13.04.2005
Die weibliche Brust - Der Busen - Lexikon
Die weibliche Brust besteht hauptsächlich aus Fett- und Drüsengewebe.
Das Fettgewebe verleiht der Brust Form und Festigkeit. Die etwa 20
Drüsenläppchen mit den Milchdrüsen sind rund um die Brustwarzen
angeordnet. Der Begriff "Busen", häufig auch als Bezeichnung für die
Brust oder die Brüste verwendet, ist eigentlich nur die Vertiefung
zwischen den beiden Brüsten. Mit "Busen" wurde früher auch die Brust
als Ganzes bezeichnet, insbesondere auch die männliche Brust.
Funktion: Milch
Die Funktion der Brust (lateinisch: mamma, Mehrzahl mammae) besteht in
erster Linie darin, Milch zur Ernährung von Babys zu produzieren. Das
Baby wird an der Brust gestillt (gesäugt). Damit gehört der Mensch
biologisch zur Klasse der Säugetiere (lateinisch: Mammalia). Wie bei
diesen liegen auch bei der Frau die Brustwarzen entlang zweier
Milchleisten (Abbildung), die sich bei beiden Geschlechtern bereits im
embryonalen Stadium bilden. Im Brustabschnitt der Milchleisten
entstehen die Milchhügel als Vorstufen der Milchdrüsen. Normalerweise
bilden sich die Reste der Milchleiste bereits im Mutterleib zurück,
während des dritten Schwangerschaftsmonats. Es gibt auch Ausnahmen.
Wegen der frühkindlichen Erfahrung des Stillens schreiben Psychologen
der weiblichen Brust elementare Bedeutung in der kindlichen Entwicklung
zu.
Schönheit
Die Vorlieben für große oder kleine Brüste sind modeabhängig und
verändern sich stark im Laufe der Zeit. Zum Stützen und zum Schmücken
der Brust gibt es heute Büstenhalter in zahllosen Varianten. Die Brust,
besonders die Brustwarze, ist außerdem für sinnliche Reize sehr
sensibel und spielt daher auch eine Rolle beim Sex.
Frauen sind gelegentlich unzufrieden mit der Form ihrer Brüste, sie
finden sie zu groß oder zu klein oder nicht straff genug. Wenn diese
Unzufriedenheit zu seelischen Problemen führt oder körperliche
Beschwerden entstehen, beispielsweise durch sehr große Brüste, dann
gibt es die Möglichkeit der operativen Veränderung.
Die äußere Form (Anatomie) der weiblichen Brust ist von Frau zu Frau
sehr unterschiedlich. Bei den meisten Frauen ist sogar die eine Brust
etwas größer oder anders geformt als die andere. Das ist genetisch
bedingt und nicht krankhaft. Es gibt allerdings sehr kleine, sehr große
oder auch sehr unterschiedliche Brüste, die den Frauen wirkliche
seelische oder körperliche Probleme verursachen, so dass manche Frauen
über so genannte Schönheitsoperationen nachdenken.
Aufbau
Das Brustgewebe reicht vom Schlüsselbein bis zu den unteren Rippen und
vom Brustbein bis zum äußeren Rand der Achselhöhlen. Weil die Brüste zu
etwa einem Drittel aus Fettgewebe bestehen, kann sich ihre Größe
verändern, wenn die Frau stark zu- oder abnimmt. Hinter der Brust
liegen der große Brustmuskel und die Rippen (Abbildung). An der Hülle
des großen Brustmuskels ist auch das eigentliche Brustgewebe durch
Bänder befestigt.
Veränderungen
Brust und Brustwarzen entwickeln sich im Laufe des Lebens. Ihre Anatomie verändert sich:
Die Brustwarzen bilden die Spitzen der Brüste. Die Ausführungsgänge der
Drüsenlappen münden in die Brustwarzen. Die Brustwarzen können Milch
und Talg absondern und sind von einem Hof aus dunklerer, also stärker
pigmentierter Haut umgeben. Auf dem Warzenhof (lateinisch: areola
mammae) befinden sich kleine Erhebungen, die Montgomery-Drüsen. Es
können dort auch einzelne Haare wachsen. Die Farbe der Brustwarzen
(lateinisch: papillae mammae) und des Hofes hängt mit der Hautfarbe der
Frau zusammen.
Funktionsweise
Normalerweise sind die Brustwarzen flach und heben sich kaum über die
umliegende Brustoberfläche. Wenn sie angeregt werden, zum Beispiel
durch Kälte, durch raue Kleidung, durch Berührung oder beim Stillen,
auch bei allgemeiner sexueller Erregung, dann richten sich die
Brustwarzen mit Hilfe der darin befindlichen glatten Muskulatur auf. Im
Warzenhof und in der Brustwarze selbst befinden sich sehr viele
Nervenenden, so dass dieser Bereich sehr empfindlich auf Berührungen
reagiert. Viele Frauen genießen die Stimulierung der Brustwarzen beim
Sex, aber an manchen Tagen des Zyklus können diese so empfindlich sein,
dass Berührungen als unangenehm empfunden werden. Wie auch die gesamte
Brust können sich die Brustwarzen nach dem Stillen dauerhaft vergrößern
oder verändern.
