Goertz ist bekannt für ausdrucksstarke Plastiken aus Bronze und anderen
Werkstoffen. Besonders in Süddeutschland sind viele seiner Werke
präsent als Kunst im öffentlichen Raum. 1987 sorgte Goertz mit dem
umstrittenen Ku(h)riosum in Bietigheim-Bissingen für ein
internationales Presseecho.
Jürgen Goertz studierte von 1963 bis 1966 an der Kunstakademie
Karlsruhe Bildhauerei. Er schloss das Studium mit dem Examen für
Kunsterziehung ab. 1970 heiratete er die Malerin Christa Heyn. In den
Jahren 1971 und 1972 erhält er einen Lehrauftrag an der Akademie der
Bildenden Künste Karlsruhe. Eine erste Ausstellung seiner Werke findet
1974 im Badischen Kunstverein Karlsruhe statt.
1974 wird auch seine Tochter Eva-Julia geboren. 2004 wird er mit dem
Ehrentitel "Prof. h.c." als bedeutender Bildhauer ausgezeichnet. Die
Ehrung wird vom damaligen Ministerpräsident von Baden-Württemberg Erwin
Teufel vorgenommen.
Werke
Das Rastatter Rätsel, 1980, 1984
Großplastik und Keramikwandgestaltung an der Europahalle in Karlsruhe, 1983 Ku(h)riosum, Bietigheim-Bissingen, Kronenplatz, 1987
Neugestaltung des Königsplatzes in Germersheim mit der Kunstkonzeption "Flügel der Fantasie", 1992
"Turm der grauen Pferde", Bietigheim-Bissingen, 1993
"Musengaul" am Badischen Staatstheater zu Karlsruhe, 1981
Kunstkonzept "mehrere hundert Kopfgestalten in unterschiedlich
stilistischen Varianten für das Haus der Köpfe "Villa Visconti",
Bietigheim-Bissingen, 2001. Die Eröffnung der Villa fand am 15.6.2003
statt
Großplastik "Pegasus" im Technologie- und Ökologiedorf (TED) in Bruchsal, 2004
Skulpturenführungen werden angeboten
und können unter Tel.: 07142/74299 gebucht werden.
Wer jetzt neugierig geworden ist, kann sich näher in der Broschüre
Skulptour informieren, die es bei der Stadtinformation für 1.- Euro zu
kaufen gibt.
„... Unakademisch, undogmatisch, bis geradezu anarchisch gehe ich in
meiner künstlerischen Arbeit in Form, Inhalt, Stil und Material um.
Nicht die obligatorische, artifizielle Ferne zwischen Kunstwerk und
Betrachter macht meine Abstraktion von der Realität aus, im Gegenteil,
meine überspannte Direktheit des Allesdarstellungswürdigen versetzt den
Kunstgenießer oder - verächter in den oft berauschenden aber auch
verwirrend erregenden Akt des Nachvollzugs künstlerischer Empfindung
und Gestaltung. ...“
(Jochen Goertz)
„... Oft bezeichne ich mich als Ausbund eines demokratischen Kindes,
das seine persönlichen und künstlerischen Freiheiten voll nutzt.
Mit meiner Kunst fordere ich eine pluralistische Gesellschaft zum
gedanklichen Widerspruch heraus und erwarte von ihr besonnene Toleranz
und dementsprechend Respekt vor der Meinung und Leistung eines
anderen....“
(Jochen Goertz)