Alle Tickets auf www.eventim.de
0_0_120x60 Logo







Werbung, Bannerwerbung
Tips, Tipps
Firmeneintrag
Newsletter
Impressum
Artikelsuche:
Adressensuche:
Archiv, Archive
Ausflugtipps, Ausflugsziele
Ausstellungen
Auto, Verkehr
Bauen, Wohnen
Buch, Bücher
Burg, Burgen, Schloss, Schlösser
Erotik
Essen, Trinken
Events, Veranstaltungen
iFamile, Kind, Kinder
Gastronomie, Restaurants, Hotel, Hotels
Geld, Beruf, Jobs
Handwerk
High-Tech, Technik
Kirche, Kirchen, Kloster, Klöster
Kust, Kultur
Lifestyle, Wellness
Medien, Bildung
Medizin, Gesundheit
Messe, Messen
Museum, Museen
Musik, Tanz
Personen, Persönlichkeiten
Politik, Nachrichten
Rat, Info
Recht, Justiz
Reise, Reisen
Rezept, Rezepte
Sage, Sagen, Legende, Legenden
Shopping, Einkaufen
Sport, Fitness
TV, Kino, Film
Weisheiten
Wetter, Meteorologie
Wissen
Witze, Witziges
Workshops, Kurs, Kurse

11.03.2006
Als die Reise an den Rheinfall noch eine Sensation war



Eine Reise vor mehr als hundert Jahren ist mit den Reisen der heutigen Zeit kaum mehr zu vergleichen, schon gar nicht, wenn man die Reisewege, die Verkehrsmittel und die Reiseentfernungen in Betracht zieht. Die durchgehende Eisenbahnstrecke am Hochrhein, von Basel-Schaffhausen-Bodensee, die 1894 gerade erst 31 Jahre in Betrieb war, bot den Menschen in unserer Region nun plötzlich eine bislang unvorstellbare Mobilität. Dies lässt erahnen, welche Sensation es damals war, wenn es hieß: Wir machen eine Reise mit der Eisenbahn!

Die 1883  in Klettgau-Grießen geborene Frau Frieda Grüninger Frieda Grüninger geb. Hupfer berichtet in der Mundarterzählung „Die 
Pfingstreise“  von einer solchen Bahnreise, die sie als Kind zusammen mit ihrer Familie vom Bahnhof Grießen aus zur knapp 20 km entfernten schweizerischen Stadt Schaffhausen - und von dort zum Rheinfall machte.

Die nachfolgende, ins Hochdeutsche übertragene Erzählung ermöglicht darüber hinaus vielfältige interessante Einblicke in die Lebens- und Reisegewohnheiten der damaligen Zeit. -

Chinder, flattieret e weng im Vatter, dass er an Pfingschte e Reisli mit üs macht!“, sagte Mutter Hupfer zu ihren vier Mädchen. Vater Hupfer hatte nämlich seiner Familie schon lange versprochen, mir ihr einmal eine Reise an den Rheinfall zu machen – und da sein Geschäft im Moment gerade ausgesprochen gut lief, nahm er den Reisevorschlag sehr aufgeschlossen entgegen.

Das versetzte die ganze Familie sofort in euphorische Stimmung. Frau Hupfer bestellte gleich die Näherin „uf d Stör“, was soviel hieß, dass die Näherin für die Dauer ihrer Näharbeiten in die Wohnung Hupfer einquartiert wurde. Allen 4 Töchtern erhielten prächtige Reisekleider, alle in gleicher Ausführung. Außerdem ließ die Mutter bei der örtlichen Putzmacherin noch passende neue Hüte herstellen. Es war darum eine wahre Freude, als am Sonntagmorgen die vier prachtvoll ausstaffierten Mädchen mit ihrer Mutter auf ihren Vater warteten. Doch dieser erschrak ob der uniformen Kleidung seiner Töchter – und murmelte:

Mit dere uniformierte Bandi söll ich voreise? Mir sind jo s Gspött i de Stadt. Oh, wenn s au nu Buebe wäred!“ ...  

