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20.02.2006
Der Apfel fällt nicht weit vom Stamm - Christian Worch und sein Grossvater - Karlsruhe



VVN-BdA macht öffentlich: Großvater des Neonazi-Aktivisten Christian Worch war NSDAP-Kreisleiter in Karlsruhe.

Bei der Eröffnung der Ausstellung „Neofaschismus in Deutschland“ am 05.02.2006 im Luthersaal an der Lutherkirche gab es an der Stelle, als Janka Kluge an der Tafel 13 „Die Führer“ auf Christian Worch zu sprechen kam, einen überraschenden Zwischenruf eines Teilnehmers.

Der Teilnehmer erklärte, dass Worchs Vater NSDAP-Kreisleiter in Karlsruhe war. Eine Überprü fung ergab, dass das tatsächlich auf Worchs Großvater zutrifft.

Hier ein Auszug aus dessen Lebenslauf, veröffentlicht in Karlsruher Beiträge zur Geschichte des Nationalsozialismus, Universitätsverlag Konstanz 1997, „Die Führer der Provinz“ - NS-Biografien aus Baden und Württemberg im Beitrag von Manfred Koch

„Überzeugter Nationalsozialist eigener Prägung“ - Willi Worch, NSDAP-Kreisleiter von Karlsruhe:
„Willi Worch, geb. 26. Juli 1896 in Straßburg, evangelisch, Kirchenaustritt, Vater: Adam Worch, Schreinergeselle, Mutter: Sophie geb. Stengel, verheiratetseit 1935 mit Erika Worch, geb. Riedner, vier Kinder. Volks- und Gewerbe­schulbesuch, Bierbrauer, 1914 -1918 Kriegsteil 1923 - März 1924 arbeitslos. 1914 - 1923 Mitglied des Brauerei- und Mühlenar völkischnationalen Gruppierungen, 1. Januar 1926 Mitglied der NSDAP (Mitglieds nr. 24375) und der SA (bis 1930), 1933 Mitglied der NSV, 1935 Mitglied des NS-Fliegerkorps, 1936 Mitglied des RLB, 1927 - 1929 »Bezirksführer« des Bezirks Karlsruhe der NSDAP, 1930 - 1935 Stadtrat, 1930 - 1932 Sektionsleiter der NSDAP Karlsruhe-Südstadt, Sommer 1932 NSDAP-Kreisleiter von Karlsruhe (1. Januar 1933 - Ende 1944 hauptamtlich), 1937 - 1944 Beisitzer beim Volksgerichtshof. 26. April 1945 Verhaftung, 16. Juli 1948 Ludwigsburg: »Minderbelasteter«, Haftentlassung, 17. Januar 1950 Urteil der Zentralberufungskammer Karlsruhe: »Belasteter«, ab 1949 Tätigkeit als Vertreter, gest. 23. November 1972 in Karlsruhe.“

Worch kam glimpflich bei der „Entnazifizierung“ davon, weil er Entlastungszeugen angeben konnte und die Spruchkammern in dem von Restauration geprägten Klima des beginnenden Kalten Krieges generell sehr milde Urteile fällten. Dem Gesamturteil des Historikers
Manfred Koch in o.g. Beitrag

„Aus der historischen Distanz muß festgehalten werden, daß Willi Worch sich vor 1933 mit seinem Einsatz für die NSDAP als entschiedener Gegner der Demokratie betätigte, mit seiner Bereitschaft zur physischen Gewalt einer ihrer Totengräber auf der lokalen Ebene wurde. Nach 1933 förderte er durch seine Politik als Stadtrat und Kreisleiter massiv den nationalsozialistischen Antisemitismus und funktionierte so in seinem Wirkungsbereich - wie so viele andere - als willfähriger Wegbereiter des Holocausts. Der Versuch, sich in seinem Verfahren unter Hinweis auf die ärztliche Behandlung durch einen Juden 1932/33 und den Kauf von Benzin bei einer Nichtarierin »Alibijuden« zu verschaffen, war ein durchaus gängiges Verhaltensmuster. Es belegt in seiner Unverfrorenheit zugleich aber das Ausmaß der Verdrängung oder der Uneinsichtigkeit in die Verstrickung in das und die Mitverantwortung für das nationalsozialistische Menschheitsverbrechen.“

stimmt die VVN-BdA uneingeschränkt zu. Sie wird sich weiter mit den Wurzeln des Neofaschismus auseinandersetzen und fragt: Muss es nicht ein besonderer Reiz für den Neonazi-Enkel sein, wenn er mit seinen Kumpanen - wie schon mehrfach - in der Karlsruher Südstadt marschiert, für die sein Nazi-Großvater bereits vor der Machtübertragung NSDAP-Sektionsleiter war. Fakt ist jedenfalls: Beide haben nichts aus dem faschistischen Menschheitsverbrechen gelernt.

