16.03.2005
Marie Ellenrieder - Selbstbildnis - 1818
Marie Ellenrieder - Selbstbildnis. Öl auf Leinwand, 1818, 43*43,2 cm. Staatliche Kunsthalle Karlsruhe.
Marie Ellenrieder aus Konstanz (1791-1863) ist eine der wenigen
badischen Künstlerinnen. Ihr Selbstportrait von 1818 entstand vor der
Beeinflussung durch die Nazarener in Rom.
Marie Ellenrieder wurde am 20.3.1791 in Konstanz als jüngste von
vier Schwestern geboren, ihre Mutter stammte aus einer angesehenen
Malerfamilie. Nach einer Lehre bei einem Miniaturenmaler wurde sie,
gefördert vom Konstanzer Generalvikar Ignaz Heinrich von Wessenberg, ab
1813 als erste Frau an der Münchner Kunstakademie zugelassen.
Auch nach der ihrer Berufung zur badischen Hofmalerin (1829)
beschränkte sich ihre Bildnismalerei auf die grossherzogliche Familie
und wenige Freunde.
Zu Marie Ellenrieders Werken zählen Porträts, religiöse Bilder und mehrere Altarbilder für Kirchen im süddeutschen Raum.
Die Ansätze eines entwicklungsfähigen Bildnisschaffens wurden mehr und
mehr überlagert von religiösem Eifer und in der motivischen und
stilistischen Abhängigkeit der Nazarener.