Nichts desto Trotz: Bei schönstem Sonnenschein erreichte die herausgeputzte 6-köpfige Familie schließlich zur Abfahrt den Bahnhof in
Grießen. Vor dem Wartesaal stellte die Mutter ihre vier Mädchen zunächst wie die Orgelpfeifen der Größe nach auf und hämmerte jedem ein Alter ein, das genau zur preislich ermäßigten Kinderfahrkarte passte - für den Fall, dass der Kondukteur nach ihrem Alter fragen sollte. Der Papa durfte davon nichts mitbekommen. Die Mädchen passierten mit verlegenen hochroten Köpfen die Billetkontrolle – und sie atmeten alle
erleichtert auf, als der Schaffner mit seiner Zange schließlich ein Loch in die Fahrkarte gestanzt hatte. Einträchtig saß die Familie alsdann alleine in einem Coupé, wo unter den Mädchen alsbald ein Streit darüber entstand, wer jeweils aus dem geöffneten Fenster schauen darf. Als sich Lilli hinauslehnte sah die Mutter mit Schrecken, dass an deren Rockhinterteil ein gefülltes „Gutsili“ klebte, auf das sich das Kind wohl gesetzt hatte.
 
Und auch die Gesichter der anderen waren mit ähnlichen Süßigkeiten verschmiert. Der Mutter war zum Weinen. Wie sollte sie jetzt bloß diesen „Mose am Füdle“ (Fleck am Hintern) beseitigen? 

Das schöne Kleid! In Schaffhausen angekommen zerrte die Mutter alle vier Mädchen erst einmal „i ne Hüsli   “ (sprich: Toilette), wo die Gesellschaft sauber gewaschen – und dabei instruiert wurde, wie sie sich in einer Stadt zu benehmen haben.

Das wusste die Mutter sehr wohl, denn sie war eine „Städtische“. Schließlich, so meinte sie, Dampflock mit Zugpersonal um 1890 brauche ja nicht gleich jeder sehen, dass man vom Land sei. Doch im Stadtzentrum angekommen, waren alle Mahnungen vergessen. Als die Kinder die vielen Schaufenster und deren Auslagen sahen, rannten sie mit „Uui, Ooh“ und „lueg emol“ aufgeregt von einem Geschäft zum anderen und kreuzten dabei ständig die Straße, was damals noch gefahrlos möglich war.
 
   Nach langem Flanieren und Einkaufen in der Schaffhauser Geschäftsmeile blieb Vater Hupfer plötzlich stehen, zog seine große Sack-Uhr aus der Weste und stellte fest: „So, s isch jetzt Zit zum Esse!
           und erfügte an, dass man jetzt gleich in einem feinen Hotel „iichehre“ werde. Also ging man zum Bahnhof zurück und begab sich gegenüber die Treppe hinauf über einen roten Teppich in das dortige Hotel-Restaurant (damals das Hotel „Ruff“), wo ihnen auch tatsächlich ein Tisch an einem Fenster zugewiesen wurde. Das Essen begann und die Kinder erstarrten ehrfürchtig, als ihnen ein schwarz gekleideter Kellner, assistiert von einem „Piccolo“, würdevoll die Suppe einschöpfte, die sie in anerzogener vornehmer Körperhaltung in den Mund löffelten.

Nach dem Dessert mussten Lilli und Annele austreten. Lilli kam als erste wieder zurück, flüsterte ihrer Schwester Hedi etwas ins Ohr – und
während die Eltern durch das Fenster die vorbeifahrende Straßenbahn bestaunten, waren plötzlich alle vier Mädchen verschwunden. Bevor sich Vater oder Mutter Hupfer darum kümmern konnten, kam der vornehm gekleidete Geschäftsführer an den Tisch und bat die Eltern dezidiert, doch bitteschön auf ihre Kinder aufzupassen, schließlich
sei man in einem ruhigen Hotel und könne Lärm nicht dulden.

Die aufgescheuchten Eltern fanden ihre Kinder schließlich in der Toilette wieder. Dort bestaunten diese eine Wasserspülung, die sie noch nie gesehen hatten - und probierten dieselbe ununterbrochen unter jeweiligem großen Geschrei nacheinander aus. „Schluß jetzt!“, sagte
  der hinzugetretene Vater Hupfer streng und ging die Rechnung zu begleichen, während die anderen beschaämt und gesenkten Hauptes die rot belegte Treppe hinunter auf die Bahnhofstraße stampften.
         
