26.02.2006
Beste Mitarbeiter in Unternehmen vernachlässigt - Studienergebnisse von Hewitt
Deutschland befindet sich auf Grund
wirtschaftlicher, demographischer und sozial-politischer Veränderungen
sowie dem technologischen Fortschritt in einer Zeit rasanten Wandels.
Dieser Wandel hat großen Einfluss auf den Arbeitsmarkt der Zukunft und
den Human Resources-Bereich (HR), also die Personalabteilung, da die
Bevölkerung älter und weniger wird.
Mit der quantitativen Problematik
steigt für Unternehmen die qualitative Herausforderung. Bereits heute
müssen sich Personalverantwortliche bemühen, ihre besten Mitarbeiter
langfristig an das Unternehmen zu binden.
Jedoch verwenden mehr als 50
Prozent der Unternehmen, deutlich mehr Zeit für die Rekrutierung neuer
Mitarbeiter als für die Bindung ihrer Top-Leistungsträger – dabei haben
59 Prozent große Schwierigkeiten bei der Neubesetzung ihrer
Schlüsselfunktionen und 92 Prozent erwarten dieses Problem in naher
Zukunft.
Dies ist ein Ergebnis der Studie „HR Landscapes. Defining the
Future Path of Talent Management 2006“, durchgeführt von der
Managementberatung Hewitt Associates. „Top-Leistungsträger bestimmen
das Wachstum und die Marktleistung eines Unternehmens erheblich. Der
Verlust eines Mitarbeiters oder die Besetzung einer Stelle mit der
falschen Person behindern die Strategieumsetzung und den
Unternehmenserfolg massiv. Aus diesem Grund sollten Unternehmen
höchstes Augenmerk auf die langfristige Bindung ihrer Top-Kräfte
legen“, sagt Piotr Bednarczuk, Geschäftsführer der Hewitt Associates
GmbH in Deutschland.
HR hinkt hinterher
Im Rahmen der Hewitt-Studie wurden knapp 140 Großkonzerne befragt. Mehr
als die Hälfte davon beschäftigt über 10.000 Mitarbeiter. Nur 25
Prozent der befragten Unternehmen gaben an, eine langfristige und
vorausschauende Mitarbeiterplanung zu haben. Mehr als 85 Prozent der
Unternehmen verfügen über kein individuelles Personalmanagement. Das
heißt, sie haben ihre HR-Programme nicht auf die spezifischen
Bedürfnisse der verschiedenen Mitarbeitergruppen wie zum Beispiel
Top-Talente oder Führungskräfte abgestimmt. Nur 30 Prozent nutzen die
Informationen über ihre Mitarbeiter und Führungskräfte wie zum Beispiel
erbrachte Leistungen oder Potenzial aktiv zur Gestaltung eines internen
Talent Managements.
Schlüsselfunktion: Flexibilität
Die globalen Rahmenbedingungen von Arbeit fordern von allen
Arbeitgebern künftig ein hohes Maß an Flexibilität. 87 Prozent der
Unternehmen sehen eine große Notwendigkeit, die Arbeitsverhältnisse
flexibel zu gestalten. 75 Prozent der Befragten sind der Meinung, dass
Mitarbeiter ihren Arbeitsplatz häufiger und dabei branchen- und
funktionsübergreifend wechseln werden. Von den Spitzenkräften verlangen
Arbeitgeber neben Flexibilität zusätzliche Fähigkeiten und Kenntnisse:
77 Prozent der Unternehmen fordern in zunehmend virtuellen
Arbeitswelten Top-Manager, die Mitarbeiter begeistern, überzeugen und
motivieren.
Alter managen
Die alternde Belegschaft zu managen ist eine große Herausforderung für
Unternehmen, diese wird aber noch unterschätzt. Lediglich 26 Prozent
der Befragten werten die demographische Mitarbeiterstruktur als
wichtigen Faktor für den Gesamterfolg des Unternehmens. Knapp 70
Prozent der Unternehmen gehen davon aus, dass jüngere Mitarbeiter in
Zukunft eben stärker gefragt sind und frei werdende Positionen im
Management besetzen. „Über die Hälfte der befragten Unternehmen
überarbeitete in der Vergangenheit ihre HR-Strategie. Nur wenige haben
jedoch entscheidende Maßnahmen getroffen und ein strukturiertes und
integriertes Talent Management-Programm eingeführt, um dem Wandel
erfolgreich zu begegnen“, so Piotr Bednarczuk.
Falls Sie Rückfragen zu dieser Studie haben, steht Ihnen Dr. Piotr
Bednarzcuk gerne zur Verfügung. Den kompletten Ergebnisbericht der
Studie können Sie kostenlos bei der Managementberatung Hewitt
Associates beziehen.
Über Hewitt Associates:
Mit über 60 Jahren Erfahrung ist Hewitt Associates (www.hewitt.com)
einer der führenden Anbieter von Beratungs- und Outsourcing-Leistungen
im Bereich Human Resources. Hewitt berät aktuell mehr als 2.400
Unternehmen und erbringt HR-Outsourcing-Leistungen für weltweit über
350 Firmen mit mehreren Millionen Angestellten und Pensionären. In 35
Ländern beschäftigt Hewitt fast 22.000 Mitarbeiter.