Europaweites Ranking der Wirtschaftsstandorte:
Karlsruhe und die Region sind nicht vom Negativtrend erfasst
Die Wirtschaftswoche zieht in ihrer letzten Ausgabe eine ernüchternde
Bilanz: Fast alle Regionen Deutschlands haben im europäischen Vergleich
an wirtschaftlicher Attraktivität eingebüßt.
Nur noch sieben deutsche Städte zählen zu den 40 Top-Regionen Europas
(Platz 1: Stockholm), so das Ergebnis einer von der Wirtschaftswoche in
Auftrag gegebenen Studie des Forschungsinstituts Empirica Delasasse.
Vor vier Jahren waren es immerhin noch vierzehn deutsche Städte.
Karlsruhe zählt das Magazin, neben München, Stuttgart und Nürnberg,
zu den Regionen Deutschlands, die nicht von diesem Negativtrend erfasst wurden.
Im europaweiten Vergleich von insgesamt 214 Städten und Regionen,
inklusive Schweiz und Norwegen, belegt Karlsruhe Platz 25 (Stuttgart:
26). Im bundesweiten Vergleich hat Karlsruhe nach München und vor
Stuttgart sogar das zweitbeste wirtschaftliche Potenzial aller
untersuchten Städte und lässt damit etwa Düsseldorf (62), Berlin (70)
oder Augsburg/Schwaben auf Platz 84 weit hinter sich.
Dass die Region um die Fächerstadt in der Kategorie
"High-Tech-Potenzial" mit einem siebten Platz europaweit sehr gut
punkten konnte, freut auch Bürgermeister Manfred Groh.
"Die Nähe von Wissenschaft und Forschung zu innovativen Unternehmen
zählt zu den Stärken unserer Region", verweist der Wirtschaftsdezernent
sowohl auf die zahlreichen ortsansässigen Hochschulen und
Forschungsinstitutionen darunter das ZKM, wie auch auf zukunftsweisende
Gründer-Einrichtungen wie die Technologiefabrik, CyberForum oder den
Karlsruher Existenzgründungsimpuls KEIM.
Auch der europaweit neunte Rang in der Kategorie "Marktpotenzial" komme
nicht von ungefähr: "Karlsruhe verfügt – sei es per Schiene, Schiff und
Autobahn, aber auch durch den Baden-Airport – über exzellente
Verkehrsanbindungen" nennt Groh weitere Pluspunkte des Standorts für
potenzielle Unternehmensansiedlungen.