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29.08.2005
Digitales Antennenfernsehen - Stächele rechnet mit Einführung digitalen Fernsehens DVB-T bis zur Fußball-WM 2006



Als „wichtiges Aufbruchsignal“ bezeichnete der baden-württembergische Medienminister Willi Stächele die grundsätzliche Bereitschaft von SWR und ZDF zur Verbreitung ihrer digitalen Programmbouquets über DVB-T in Baden-Württemberg.

„Auch wenn noch nicht alle Gremien der Sender grünes Licht gegeben haben, rechne ich jetzt fest mit einer Einführung des digitalen Antennenfernsehens DVB-T in Baden-Württemberg noch rechtzeitig zur Fußball-Weltmeisterschaft 2006“, sagte der baden-württembergische Medienminister Willi Stächele am Freitag (26. August 2005) in Stuttgart. Als Startregionen seien zunächst Stuttgart und der Rhein-Neckar-Raum vorgesehen.

Er habe sich im Juli mit einem Schreiben an die Intendanten für eine schnelle Einführung von DVB-T in Baden-Württemberg stark gemacht. Inzwischen lägen entsprechende grundsätzliche Zusagen vor. Nachdem die Planungen für die Einführung des digitalen Antennenfernsehens in Baden-Württemberg schon seit längerer Zeit abgeschlossen waren, sei nun auch geklärt, welche Sender sich an DVB-T in Baden-Württemberg beteiligen würden. Die privaten Sender wollen sich zunächst nicht beteiligen.

Zwar gebe es noch viele technische Details zu klären. „In einer gemeinsamen Anstrengung aller Beteiligten können die verbliebenen Hürden sicher überwunden werden. Ich begrüße das Engagement der öffentlich-rechtlichen Sender daher außerordentlich“, betonte Minister Willi Stächele.

 „Auch wenn sich die privaten TV-Veranstalter zunächst nicht beteiligen, wollen wir DVB-T in Baden-Württemberg trotzdem einführen. Davon versprechen wir uns positive Auswirkungen für die Digitalisierung des Rundfunks insgesamt.“ Auch bisher seien nahezu keine Privatsender in Baden-Württemberg über Antenne zu empfangen, so dass die erforderliche Abschaltung der analogen Antennenversorgung keine Einschränkungen für die Fernsehzuschauer mit sich bringe. „Im Gegenteil, statt den bisher regelmäßig nur drei öffentlich-rechtlichen Programmen können über DVB-T zukünftig 12 öffentlich-rechtliche Programme von ARD und ZDF empfangen werden“, unterstrich der Medienminister. Um das digitale Antennenfernsehen empfangen zu können, werde lediglich eine so genannte Set-Top-Box benötigt, welche mittlerweile bereits für unter 100 € im Handel erhältlich sei.

Einen weiteren Vorteil des Umstiegs von analoger auf digitale Technik sehe er darin, dass die öffentlich-rechtlichen Rundfunkanstalten durch die digitale Verbreitung ihrer Programme mittelfristig Geld sparen könnten, unterstrich Minister Stächele. „Das kommt letztlich den Gebührenzahlern zugute.“ Ganz besonders erfreulich sei, dass sich SWR und ZDF trotz der topografisch bedingten Schwierigkeiten in Baden-Württemberg dazu bereit erklärt haben, alles Notwendige zu tun, um DVB-T bis zur WM 2006 in den Startregionen einzuführen. „Ausdrücklich danken möchte ich auch der Landesanstalt für Kommunikation, die die gesamte Einführungsplanung koordiniert und maßgeblich mitgestaltet hat“, sagte Minister Stächele abschließend.

Quelle: Staatsministerium





www.ueberallfernsehen.de
www.digitv.de



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