immer weit mehr als eine allgemeine
Beratung, es orientiert sich an der Individualität des Einzelnen und
ist persönlichkeitsspezifisch zugeschnitten. Im Mittelpunkt eines
Coachings steht die Eigenverantwortung des Klienten (Coachee), ganz im
Sinne des großen italienischen Dichters Dante Alighieri, der sagte:
„Der Weg zum Ziel beginnt an dem Tag, an dem du die hundertprozentige
Verantwortung für dein Tun übernimmst.“ Deshalb kann ein seriöses
Coaching auch keine universellen und vorkonfektionierten Lösungen
anbieten. Die Entscheidung für oder gegen einen wichtigen Schritt liegt
immer bei Ihnen selbst, niemals beim Coach. Ein Coach will Ihnen, auf
Grundlage seiner Erfahrungen, neue Impulse geben, Ihnen dabei auch
einige wirkungsvolle Tricks und Kniffe anbieten, vor allem aber das
Alternatives Denken trainieren und dabei stärker zum
eigenverantwortlichen Handeln anregen. So erhalten Sie neuen Schwung
und auch einige mögliche Routen für Ihre Reise – antreten können Sie
diese immer nur selbst. Deshalb ist es das höchste Ziel eines jeden
Fremd-Coachings, dass Sie selbst schließlich Ihr bester und wichtigster
Coach werden.
Die Entscheidung liegt bei Ihnen
Das Selbst-Coaching können Sie sofort (tatsächlich jetzt!) beginnen,
ohne dass Sie hierbei auf besondere Vorkenntnisse zurückgreifen müssen.
Sobald Sie sich entschließen, die Verantwortung für Ihr Handeln und für
Ihre Entscheidungen zu übernehmen, ist der Prozess auch schon in Gang
gesetzt. Wenn Sie sich nun noch systematisch neue Ziele setzen, und
dabei nicht der Angst vor Veränderung und den Selbstzweifeln
bedingungslos gehorchen, sind Sie zudem mitten drin im Alternativen
Denken. Im Rahmen Ihres Selbst-Coachings können Sie immer wieder auf
die Technik des Alternativen Denkens zurückgreifen, welches selbst bald
zur täglichen Praxis werden kann, um nun das konventionelle und
blockierende Gewohnheitsdenken zu ersetzen. Damit wird die Bahn frei
für das Erreichen neuer Ziele.
Wenn es Ihnen im Selbst-Coaching gelingt, festgefahrene Denkmuster aus
eigener Kraft aufzuweichen, ihnen neue konstruktive Strukturen
entgegenzusetzen, um einen wesentlich vergrößerten Handlungsspielraum
zu erhalten, können Sie Wege bescheiten, die Ihnen zuvor versperrt
waren. Ihre innere Stimme ist dann weniger von früheren Zweifeln und
Befürchtungen überlagert, sondern entspricht Ihren tatsächlichen
Visionen, Wünschen und Ideen. Und bei der Wahl unserer Zielsetzungen
ist es durchaus erlaubt, sich nicht nur auf die kleinen Dinge zu
beschränken. Wer sich, seiner Eigenverantwortung bewusst, für eine
Sache entscheidet, braucht auch vor echten Visionen nicht
zurückzuschrecken, wenn sie denn auf einem tatsächlichen inneren Drang
basieren. Es kommt darauf an, ein bestimmtes Ziel überhaupt erst einmal
ins Auge zu fassen, einen Anfang zu machen und den Weg konsequent zu
beschreiten. Sind diese ersten Hürden genommen, können wir unsere
Schritte stetig vergrößern. Viele bedeutende Errungenschaften wurden
vor allem deshalb realisiert, weil ein eindringlicher Wunsch mit dem
Mut, einen Anfang zu machen, zusammentraf. Man wächst mit der Tat – und
manchmal sogar über sich hinaus. Dieses Erlebnis hat sich schon
tausendmal bewahrheitet und gilt für Sie selbst ebenso wie für jeden
anderen.
Wer der lähmenden Stagnation überdrüssig ist und auf den Willen zur
Veränderung zählen kann, findet im Alternativen Denken
(Selbst-Coaching-Prozess) die richtigen Mittel, um eigenverantwortlich
nach vorne zu schauen. Hierbei gilt es, die vielfältigen, oft
heimtückischen Formen der Selbstsabotage zu überwinden und den ersten
Schritt zu gehen. – Denken Sie daran, Sie müssen nichts verändern –
Ihre innere Stimme wird Ihnen aber vermutlich sagen, dass Sie etwas
Neues erreichen wollen. Selten sind es wirklich andere oder
irgendwelche Umstände, die uns Steine in den Weg legen – wir sind es
meistens selbst.
Beginnen Sie Ihr Selbst-Coaching nicht morgen oder nächste Woche,
sondern sofort. Hinterfragen Sie dabei alle Denkmuster, die Sie dazu
verleiten wollen, einen Anfang aufzuschieben oder ein Ziel für zu hoch
gesteckt zu halten. Und wenn Ihnen mal die Puste ausgeht, denken Sie
daran, dass ein qualifiziertes Coaching hier frische Impulse geben kann.
Die letzte Verantwortung für unsere Entscheidungen und Handlungen liegt
immer bei uns selbst. – Wie schon Bettina von Arnim sagte: „Wer wagt,
selbst zu denken, der wird auch selbst handeln.“
Weitere Infos zu diesem Thema:
Albert Metzler: Alternatives Denken – Vom fremden Chaos zu eigener
Struktur; ISBN: 393835805X; Verlag: BusinessVillage / Göttingen 2005
Pressekontakt:
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