Brustwarzen
Die Brustwarzen bilden die Spitzen der Brüste. Die Ausführungsgänge der
Drüsenlappen münden in die Brustwarzen. Die Brustwarzen können Milch
und Talg absondern und sind von einem Hof aus dunklerer, also stärker
pigmentierter Haut umgeben. Auf dem Warzenhof (lateinisch: areola
mammae) befinden sich kleine Erhebungen, die Montgomery-Drüsen. Es
können dort auch einzelne Haare wachsen. Die Farbe der Brustwarzen
(lateinisch: papillae mammae) und des Hofes hängt mit der Hautfarbe der
Frau zusammen.
Funktionsweise
Normalerweise sind die Brustwarzen flach und heben sich kaum über die
umliegende Brustoberfläche. Wenn sie angeregt werden, zum Beispiel
durch Kälte, durch raue Kleidung, durch Berührung oder beim Stillen,
auch bei allgemeiner sexueller Erregung, dann richten sich die
Brustwarzen mit Hilfe der darin befindlichen glatten Muskulatur auf. Im
Warzenhof und in der Brustwarze selbst befinden sich sehr viele
Nervenenden, so dass dieser Bereich sehr empfindlich auf Berührungen
reagiert. Viele Frauen genießen die Stimulierung der Brustwarzen beim
Sex, aber an manchen Tagen des Zyklus können diese so empfindlich sein,
dass Berührungen als unangenehm empfunden werden. Wie auch die gesamte
Brust können sich die Brustwarzen nach dem Stillen dauerhaft vergrößern
oder verändern.
Maturität
Wenn eine Frau erwachsen wird (Maturität) und einen regelmäßigen Zyklus
hat, verändert sich auch die Brust regelmäßig. An diesem Punkt der
Entwicklung treten regelmäßige Veränderungen im weiblichen Körper auf.
Zusammen mit der Gebärmutter bereitet sich die Brust auf eine
Schwangerschaft vor. Diese Entwicklung findet jeden Monat aufs Neue
statt. Die Drüsenläppchen wachsen und das Milchganggewebe wird
ebenfalls größer. Das kann zu einem Anschwellen, zu Schmerzen und
erhöhter Empfindlichkeit in der Brust führen. Wie stark und wie spürbar
diese Veränderungen sind, ist individuell sehr verschieden. Wird die
Frau nicht schwanger, gehen diese Veränderungen wieder zurück.
Verantwortlich für diese zyklischen Veränderungen sind Hormone.
Schwangerschaft ( Gestation )
Wird die Frau schwanger (Gestation), werden die Brüste schnell größer
und auch fester. Die Montgomery-Drüsen im Warzenhof werden dunkler und
stehen mehr hervor. Auch der Warzenhof wird dunkler. Die Brustwarze
wird größer und richtet sich auf. Die Frau kann ein Spannungsgefühl und
ungewöhnliche Schmerzen wahrnehmen. Damit kündigt sich bereits die
Schwangerschaft an, noch ehe auffällt, dass die Regel ausbleibt. Diese
Entwicklung der Brust wird von manchen Frauen bereits als Anzeichen
einer Schwangerschaft wahrgenommen.
Milchbildung ( Laktation )
Nach der Geburt eines Kindes sorgen die Hormone dafür, dass die
Brustdrüsen mit der Milchproduktion (Laktation) beginnen. Dann
übernimmt die Brust ihre eigentliche Aufgabe: die Ernährung des
Säuglings. Nach dem Abstillen bilden sich die Brüste wieder zurück. Mit
dem normalen hormonellen Zyklus der Frau setzen auch die regelmäßigen
Veränderungen der Brust wieder ein. Die Entwicklung setzt sich fort,
bis die Menopause eintritt.
Wechseljahre ( Klimakterium )
Während der Wechseljahre ( Klimakterium ) nimmt die Produktion der
Hormone ab und die Monatsblutung wird unregelmäßig und bleibt
schließlich ganz aus. Die letzte Regelblutung wird Menopause genannt.
Die Möglichkeit, Kinder zu bekommen, ist nun nicht mehr gegeben. Dem
entsprechend verändert sich auch die Brust, denn ihre Fähigkeit, Milch
zu produzieren, wird nun nicht mehr benötigt. Das Drüsengewebe in der
Brust bildet sich zurück. Die Brust verliert an Festigkeit und wird
schlaff.
Die Wechseljahre beginnen etwa um das 50. Lebensjahr. Die Umstellung
des Körpers auf die neue hormonelle Situation ist häufig mit
Beschwerden verbunden. Das können Hitzewallungen sein,
Stimmungsschwankungen oder einiges andere. Wenn eine Frau Hormone
einnimmt, um diese Beschwerden zu lindern, dann wirkt sich das auch auf
die Entwicklung der Brust aus: Diese bleibt relativ fest, und sie
verändert sich wie bisher regelmäßig mit dem Zyklus. Das liegt daran,
dass dem Körper mit den Hormonen vorgetäuscht wird, er befinde sich
noch in der fruchtbaren Phase.