26.04.2005
Die Adoptionsurkunde von Stephanie Napoleon
In dem von Napoleon, Josephine, Louis Bonaparte, Murat, Stephanie,
Cambacérès und Claude de Beauharnais unterzeichneten Dokument heisst
es, dass der Erzkanzler Ragis Cambacérès sich auf Befehl Napoleons in
den Tuillerienpalast begeben habe, wo ihm der Kaiser erklärte, die
Tochter des Senators Claude de Beauharnais adoptieren zu wollen.
Stephanie erhielt zusätzlich den Namen Napoleon und habe das Recht, das
kaiserliche Wappen zu tragen.
Sie genösse alle Ehren, die den "Enfants
de France" zukämen, jedoch ohne weitere Auswirkung. Vater und Tochter
hätten erklärt, die Adoption zu akzeptieren und sprechen dem Kaiser
ihren Dank aus.
Das Dokument trägt die erste Unterschrift der Prinzessin mit ihrem
zusätzlichen Vornamen. Die Unebenbürtigkeit der zukünftigen Braut
spielte bei den Heiratsverhandlungen (-> Reitzenstein) mit Baden
eine bedeutende Rolle. Schon beim Besuch Napoleons in Kalrsruhe, am
19.01.1806 soll Markgräfin Amalie ihm gegenüber geäussert haben: " Wenn
sie nur Ihres Blutes wäre", worauf Napoleon geantwortet haben soll: "Eh
bien, je l'adopte" (nun gut, dann adoptiere ich sie eben).