Mit der Erstellung der Villa Visconti durch die Bietigheimer Wohnbau
GmbH wurde ein krönender Abschluss für die obere Fußgängerzone am
Hillerplatz in der Bietigheimer Altstadt geschaffen.
Mit dem außerhalb
der historischen Altstadt erstellen „Kunsthaus“, ist es gelungen, die
Kulturachse zwischen Kronenzentrum und Hillerplatz zu vollenden und
gleichzeitig an diesem Platz Architektur aus vier Jahrhunderten zu
vereinen.
(Architekt: Prof. Frowein, Stuttgart und fps, Bietigheim-Bissingen)
Es ist es gelungen das Moderne und Fortschrittliche mit dem
Bestehenden, Alten, in Einklang zu bringen und die Fußgängerzone in
ihren ursprünglichen Aufgaben als Kommunikationsforum, Treffpunkt und
Freizeitgestaltung aber auch als Wohnort zu stärken.
Entlang der Fußgängerzone findet man eine Vielzahl von Skulpturen von
verschiedenen Künstlern wie zum Beispiel Jürgen Goertz, Alfred
Hrdlicka, Gerhard Marcks oder Karl-Henning Seemann.
Der Bau der Villa Visconti wurde von Beginn an durch Jürgen Goertz
begleitet, der seine künstlerische Schaffenskraft in Form von
verschiedenen Skulpturen in Bietigheim-Bissingen schon mehrfach unter
Beweis gestellt hat.
Nach 18 Monaten Bauzeit wurde die Villa Visconti offiziell im Januar
2003 eingeweiht. Anfangs konnte sich wohl kaum jemand vorstellen wie
das Kunstwerk mit 160 Köpfen und rund 140 Medaillons, Tonnendach und
Klinkerfassade nach seiner Fertigstellung einmal aussehen würde.
Die außergewöhnliche Form des Hauses ließ erahnen, dass hier etwas
Imposantes, Besonderes, wenn nicht sogar etwas Einmaliges entstehen
würde. Mit dieser ungewöhnlichen Form nimmt das Haus, genauso wie die
Arkaden und der Turm der grauen Pferde am Hillerplatz, das Motiv des
Bogens auf, das sich auch an dem prächtigen Viadukt in
Bietigheim-Bissingen wieder findet. Eine Symbiose von Kunst und
Architektur.
„Das Kunstwerk Villa Visconti lädt viele Leute zum Schauen, Staunen und Verweilen ein.“
Die Villa Visconti wurde auf einem 925 Quadratmeter großen Grundstück
erstellt und verfügt über die stattlichen Maße von 51 Metern Länge, 17
Metern Breite und ragt mit 26 Metern in die Höhe.
In den oberen Stockwerken befinden sich eine Zahnarztpraxis mit 180
Quadtratmetern Nutzfläche und vier Wohnungen mit jeweils 75 bis 161
Quadratmetern Wohnfläche und herrlichen Wintergärten. Im Erdgeschoss
wurde eine 245 Quadratmeter große Gastronomie, einzigartig in ihrer
Art, eingerichtet. Im Inneren des Lokals setzt sich die äußere
künstlerische Gestaltung fort und lädt zum Schauen, Staunen und
Verweilen ein.
Die Nordfassade der Villa Visconti, die dem Hillerplatz zugewandt ist,
wurden insgesamt 26 individuell gestaltete Kopfportraits angebracht,
die Persönlichkeiten unserer Weltgeschichte darstellen wie zum Beispiel
Christoph Columbus, Mutter Teresa, Pablo Picasso, Charlie Chaplin oder
Marlene Dietrich.
Die Seitenfassaden zieren unter anderem Persönlichkeiten der
Stadtgeschichte wie zum Beispiel der Autor Otto Rombach oder der
Bietigheimer Japanarzt Erwin von Bälz. Ebenso kann man den Künstler
Jürgen Goertz selbst hier entdecken, der auch die Idee für diese
besondere Art der Fassadengestaltung hatte.
Ihren Namen hat die Villa Visconti von der einstigen Gräfin von Württemberg Antonia Visconti erhalten.
Die aus Mailand stammende Herzogin heiratete 1380 den Grafen Eberhard
den Milden von Württemberg und erhielt als Hochzeitgeschenk die Ämter
Bietigheim, Marbach und Zabergäu. Die ausgesprochen kunstsinnige und
wohlhabende Adlige brachte nicht nur die italienische Gartenkultur nach
Württemberg, sondern sorgte für einen kräftigen Aufschwung in der Stadt.
Wer jetzt neugierig geworden ist, kann sich näher in der Broschüre
Skulptour informieren, die es bei der Stadtinformation für 1.- Euro zu
kaufen gibt.
Auch Skulpturenführungen werden angeboten und können unter Tel.: 07142/74299 gebucht werden.