Der an die berüchtigten Nazi-Aufmärsche anknüpfende Neonazi-Fackelmarsch am 03.12.2005 in Karlsruhe und der geplante Aufmarsch am 28.01.2006, der selbsternannten „Märtyrern“ gelten sollte, konnten aufgrund gemeinsamer Gegenwehr verhindert werden.

Am gleichen Tag durften Neonazis – auch wenn sie nicht sehr weit kamen - in Lüneburg, Dortmund und Stuttgart aufmarschieren. Damit muss endlich Schluss sein.

Die VVN-BdA fordert das Bundesverfassungsgericht auf, aus der Geschichte zu lernen und die Genehmigungspraxis zugunsten von Neonazi-Aufmärschen zu beenden.

Faschismus ist keine Meinung, sondern ein Verbrechen!




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Nicht nur die großen Einrichtungen wie das Historische Museum der Pfalz oder das Technik Museum Speyer öffnen an diesem Abend ihre „Schatztruhen“, auch die zahlreichen kleinen Galerien, Museen und viele Sehenswürdigkeiten haben sich für diese Nacht ganz besondere Themen und Aktionen einfallen lassen. Tauchen Sie ein in das Kulturleben der besonderen Art und entdecken Sie das Kulturnetzwerk Speyer.

Neu dabei ist in diesem Jahr der „Schauraum Schmucksyndikat“. Die freischaffende Künstlerin und Schmuckdesignerin Hanna Tochtermann öffnet regelmäßig ihren Schauraum als Galerie und als Schauplatz für kulturelle Veranstaltungen.

Bei fast allen Einrichtungen gehört Musik zum Programm der Nacht. Ob japanische Trommelklänge, Jazz oder Gregorianik: viele Stilrichtungen sind vertreten. 
Lassen Sie sich verzaubern von Musik und Licht, von Essen und Trinken, von Gesprächen und Stille.

Bitte geben Sie hier einen bildbeschreibenden Kurztext ein.Mit einem einzigen Ticket (Kontrollband für’s Handgelenk) können Sie alle beteiligten Kultureinrichtungen der Stadt besuchen. Dieses Bändchen kostet 6 Euro und ist erhältlich bei allen angeschlossenen Institutionen sowie der Tourist-Information Speyer (Tel. 06232-142239)

Regelmäßig verbinden unsere beiden Kulturbusse viele Stationen der Speyerer Kulturmeile. Das Ticket gilt auch zur kostenlosen Nutzung dieses Service-Angebots.

Übrigens: Sollten Sie mit dem Auto anreisen, benutzen Sie bitte den Parkplatz Festplatz. Der Kulturbus hält auch dort.

Beteiligte Einrichtungen 2008:

  • Bitte geben Sie hier einen bildbeschreibenden Kurztext ein.Altpörtel
  • Altstadt Galerie
  • Archäologisches Schaufenster
  • Artwork Galerie
  • Deutsche Rentenversicherung Rheinland-Pfalz
  • Dreifaltigkeitskirche
  • Feuerbachhaus
  • Galerie Josef Nisters
  • Historisches Museum der Pfalz Speyer
  • Judenhof
  • J.J. Becher-Haus
  • Kaiser- und Mariendom
  • Kinder- und Jugendtheater
  • Kreis- und Stadtsparkasse
  • Künstlerbund
  • Kulturhof Flachsgasse: Kunstverein Speyer e. V. und Städtische Galerie
  • Kulturraum
  • Landwirtschaftliche Sozialversicherung
  • Purrmann-Haus
  • Schauraum Schmucksyndikat
  • TECHNIK MUSEUM SPEYER
  • Volksbank Kur- und Rheinpfalz
  • Werkstattladen

Ein ausführliches Programm erhalten Sie in allen beteiligten Einrichtungen, 
der Tourist-Information Speyer, Maximilianstraße 13, 67346 Speyer oder
hier als PdF zum 
Download (ca 1,2 MB) 



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