Ein "Bänker", der in Süddeutschland wohnt und durch erfolgreiche
Börsenspekulation mit Termingeldern zu schnellem Reichtum gelangt ist,
will seiner Mutter, die in einer kleinen Stadt bei Braunschweig wohnt,
zu Weihnachten etwas von seinem Geldsegen zukommen lassen und kommt auf
folgende Idee:
Er kauft ein Monopoly-Spiel, ersetzt das Spielgeld durch richtiges
Geld, insgesamt 40 000.- DM, und packt alles wieder in Plastikfolie
ein.
Durch Bekannte läßt er das Präsent seiner Mutter pünktlich zum Heiligen
Abend zukommen. Sie macht sich aber nichts aus Spielen, geht nach den
Feiertagen in ein Spielwarengeschäft und tauscht das Geschenk um.
Erzählt am 12. Mai 1993 von einer Studentin der Volkskunde in Göttingen
im Anschluß an eine Vorlesung, in der R. W. Brednich das Monopoly-Spiel
erwähnt hatte.
Quelle: Die Ratte am Strohhalm, Allerneueste sagenhafte Geschichten von
heute, Rolf Wilhelm Brednich, München 1996, Seite 15, Nr. 1