Dort bestieg man sofort die Straßenbahn, mit der man zur Rheinbrücke fuhr, um über diese auf die Züricher Uferseite zum Schloss Laufen zu spazieren. Am Zugang zum Rheinfall studierte die Mutter kopfschüttelnd die angebrachte „Tafäre“ (Tafel mit Aufschrift), wo die Eintrittspreise aufgelistet waren: Personen aus dem Kanton ZH frei,
   Kanton Schaffhausen 50 Centimes, Ausländer 1 Franken.

Empört stellte sie fest: Umsonst will man es ja nicht haben, aber 1 Franken ist schon „chaibe düür“!

Sie ging zur Kasse, wo ein Fräulein sie nach dem Wohnort fragte. Keck antwortete die Mutter:  „Mir sind vu Hallau!“ und nahm die entsprechenden 6 Billets zum halben Preis von 3 Franken entgegen.

Doch plötzlich stand neben der Kassiererin ein Mann auf und fragte verwundert: „So vu Hallau sind ihr?, ich au, aber ich kenn eu doch gar nit?“.

Und während Mutter Hupfer stotternd zu erklären versuchte, wo sie in Hallau angeblich wohnten, kam der ahnungslose Vater hinzu. Er hörte etwas vom „Wohnen in Hallau“ und meinte klärend zum Kassenpersonal: „Na-nai, mir sind unterhalb vu Hallau deheim,
mir sind Dütschi und keine Schwyzer!

Der Hallauer hinter der Kasse machte daraufhin demonstrativ eine hohle Hand vor Mutters Brust und stellte fest: „Aber bschisse isch bschisse, ich chomm no 3 Franke über!

Schnell griff Mutter in ihr Täschlein und kramte den Eintrittsrest hervor, während dem Vater dabei ein Licht aufging, was dazu führte, dass er anschließend ganz schön sauer war.

Beim Abendessen im Schlößli Wörth war deshalb auch die Stimmung entsprechend gedrückt und Vater Hupfer schaute danach ständig auf seine Uhr. Er drängte zur Heimfahrt, um den aufregenden Ausflug schnell hinter sich zu bringen. Doch als schließlich alle wieder im
Zug saßen, waren die vier Mächen wieder voller Possen und nicht zu bremsen.

Sie „gumpten wie voschaikti Hüehner umme“, so dass man beinahe den Bahnhof Grießen verpasste. Beim dortigen Ausstieg schüttelte der neben sie getretene Kondukteur entsetzt den Kopf und bruttelte vor sich hin: „Herrgott, so ne Bajazzezüg!

Am nächstfolgenden Pfingstmontag durften die Mädchen zu Hause ihre neuen Kleider nunmehr zum Kirchgang anziehen und Mutter Hupfer konnte voller Stolz feststellen, wie sehr ihre chic gekleideten vier Töchter von der Bevölkerung bewundert wurden.

Währenddessen meinte ihr Mann zu ihr: „Siehsch Frau, ihr wend immer verreise, debii isch mr niene so g’eschtimiert wie im eigene Heimatort !   “ ... (h.r.)

(Hubert Roth)





www.rheinfall.ch
Neuer Link



Startseite - Archiv - Top-Tipps - Wir über uns - Artikel veröffentlichen - Werbung - Newsletter - Hotels - Tickets - Routenplaner - Adressen-Suche - Suchhilfe Artikel - Suchhilfe Adressen - Aktuelle Artikel - Impressum



Die 20 aktuellsten Artikel bei click2day:




Fronleichnam - Mai 2008 - Blumenteppiche in Hüfingen

Skatenight 2008 - Karlsruhe

Nicht nur die großen Einrichtungen wie das Historische Museum der Pfalz oder das Technik Museum Speyer öffnen an diesem Abend ihre „Schatztruhen“, auch die zahlreichen kleinen Galerien, Museen und viele Sehenswürdigkeiten haben sich für diese Nacht ganz besondere Themen und Aktionen einfallen lassen. Tauchen Sie ein in das Kulturleben der besonderen Art und entdecken Sie das Kulturnetzwerk Speyer.

Neu dabei ist in diesem Jahr der „Schauraum Schmucksyndikat“. Die freischaffende Künstlerin und Schmuckdesignerin Hanna Tochtermann öffnet regelmäßig ihren Schauraum als Galerie und als Schauplatz für kulturelle Veranstaltungen.

