Der Großvater des Literaten Bert Brecht, Stephan Berthold Brecht, ließ sich Mitte des 19. Jahrhunderts in Achern nieder, wo er in der Hauptstraße 66 eine Lithographieanstalt eröffnete. Verheiratet war er mit Karoline Wurzler, der Tochter eines Sasbacher Schuhmachermeisters.
Aus dieser Ehe ging 1869 Bert Brechts Vater, Berthold Brecht, als
erstes von 5 Kindern hervor. Bert Brecht selbst wurde am 10. Februar
1898 als Eugen Berthold Brecht in Augsburg geboren. In seiner Kindheit
verbrachte er oft die Sommerferien im Haus der Großeltern in Achern.
Nach dem Abitur studierte er Medizin + Philosophie in München. Im
November 1922 erhielt er den Kleistpreis und heiratete Marianne Zoff.
1924 übersiedelte er nach Berlin + heiratete 1927 nach der Scheidung
von seiner ersten Frau Helene Weigel. In diesem Jahr war er wohl auch
das letzte Mal in Achern. In Baden-Baden wurde sein gemeinsam mit Kurt
Weill erarbeitetes Songspiel „Mahagonny“ uraufgeführt.
Brecht, der schon früh die nationalsozialistische Gefahr erkannt hatte,
floh 1933 aus Deutschland. Stationen des Exils waren Dänemark,
Schweden, Finnland, Russland und ab 1941 die USA.
Nach seiner Rückkehr aus dem Exil gründete er in Ostberlin das Berliner
Ensemble. Er erhielt den Nationalpreis 1. Klasse + den internationalen
Stalin-Friedenspreis. Am 14. August 1956 starb er und wurde auf dem
Städtischen Dorotheen-Friedhof in Berlin beigesetzt.