22.09.2005
Baden-Württembergs Kinder haben mit die besten Zähne in Europa
Baden-Württembergs Kinder und Jugendliche haben mit die besten Zähne in
ganz Europa. Mit dieser Bilanz wartete Arbeits- und Sozialminister
Andreas Renner zu Beginn der Tage der Zahngesundheit heute (21.
September 2005) in Pforzheim auf.
„Auf dieses hervorragende Ergebnis
können wir sehr stolz sein. Unsere jahrelangen Bemühungen zur
Verbesserung der Mundgesundheit tragen Früchte. Unser exzellentes
Abschneiden kommt nicht von ungefähr. Es ist das Ergebnis von
Professionalität und ein weiterer Höhepunkt einer beispiellosen
Erfolgsgeschichte. Alle Institutionen, die mit der
Zahngesundheitsvorsorge betraut sind, haben dazu ihren unverzichtbaren
Beitrag geleistet“, sagte Renner, der Schirmherr der Tage der
Zahngesundheit ist. Die Veranstaltung ist Auftakt des Tags der
Zahngesundheit, der am 25. September 2005 stattfindet.
Mit beeindruckenden Zahlen aus einer im August veröffentlichten Studie
der Deutschen Arbeitsgemeinschaft für Jugendzahnpflege, die auf einer
Erhebung der Abteilung Landesgesundheitsamt des Regierungspräsidium
Stuttgart beruhte, untermalte Renner das herausragende Abschneiden
Baden-Württembergs in Sachen Zahngesundheit: So habe innerhalb von elf
Jahren der Anteil von Zähnen, die mit Karies befallen waren, bei
Sechsjährigen der ersten Klassenstufe um mehr als 34 Prozent
abgenommen. Bei den 12-Jährigen habe sich der Anteil der kariösen Zähne
im selben Zeitraum gar um rund 72 Prozent verringert.
Bedenklich sei allerdings, so Renner, dass vor allem Kinder und
Jugendliche aus sozial schwachen Familien an Karies litten. An
Brennpunktschulen hätten etwa 15-Jährige mehr als doppelt so häufig
Karies wie ihre Altersgenossen an anderen Schulen. „Die Kinder aus
sozial weniger gut gestellten Familien dürfen nicht benachteiligt
werden, wenn es um das so wichtige Thema Zahngesundheit geht. Wir
dürfen diese Kinder und Jugendlichen nicht aus den Augen verlieren.
Alle, die für gesunde Zähne bei Kindern und Jugendlichen eintreten
müssen ihre Präventionsarbeit und die Gesundheitsförderung noch stärker
auf Risikokinder fokussieren“, forderte Minister Renner.