Bei fast allen Einrichtungen gehört Musik zum Programm der Nacht. Ob japanische Trommelklänge, Jazz oder Gregorianik: viele Stilrichtungen sind vertreten. 
Lassen Sie sich verzaubern von Musik und Licht, von Essen und Trinken, von Gesprächen und Stille.

Bitte geben Sie hier einen bildbeschreibenden Kurztext ein.Mit einem einzigen Ticket (Kontrollband für’s Handgelenk) können Sie alle beteiligten Kultureinrichtungen der Stadt besuchen. Dieses Bändchen kostet 6 Euro und ist erhältlich bei allen angeschlossenen Institutionen sowie der Tourist-Information Speyer (Tel. 06232-142239)

Regelmäßig verbinden unsere beiden Kulturbusse viele Stationen der Speyerer Kulturmeile. Das Ticket gilt auch zur kostenlosen Nutzung dieses Service-Angebots.

Übrigens: Sollten Sie mit dem Auto anreisen, benutzen Sie bitte den Parkplatz Festplatz. Der Kulturbus hält auch dort.

Beteiligte Einrichtungen 2008:

  • Bitte geben Sie hier einen bildbeschreibenden Kurztext ein.Altpörtel
  • Altstadt Galerie
  • Archäologisches Schaufenster
  • Artwork Galerie
  • Deutsche Rentenversicherung Rheinland-Pfalz
  • Dreifaltigkeitskirche
  • Feuerbachhaus
  • Galerie Josef Nisters
  • Historisches Museum der Pfalz Speyer
  • Judenhof
  • J.J. Becher-Haus
  • Kaiser- und Mariendom
  • Kinder- und Jugendtheater
  • Kreis- und Stadtsparkasse
  • Künstlerbund
  • Kulturhof Flachsgasse: Kunstverein Speyer e. V. und Städtische Galerie
  • Kulturraum
  • Landwirtschaftliche Sozialversicherung
  • Purrmann-Haus
  • Schauraum Schmucksyndikat
  • TECHNIK MUSEUM SPEYER
  • Volksbank Kur- und Rheinpfalz
  • Werkstattladen

Ein ausführliches Programm erhalten Sie in allen beteiligten Einrichtungen, 
der Tourist-Information Speyer, Maximilianstraße 13, 67346 Speyer oder
hier als PdF zum 
Download (ca 1,2 MB) 



Speedway - Sandbahnrennen auf der Speedway- und der Langbahn - Herxheim

Wechselnd bis stark bewölkt mit Schauern und Gewittern

Die Badische Spargelstrasse - Veranstaltungen 2008

Mysore Brothers - Freudenstadt, Karlsruhe, Baden-Baden

Festliche Serenaden - 2008 - Schloss Favorite - Rastatt

Kulturverein Tempel - Mai 2008 - Karlsruhe

Kulturzentrum Orgelfabrik - Mai 2008 - Karlsruhe / Durlach

Schwarzwälder Freilichtmuseum Vogtsbauernhof - Gutach

tête-à-tête - 2008 - Straßentheaterfestival - Rastatt

In-Line Skating und mehr - Hockenheimring

Klosterroute Nordschwarzwald - Reisen auf den Spuren der Mönche

AKK Sommerfest 2008 - Karlsruhe

Inline-Lauftreff 2008 - Mannheim

Rheinland-Pfalz-Tag 2008 - Bad Neuenahr-Ahrweiler

Guck mal III. Die Stadt Durlach auf historischen Fotos - Pfinzgaumuseum - Durlach

Spätzle und Pfannenkässpätzle von Andreas Reichle - Spätzlemeister Baden-Württemberg 2007



Ausstellungen
Buchvorstellungen
Burg + Schloss
Denkmäler
Events
Festivals
Geschichte - Adel
Geschichte
Kino-Programm
Künstler
Messen
Museen
Sagen + Legenden
Orte
Personen
Theater
TV + Kino
Top-Tipps
Veranstalter
Webcams

VHS Wissembourg
Grenzüberschreitende Kurse und Exkursionen

Radio SWR2 Forum
Radio SWR2 Eckpunkt
Radio SWR2 Wissen
SWR Hörspiele

Werbemöglichkeiten:
BASIC (kostenlos)
BASIC XL
PROFI
PREMIUM
PREMIUM PLUS

pdf-Formular
Firmen-Eintrag
Bannerwerbung

Newsletter bestellen