Über 200 Exponate, Detektorapparate, alte Röhrenradios aus den 20ern, technisch ausgefeilten Hochleistungsempfänger der 30er, ...
Das Waldbronner Radiomuseum ist entstanden aus der gemeinsamen
Initiative des Waldbronner Mitbürgers Manfred Schneider, der seine
umfangreiche Sammlung mit über 1.000 Geräten zur Verfügung stellt,
sowie der Gemeinde Waldbronn.
Über 200 Exponate geben einen Einblick in die Entwicklung des
Massenmediums "Radio". Die gezeigten Detektorapparate, alte
Röhrenradios aus den Zwanzigern, technisch ausgefeilten
Hochleistungsempfänger vom Ende der Dreißigerjahre, Spitzenprodukte der
Nachkriegszeit, sie alle setzten Maßstäbe und gehörten zu den
weltbesten Rundfunkgeräten, entwickelt und gebaut von deutschen Firmen.
Sie prägten das Zeitalter des guten alten Dampfradios, das mit dem
Aufkommen der Halbleitertechnik um 1965 zu Ende ging. Es war dies auch
zum Großteil die Zeit, in der der Besitz eines Radios noch nicht Alltag war und in der das
durchschnittliche Monatseinkommen bei weitem nicht zum Kauf eines
Gerätes ausreichte.
Der Besucher wird erinnert an das alte Radio in Omas Küche oder in der
guten Stube bei Tante Marie, an die unerfüllten Jugendträume nach den
chicen Kofferradios aus den Filmen der Nachkriegszeit oder auch an die
eigenen Bastelversuche. Das Auge erfreut sich an der Schönheit und
Mannigfaltigkeit der Edelholzgehäuse.
Die ältesten Geräte des Museums sind Edison - Phonographen von 1900 und
eines der neuesten z.B: ist der Schneewittchen-Sarg von 1960.
Dazwischen liegt die ganze Bandbreite der Geräte vom Detektor-Radio
über alte Röhren-Empfänger der Dreissiger bis zu den mit Messingleisten
verzierten Prachtexemplaren der Fünfziger Jahre.
In dem Bereich Phonotechnik finden Sie die Edison-Phonographen mit
Aufnahme- und Wiedergabe-Möglichkeit, Grammophone mit eingebautem
Schalltrichter, tefifone, ein Drahttonbandgerät und Magnetbandgeräte.
Bei den Radios beginnt die Zeitreise mit unserem ältesten Röhrenradio
von 1924 von BBC und geht weiter mit dem dreifach Röhrengerät von
Manfred von Ardenne und den anderen alten formschönen Röhrengeräten und
Lautsprecher aus ausgefallenem Material. Sie geht weiter mit dem
Vorkriegs-Hochleistungsgeräten, z.B. Superhets mit Stationstasten, Ende
der Dreissiger Jahre, teils mit Bauhaus Design, den Volksempfängern,
die mit dem Stromvertrag abgezahlt werden konnten und dem Deutschen
Kleinempfänger - DKE - der "Göbbelschnauze".
Die Geräte der Nachkriegszeit beginnen mit teilweise selbstgebastelten Radios und Bausätzen von G
In der Klaus Wunderlich Ecke erinnern wir mit seinem privaten Tonstudio
an den bekannten Musiker Klaus Wunderlich, der in Waldbronn seine
grössten Erfolge hatte.